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Die philippinische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Manila hat die wichtigsten Informationen zur philippinischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Nach dem Ausnahmejahr 2020, das den Philippinen die schlimmste Rezession seit über 50 Jahren bescherte, war 2021 von Lichtern am Ende des Tunnels geprägt, auch wenn die Nachwehen der noch immer andauernden Pandemie die Wirtschaft des Inselstaates auf Jahre hinaus beeinflussen werden. Die Auswirkungen von Firmenschließungen – vor allem im KMU-Sektor -, hohe Arbeitslosigkeit, geringere Einkommen bei gleichzeitig steigender Inflation und fehlende Investitionen im privaten Sektor haben sich im abgelaufenen Jahr, trotz positiver Signale, besonders bemerkbar gemacht.

Am Ende des Jahres 2021 verzeichneten die Philippinen ein Wirtschaftswachstum von 5,6 %, was sich vor allem auf ein ungemein starkes, viertes Quartal zurückführen lässt. Denn: Bis in den Sommer 2021 hinein, musste ein Großteil der Bevölkerung, vor allem im Großraum Manila, noch immer mit Lockdowns und Beschränkungen leben und die Wirtschaft kam im ersten Halbjahr noch nicht so recht in Schwung. Im Herbst 2021 hat die philippinische Regierung jedoch die Beschränkungen auch für Metro Manila erstmals für einen längeren Zeitraum gelockert und ein Quartalswachstum von über 7 % war die unmittelbare Folge. Grund für diese Lockerungen und Öffnungen war einerseits zwar ein beachtlicher Impffortschritt in den Ballungszentren, aber andererseits vor allem eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

Laut ersten Berechnungen der Regierung soll die philippinische Wirtschaft im laufenden Jahr zwischen 7 % und 9 % wachsen. Internationale Agenturen, wie z.B. S&P Global Rating, gehen im besten Fall von einem Anstieg um die 6 % für 2022 aus. Ein großer Unsicherheitsfaktor ist diesmal weniger die noch andauernde CoVID-Pandemie, sondern der Anstieg der Energiepreise in den Wochen nach dem Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts im Februar dieses Jahres. Die Philippinen zählen nämlich in der Region, ähnlich wie Korea, Taiwan und Thailand, zu den größten Energie-Importeuren und Preissteigerungen in diesem Bereich haben unmittelbare Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen.

Besondere Entwicklungen

Die philippinische Verfassung lässt eine Wiederwahl des amtierenden Präsidenten nicht zu. Nach einer sechsjährigen Amtszeit von Präsident Rodrigo Duterte wird daher am 9. Mai 2022 ein neuer Präsident gewählt. Neben dem Sohn des früheren Diktators Ferdinand Marcos, Bong Bong Marcos, tritt auch die derzeitige Vizepräsidentin, Leni Robredo, an. Bong Bong Marcos bestreitet den Wahlkampf gemeinsam mit der Tochter des aktuellen Präsidenten, nämlich Sara Duterte, die als Vizepräsidentin kandidiert.

Wer auch immer am 9. Mai 2022 in den Präsidentenpalast gewählt wird, der Umgang mit den Herausforderungen von Staatsverschuldung, Inflation und möglichen Steuererhöhungen werden die Präsidentschaft prägen.

Ausgehend von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, wie den Ankauf von Impfstoff für die riesige Bevölkerung, und den Auswirkungen monatelanger Lockdowns ist die Staatsverschuldung des Landes in den letzten beiden Jahren regelrecht explodiert. Die Schuldenquote lag am Ende des Jahres 2021 nach Angaben des Bureau of Treasury mit 60,5 % des BIP auf dem höchsten Niveau seit 16 Jahren. Noch im Jahr 2019 konnte die Regierung mit einer „entspannten“ Verschuldung von unter 40 % agieren. Etwa ein Drittel der aktuellen Staatsschulden wurden aus dem Ausland finanziert. Experten gehen bereits davon aus, dass sie Quote bis 2025 wohl über 60 % bleiben wird und erst dann langsam wieder sinkt.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Die österreichischen Exporte auf die Philippinen erreichten im Gesamtjahr 2021 den zweithöchsten Wert des neuen Jahrtausends. Ein Anstieg um 22,4 % brachte den Gesamtwert der Lieferungen aus Österreich auf EUR 164,02 Mio. (im Vergleich zu 2020 mit EUR 133,98 Mio.). Allein im Jahr 2017 wurde mehr exportiert (rund EUR 175 Mio.).

