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Die schweizerische Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in der Schweiz haben die wichtigsten Informationen zur schweizerische Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Nachdem die Schweizer Wirtschaft im Krisenjahr 2020 einen BIP-Rückgang von -2,4 % hinnehmen musste, konnte für das Gesamtjahr 2021 ein BIP-Wachstum von +4,2 % verzeichnet werden. Im internationalen Vergleich als auch relativ zur Finanzkrise gelang es der Schweizer Wirtschaft sich verhältnismäßig zügig zu erholen. 2021 stellte sich für nahezu alle Sektoren eine Erholung ein. Die Nachfrage verschob sich Pandemie-bedingt weg vom Dienstleistungssektor (wie z.B. Reisen, Veranstaltungen) hin zum Warenkonsum wie Elektronik, Einrichtungsgegenstände etc. Im Inland wuchs die Endnachfrage 2021 sehr stark, was vor allem nach dem historischen Einbruch von 2020 bedeutend ist. Die Exportindustrie zeigte bereits 2020 als auch 2021 vor allem in der chemisch-pharmazeutischen Industrie Krisenresistenz. Globale Lieferengpässe und steigende Einkaufspreise stellen weiterhin eine Belastung dar, etwa in der Maschinen-, Elektro- und Metallherstellung.

Die Expertengruppe des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaf (SECO) senkte zwischenzeitlich die Wachstumgsprognose für die Schweizer Wirtschaft für das Gesamtjahr 2022 auf +2 % (bisher +2,8 %), sowie +1,1 % für 2023. Die Aussichten auf eine Konjunkturdämpfung sind durch die angespannte Energielage und die steigende Teuerung geprägt. Zwar trägt die jüngst starke Aufwertung des Schweizer Frankens, insbesondere gegenüber dem Euro, dazu bei, den Teuerungsanstieg in der Schweiz zu begrenzen. Trotzdem sehen sich die Schweizer Haushalte aktuell den höchsten Teuerungsraten seit 2008 gegenüber. Der Schweizer Bund geht für 2022 von einer Inflation von 3 % aus, sowie für 2023 von 2,3 %.

Die Arbeitsmarktentwicklung war auch im Jahr 2021 stark durch die Covid-Krise geprägt. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich zuletzt jedoch sehr günstig, was auch für das 1. starke Halbjahr 2022 gilt. Die Beschäftigung wuchs; im September 2022 lag die Arbeitslosenquote sogar bei nur 1,9 % - so niedrig wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Fachkräfteengpässe werden jedoch in vielen wirtschaftlichen Bereichen beklagt. Die Expertengruppe des SECO geht aber angesichts der erwarteten Konjunkturabkühlung von einer allmählichen Steigerung der Arbeitslosenquote aus, mit einem erwarteten Jahresdurchschnitt für 2022 von 2,2 %; gefolgt von 2,3 % im Jahr 2023.

Die Schweizer Warenexporte wuchsen 2021 überdurchschnittlich und erreichten damit ein Niveau rund 13 % über jenem vor der Krise. Die Exporte stiegen im Gesamtjahr um 15,2 % und die Importe legten um 1 % zu. Damit wurde für den Gesamtexport ein neues Rekordniveau von CHF 259,5 Milliarden erreicht, auch im Vergleich zu den Zahlen vor der Corona-Pandemie. Das weitaus größte Wachstum kam erneut vom Bereich der chemischen und pharmazeutischen Erzeugnisse, bei deren Exporten seit Ende 2020 ein stark positiver Trend erkennbar ist.

Da sich international die konjunkturellen Aussichten eintrüben, wird davon ausgegangen, dass sich dieses herausfordernde internationale Umfeld zunehmend bremsend auf die konjunktursensitiven Bereiche der exportorientierten Schweizer Industrie auswirken wird.

Besondere Entwicklungen

Die Corona-bedingten Restriktionen waren in der Schweiz zum Teil nicht so drakonisch wie in anderen europäischen Ländern. Lediglich am Anfang der Covid-Krise kam es zu einem umfangreichen, jedoch vergleichsweise kurzen Lockdown. Die Hotellerie blieb weitgehend von Schließungen verschont und der Inland-Sommer- als auch Wintertourismus lief gut. Die befürchtete Konkurswelle blieb anfangs aus, wenngleich vor allem der Dienstleistungssektor (Gastgewerbe, Veranstaltungs- und Transportbranche) besonders hart getroffen wurde. Mit Stand Herbst 2022 ist jedoch eine steigende Tendenz bei Konkursen erkennbar. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern, schnürte der Schweizer Bundesrat ein Maßnahmenpaket, welches sich auf über 70 Mrd. CHF belief. Dabei wurde der Fokus auf Kurzarbeit und die Gewährung von Überbrückungskrediten gelegt. Per April 2022 fielen in der Schweiz alle Covid-Maßnahmen.

Mit Ende Mai 2021 beendete die Schweiz die Verhandlungen zum institutionellen Rahmenabkommen mit der EU. Nach dem Abbruch der Verhandlungen wird derzeit weiterhin über die weitere Vorgehensweise zu den bilateralen Beziehungen der Schweiz mit der EU verhandelt. Aufgrund des fehlenden Institutionellen Abkommens aktualisierte die Europäische Union u.a. das Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertung (Mutual Recognition Agreemnet, MRA) mit der Schweiz nicht. Dies hat derzeit vor allem Neuerung bei der

Medizinprodukteverordnung zur Folge; insbesondere geht es hier um Zertifikatsgültigkeiten und mögliche Übergangsfristen. Angesichts der aktuell drohenden Energienotlage in Europa steht darüber hinaus vermehrt das fehlende Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU im Fokus der Diskussionen.

Im September 2022 stimmte das Schweizer Stimmvolk für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Demnach gilt ab dem 1. Jänner 2024 ein Normalsteuersatz von 8,1 % (derzeit 7,7 %); der reduzierte Steuersatz ändert sich von 2,5 % auf 2,6 %.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Nachdem es bereits im Krisenjahr 2020 zu einer Exportsteigerung von österreichischen Waren in die Schweiz von +3 % kam, ergab sich für das Gesamtjahr 2021 eine weitere Steigerung um +9,3 %, mit einem Warenexportwert in Höhe von EUR 8,173 Mrd. (exkl. Edelmetalle). Noch dynamischer entwickelten sich 2021 mit einem Plus von 27,7 % die Warenimporte, womit seit langem ein leichtes Handelsaktivum für die Schweiz verbucht werden konnte. Im 1. Halbjahr 2022 ergab sich ein Warenexportplus von +23,1 %. Der bilaterale Handel bleibt somit weiterhin auf einem hohen Niveau und die Schweiz ist der viertwichtigste Warenexportpartner Österreichs.

Mit einem Wert von EUR 4,63 Mrd. (+0,3 %) an österreichischen Dienstleistungsexporten in die Schweiz stellt die Schweiz auch 2021 weiterhin nach Deutschland mit Abstand den zweitwichtigsten Absatzmarkt österreichischer Dienstleistungsexporte dar. Nachdem Österreich im Jahr 2021 Dienstleistungen in der Höhe von EUR 2,34 Mrd. aus der Schweiz importierte, verzeichnete Österreich 2021 in der Dienstleistungsbilanz einen beträchtlichen Überschuss mit der Schweiz. Bei den Dienstleistungsimporten ergab sich 2021 demnach ein Plus von 12,2 %. Im 1. Halbjahr 2022 stiegen die Dienstleistungsexporte um +20,1 %.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus der Schweiz.

Darüber hinaus stehen Ihnen die AußenwirtschaftsCenter Bern und Zürich für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung. Melden Sie sich bei uns!

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Schweiz der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Software & IT

Der Schweizer IT-Sektor ist der sechstgrößte Wirtschaftssektor in der Schweiz, noch vor der chemischen Industrie und der Mineralölverarbeitung. Insgesamt geben Schweizer Firmen pro Jahr rund 5 Mrd. CHF (ca. 4,2 Mrd. Euro) für Business-Software aus. Software wird in der Schweiz sowohl exportiert als auch importiert. Im Schweizer IT Sektor werden mehr als 200.000 Personen beschäftigt. Trotz dieser hohen Anzahl Beschäftigter rechnet das Staatssekretariat mit einem zunehmenden Fachkräftemangel in der Branche. Auch IT-Security gewinnt immer mehr an Bedeutung, es ist damit zu rechnen, dass Security-Compliance-Programme in den nächsten Jahren die IT-Abteilungen der meisten Unternehmen beschäftigen werden.

Die Schweizer Software Industrie besteht aus zwei großen Anbietern, wenig mittelgroßen Unternehmen und aus zahlreichen kleinen Anbietern. Die meisten Unternehmen in der Softwarebranche sind im Business-Sektor tätig. CRM- sowie Business Intelligence- und Data-Warehouse-Lösungen liegen an der Spitze, gefolgt von ERP Systemen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreich hat sich in den letzten Jahren als zuverlässiger Wirtschaftspartner für Schweizer Unternehmen entwickelt, der mit innovativen Qualitätsprodukten und –services beim anspruchsvollen Schweizer Kunden punkten kann. Der Schweizer Partner ist bereit für Top-Qualität und Service einen entsprechenden Preis zu bezahlen.

Aufgrund des prognostizierten Fachkräftemangels im IT-Sektor wird die Schweiz auf das Ausland angewiesen sein. Besonders maßgeschneiderte Software-Lösungen sind gefragt, nicht zuletzt auf Grund des großen und für die Schweizer Volkswirtschaft bedeutenden Finanz- und Dienstleistungssektors.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Software & IT? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Erneuerbare Energien

Weltweit gilt die Schweiz als Innovationsweltmeister, diese Vorreiterrolle kann sie jedoch im Bereich der erneuerbaren Energien nur bedingt halten. Beispielsweise rangiert die Schweiz bei der Produktion von Wind- und Sonnenenergie pro Jahr und Einwohner auf der europäischen Scala aktuell auf Platz 25 von 29. Für in- und ausländischen Marktteilnehmer bieten sich entsprechend langfristige Chancen, das zweifellos vorhandene Marktpotenzial zu erschließen.