Wie in den Jahren zuvor sind Elektronikprodukte wie Schaltungen mit über EUR 56 Mio. EUR die wichtigsten Exportgüter, mit einem beachtlichen Anstieg von über 45 % im Vergleich zum Vorjahr. An zweiter Stelle stehen erstmals Holzprodukte (über EUR 30 Mio.), die vorrangig für zwei große Flughafenprojekte verwendet wurden. Einen leichten Rückgang von EUR 2,4 Mio. auf EUR 21 Mio. gab es 2021 bei Maschinen und mechanischen Geräten.

Ebenso gingen die Lieferungen von Produkten aus Papier und Pappe um 15 % zurück (EUR 9,7 Mio.) Einen Anstieg gab es 2021 beim Export von Futtermittel (+96 % auf EUR 4,4 Mio.) und Waren aus Eisen und Stahl (+ 116 % auf EUR 2,9 Mio.).

Die Importe aus den Philippinen haben 2021 erstmals die EUR 200 Mio-Marke übersprungen und erreichten mit EUR 205,68 Mio. einen neuen Höchstwert. Im Vergleich zum Jahr 2020 bedeutet dies ein Plus von 34,9 %. Das Handelsbilanzdefizit lag im Jahr 2021 damit bei etwas über EUR 40 Mio.

Österreichs Einfuhren aus den Philippinen bestehen traditionell großteils aus elektrischen Maschinen, insbesondere elektronischen Schaltungen. Auch im abgelaufenen Jahr machte diese Warengruppe wieder rund 75 % der gesamten Importe aus, jedoch auch mit einem Plus von 37,7 % im Vergleich zu 2020.

Die Lieferungen von Bekleidung aus den Philippinen nach Österreich haben sich im abgelaufenen Jahr fast verdoppelt, von EUR 5,7 Mio. auf EUR 11 Mio. Einen großen Anstieg verzeichneten auch optische Geräte (+63 %) und Zusatzstoffe für Lebensmittel.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus den Philippinen

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Manila für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Philippinen der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Podcast: Akustische Geschäftsreise in den Markt

In der Metropole Manila lebt und arbeitet die WKÖ-Wirtschaftsdelegierte Christina Stieber. Die Export-Expertin und Asien-Kennerin erzählt in Podcast Folge #24 Philippinen vom Inselleben, Häuserkauf über Facebook und über den Umgang der Filipinos mit Klimawandel und Naturkatastrophen.

Der Export-Podcast der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA führt auf akustische Geschäftsreisen in alle Welt. Die WKÖ-Wirtschaftsdelegierten sprechen über ihre Erfahrungen in ihren mehr als 70 Ländern und werfen als lokale Expertinnen und Experten einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Exportmärkte. Sie zeigen Geschäftschancen auf, geben praktische Tipps, informieren über Trends und Innovationen! Versehen mit einer zusätzlichen Prise an Fun Facts, Dos & Don'ts und bunten Erfolgsstories, können österreichische Unternehmen im Ausland mit diesem Know-how ganz einfach punkten, denn AUSTRIA IST ÜBERALL!

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Erneuerbare Energien

Die philippinische Regierung hat sich die Entwicklung und den Einsatz von verschiedenen erneuerbaren Energiequellen zum Ziel gesetzt. Im Bewusstsein der immer deutlicher werdenden negativen Auswirkungen des Klimawandels, die auf den Philippinen besonders zu spüren sind, wurde die Fokussierung auf neue Energiequellen eine der Top-Prioritäten der Regierung.

Die Philippinen erzeugen derzeit ca. 54 % des Stroms aus lokalen Energieträgern, 46 % der Rohstoffe müssen importiert werden. Die lokalen Energiequellen sind fossile Energieträger (Erdöl, Erdgas und Kohle) und erneuerbare Energieressourcen (geothermische Energie, Wasser- und Windkraft, Solar und Biomasse/Biogas). Der Anteil der erneuerbaren Energiequellen am Energieverbrauch beträgt ca. 25,4 % (2015). Der gesamte Energieverbrauch lag im Jahr 2015 bei 82.413 GWh mit 6,7 % Wachstum im Vergleich zu 2014 mit 77.261 GWh.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichische Technologien für Umwelttechnik und erneuerbare Energien haben vor allem im Bereich der Wasserkraft (zahlreiche Projekte speziell für Kleinwasserkraftwerke sind in Planung), beim Anlagenbau für Biotreibstoffe und bei der Installierung von Photovoltaiksystemen gute Chancen.