Gemäß der Anfang 2013 vorgestellten Erhebung des BFE zur „volkswirtschaftlichen Bedeutung der erneuerbaren Energien in der Schweiz“ erzielten Schweizer Unternehmen mit ihren 22.800 Vollzeitstellen eine Bruttowertschöpfung von 4,8 Milliarden Franken – auch dank Exporten. Dies entspricht 0,9 % des Bruttoinlandprodukts (BIP).

Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz hinsichtlich der durch erneuerbare Energien induzierten Beschäftigung in der Spitzengruppe, zusammen mit den skandinavischen Ländern sowie Deutschland und Österreich.

Chancen für österreichische Unternehmen

Große Chancen ergeben sich in allen Bereichen des erneuerbaren Energie und vor allen in den Bereichen Smartgrids (2/3 des Schweizer Stromnetzes sind veraltet), Photovoltaik (der jährliche Zubau von Photovoltaikanlagen muss mindestens verdoppelt werden), energetische Gebäudesanierung und E-Mobilität.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Energiewirtschaft und Naturressourcen sowie Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Life Science & Pharma

Unter dem Begriff Life Sciences werden jene Wissenschaftsbereiche, welche sich mit Prozessen oder Strukturen von Lebewesen beschäftigen oder an denen Lebewesen beteiligt sind, verstanden. Nirgendwo auf der Welt ist die Life Science Industrie so wichtig für die Volkswirtschaft wie in der Schweiz. Insgesamt haben 346 Biotechnologie-, 46 Pharma- und 258 Medizintechnologie-Unternehmen ihren Sitz in der Schweiz und zählten mit Zulieferern und Technologieunternehmen, Beratern sowie öffentlichen und privaten Unternehmen aus den Life Sciences insgesamt 1798 Unternehmen.

Der Schweizer Markt wird nicht nur von großen multinationalen Unternehmen, sondern auch von vielen Klein- und Mittelbetrieben beherrscht, die eine erfolgreiche Nischenstrategie verfolgen. In den letzten Jahren hat sich eine klare Ausrichtung der Branche auf hochspezialisierte Produkte herauskristallisiert.

Chancen für österreichische Unternehmen

Besonders im Bereich der maßgeschneiderten Impfstoff-Entwicklung, der Krebsforschung sowie der weißen und roten Biotechnologie werden eine Reihe von jungen Biotech-Firmen im europäischen Vergleich als Unternehmen mit starkem Entwicklungspotenzial eingestuft.

Österreich ist zudem führend beim Aufbau der sogenannten „Biobanken“, Datenbanken von biologischen Patienten-Material. Ein weiterer Teil der Wertschöpfungskette, bei dem Österreich eine zentrale Rolle spielt, ist die Design-Entwicklung von innovativen Diagnosechips.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Life Science und Pharma? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Tourismus Infrastruktur & Know-how

Die Schweizer Tourismusbranche leistet einen beachtlichen Beitrag zur Schweizer Wirtschaft. Gemäß des Bundesamt für Statistik beliefen sich die Gesamteinnahmen des Schweizer Tourismus im Jahr 2017 auf 44,7 Mrd. Franken. Das machen rund 4,4 % der Exporteinnahmen aus. Von den 44,4 Mrd. Franken wurden im Jahr 2017 25,3 Mrd. oder knapp 56,5 % durch die Logerienächte, der Verpflegung und den Transport von Touristen erwirtschaftet. Somit ist der Tourismus einer der bedeutendsten und wichtigsten Exportbranchen in der Schweiz. Durch die einmalige Lage der Alpen gehören die Schweizer Skigebiete zu den wichtigsten Wintersportregionen weltweit. Die Bedeutung für die Schweizer Tourismusbranche ist demnach groß. Auch die Beliebtheit des Wanderns hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Im Durchschnitt wandern in einem Jahr 2,7 Mio. Schweizer und zusätzlich 300.000 Touristen aus dem Ausland. Dadurch werden jährlich erhebliche Summen in die touristische Infrastruktur investiert. Allein der Passagierverkehr konnte im Jahr 2017 einen Zuwachs von 5,8 % verzeichnen. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Durch innovative Qualitätsprodukte hat sich die österreichische Tourismusbranche in den letzten Jahren zu einem zuverlässigen Wirtschaftspartner entwickelt. Der Schweizer Markt bietet ein hohes Potenzial, erlangtes Know-how an den Kunden zu bringen sowie durch Top-Qualität und Service zu überzeugen. Insbesondere im Bereich der Alpinen-Infrastruktur greift die Schweiz gerne auf Lösungen und Dienstleistungen aus Österreich zurück. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Tourismus? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in der Schweiz problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Zürich anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Schweiz

Das AußenwirtschaftsCenter Zürich berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zur Schweiz haben.

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