Da es noch immer sehr viele Haushalte ohne Anbindung an die nationale Stromversorgung gibt, könnten diese durch Sonnenkollektoren und Photovoltaiksysteme mit Strom versorgt werden. Die Realisierung dieser Projekte erfolgt oft über Kooperationen auf internationaler Ebene mittels Bereitstellung von Finanzierungskrediten von ausländischen Regierungen oder internationalen Finanzinstitutionen. Die Installation dieser Anlagen erfolgt durch private Unternehmen oder lokale Kooperativen.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Energiewirtschaft und Naturressourcen sowie Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Manila!

Engineering

Wie in vielen anderen Ländern Südostasiens, wird auch auf den Philippinen ein nachhaltiger Ausbau der Infrastruktur als ein Weg aus der CoVID-19-Krise gesehen. Schon in den Jahren vor der Krise beruhte das kontinuierlich hohe Wachstum der philippinischen Wirtschaft zu einem großen Teil auch auf dem sehr aktiven Bau- und Infrastruktursektor. 

Die derzeitige Regierung unter Präsident Duterte, die noch bis Mai 2022 im Amt sein wird, kann auf die höchsten staatlichen Infrastrukturausgaben seit Jahrzehnten blicken. Ebenso ist der Privatsektor bei der Umsetzung von großen Bauprojekten wie Flughäfen und Autobahnen, eine treibende Kraft.

Im öffentlichen Sektor sind Behörden wie das Department of Public Works and Highways (DPWH), das Department of Transportation (DOTr) und Department of Interior and Local Government (DILG) für die Umsetzung von Infrastrukturprojekten verantwortlich. Weitere Regierungsunternehmen und Behörden wie die Metropolitan Manila Development Authority (MMDA) sind für Bau- und Infrastrukturvorhaben für die jeweilige Region verantwortlich.

Die wichtigsten Marktteilnehmer im Infrastruktursektor auf Seiten der privaten Unternehmen sind die großen philippinischen Unternehmen DMCI, MPIC und San Miguel Corporation. Im Immobiliensektor konnten sich neben DMCI vor allem die Ayala Corporation und die SM Investment Corporation etablieren.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichische Unternehmen punkten mit qualitativ hochwertigen und innovativen Produkten und Service-Leistungen!

Konkrete Geschäftsmöglichkeiten bieten sich dabei insbesondere in Sektoren, in denen viel Know-how gefragt wird. Nischenanbieter von Maschinen, technischen Geräten, spezialisierten Baumaterialien und Baudienstleistungen haben Chancen, am philippinischen Markt Fuß zu fassen. Ebenso steigt die Nachfrage nach Experten im Bereich Green Building.

Der Bauboom bei Wohnimmobilien lässt auch den Bedarf an hochwertigen Einrichtungs- und Dekorationsgegenständen steigen, womit sich auch hier Chancen für heimische Betriebe ergeben.

Sie suchen ausführlichere Informationen zum Engineeringsektor? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Manila!

Nahrungsmittel und Softdrinks

Eine rasch wachsende Bevölkerung, die auch einen Großteil des Einkommens für Nahrungsmittel und Getränke ausgibt, macht die Lebensmittelindustrie auf den Philippinen zu einer attraktiven Branchen. Die Bruttowertschöpfung des Nahrungsmittel- und Getränkesektors wuchs im Zeitraum von 2010 bis 2016 um über 50 %.

Filipinos haben verglichen mit anderen asiatischen Ländern einen sehr westlich (amerikanisch) orientierten Geschmack, was sowohl die Nahrungsmittel als auch die Verpackung anbelangt. Zudem sind sie allen ausländischen Produkten gegenüber besonders aufgeschlossen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Durch eine expandierende philippinische Wirtschaft erhöht sich auch die Kaufkraft der Konsumenten auch bei Nahrungsmitteln und Getränken und die wachsende junge Bevölkerung, die überwiegend in Städten lebt, unterstützt die Nachfrage nach ausländischen Qualitätsprodukten. Auch der wachsende Markt für gesunde Lebensmittel und Bioprodukte, bietet österreichischen Firmen gute Geschäftsmöglichkeiten. Auch Snacks, Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate werden vermehrt nachgefragt.

Weitere Möglichkeiten eröffnen sich im Bereich von Verarbeitungs- und Verpackungstechnologien. Im Rahmen des anstehenden Modernisierungsprozesses der philippinischen Nahrungsmittelindustrie können österreichische Firmen entsprechende Lösungsansätze bieten und daraus resultierende Geschäftsmöglichkeiten wahrnehmen.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Nahrungsmittel und Getränke? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Manila.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung auf den Philippinen problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Manila anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Philippinen

Das AußenwirtschaftsCenter Manila berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu den Philippinen haben.

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