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Die schweizerische Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in der Schweiz haben die wichtigsten Informationen zur schweizerische Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Das Schweizer Wirtschaftsjahr 2019 ist durch eine moderate Entwicklung geprägt. Das BIP der Schweiz wuchs 2019 um moderate 0,9%, nach 2,8% im Jahr 2018, und entsprach den Erwartungen der Expertengruppe des Bundes.

Produktionsseitig kam der größte Wachstumsimpuls wie in den Vorjahren vom verarbeitenden Gewerbe. Die Entwicklungen in dieser Branche gestalteten sich jedoch heterogener. So mussten konjunktursensitive Industriebranchen, wie die Metall- und Maschinenindustrie, im Zuge der internationalen Wachstumsverlangsamung Rückschläge hinnehmen; weniger exponierte Bereiche, namentlich die chemisch-pharmazeutische Industrie, wuchsen kräftig.

Besondere Entwicklungen

Die Schweiz weist eine der höchsten COVID-19 Inzidenzen in Europa auf. Der Bundesrat hat für die Schweiz die «außerordentliche Lage» erklärt. Die unterschiedliche Herangehensweise in den verschiedenen Kantonen konnte mit der Ausrufung der «außerordentlichen Lage» weitestgehend vereinheitlicht werden. Ansammlungen von über fünf Personen sowie öffentliche und private Veranstaltungen sind verboten. Non-Food-Läden, Restaurants, Bars, Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe sowie Schulen bleiben mindestens bis zum 26. April 2020 geschlossen. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern, stellt der Bundesrat bis zu 42 Milliarden Franken bereit, dennoch wird mit einem starken Wirtschaftseinbruch gerechnet.

Das AußenwirtschaftsCenter Zürich informiert österreichische Unternehmen über die Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Geschäftstätigkeit und die Wirtschaft in der Schweiz und Liechtenstein tagesaktuell auf seiner Webseite unter Coronavirus: Situation in der Schweiz und Liechtenstein.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Im Gesamtjahr 2019 sind Österreichs Warenexporte in die Schweiz um +2,96% auf einen Wert von EUR 7,177 Mrd. (exkl. Edelmetalle) gestiegen. Das Exportwachstum ist breit abgestützt. Der bilaterale Handel bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau und die Schweiz ist der viertwichtigste Warenexportpartner Österreichs. Insgesamt weist Österreich einen Handelsbilanzüberschuss mit der Schweiz in Höhe von ca. EUR 1,63 Mrd. (exkl. Gold) aus.

2019 wiesen die Warenimporte aus der Schweiz einen leichten Rückgang von 2,05% aus. Diese sanken vor allem auf Grund eines Rückgangs bei der Einfuhr von Hormonen für die Pharmabranche. 


Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus der Schweiz.

Darüber hinaus stehen Ihnen die AußenwirtschaftsCenter Bern und Zürich für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung. Melden Sie sich bei uns!

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Schweiz der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Software & IT

Der Schweizer IT-Sektor ist der sechstgrößte Wirtschaftssektor in der Schweiz, noch vor der chemischen Industrie und der Mineralölverarbeitung. Insgesamt geben Schweizer Firmen pro Jahr rund 5 Mrd. CHF (ca. 4,2 Mrd. EUR) für Business-Software aus. Software wird in der Schweiz sowohl exportiert als auch importiert. Im Schweizer IT Sektor werden mehr als 200.000 Personen beschäftigt. Trotz dieser hohen Anzahl Beschäftigter rechnet das Staatssekretariat mit einem zunehmenden Fachkräftemangel in der Branche. Auch IT-Security gewinnt immer mehr an Bedeutung, es ist damit zu rechnen, dass Security-Compliance-Programme in den nächsten Jahren die IT-Abteilungen der meisten Unternehmen beschäftigen werden.

Die Schweizer Software Industrie besteht aus zwei großen Anbietern, wenig mittelgroßen Unternehmen und aus zahlreichen kleinen Anbietern. Die meisten Unternehmen in der Softwarebranche sind im Business-Sektor tätig. CRM- sowie Business Intelligence- und Data-Warehouse-Lösungen liegen an der Spitze, gefolgt von ERP Systemen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreich hat sich in den letzten Jahren als zuverlässiger Wirtschaftspartner für Schweizer Unternehmen entwickelt, der mit innovativen Qualitätsprodukten und –services beim anspruchsvollen Schweizer Kunden punkten kann. Der Schweizer Partner ist bereit für Top-Qualität und Service einen entsprechenden Preis zu bezahlen.

Aufgrund des prognostizierten Fachkräftemangels im IT-Sektor wird die Schweiz auf das Ausland angewiesen sein. Besonders maßgeschneiderte Software-Lösungen sind gefragt, nicht zuletzt auf Grund des großen und für die Schweizer Volkswirtschaft bedeutenden Finanz- und Dienstleistungssektors.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Software & IT? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Erneuerbare Energien

Weltweit gilt die Schweiz als Innovationsweltmeister, diese Vorreiterrolle kann sie jedoch im Bereich der erneuerbaren Energien nur bedingt halten. Beispielsweise rangiert die Schweiz bei der Produktion von Wind- und Sonnenenergie pro Jahr und Einwohner auf der europäischen Scala aktuell auf Platz 25 von 29. Für in- und ausländischen Marktteilnehmer bieten sich entsprechend langfristige Chancen, das zweifellos vorhandene Marktpotenzial zu erschließen.

Gemäß der Anfang 2013 vorgestellten Erhebung des BFE zur „volkswirtschaftlichen Bedeutung der erneuerbaren Energien in der Schweiz“ erzielten Schweizer Unternehmen mit ihren 22.800 Vollzeitstellen eine Bruttowertschöpfung von 4,8 Milliarden Franken – auch dank Exporten. Dies entspricht 0,9 % des Bruttoinlandprodukts (BIP).

Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz hinsichtlich der durch erneuerbare Energien induzierten Beschäftigung in der Spitzengruppe, zusammen mit den skandinavischen Ländern sowie Deutschland und Österreich.

Chancen für österreichische Unternehmen

Große Chancen ergeben sich in allen Bereichen des erneuerbaren Energie und vor allen in den Bereichen Smartgrids (2/3 des Schweizer Stromnetzes sind veraltet), Photovoltaik (der jährliche Zubau von Photovoltaikanlagen muss mindestens verdoppelt werden), energetische Gebäudesanierung und E-Mobilität.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Energiewirtschaft und Naturressourcen sowie Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Life Science & Pharma

Unter dem Begriff Life Sciences werden jene Wissenschaftsbereiche, welche sich mit Prozessen oder Strukturen von Lebewesen beschäftigen oder an denen Lebewesen beteiligt sind, verstanden. Nirgendwo auf der Welt ist die Life Science Industrie so wichtig für die Volkswirtschaft wie in der Schweiz. Insgesamt haben 346 Biotechnologie-, 46 Pharma- und 258 Medizintechnologie-Unternehmen ihren Sitz in der Schweiz und zählten mit Zulieferern und Technologieunternehmen, Beratern sowie öffentlichen und privaten Unternehmen aus den Life Sciences insgesamt 1798 Unternehmen.

Der Schweizer Markt wird nicht nur von großen multinationalen Unternehmen, sondern auch von vielen Klein- und Mittelbetrieben beherrscht, die eine erfolgreiche Nischenstrategie verfolgen. In den letzten Jahren hat sich eine klare Ausrichtung der Branche auf hochspezialisierte Produkte herauskristallisiert.

Chancen für österreichische Unternehmen

Besonders im Bereich der maßgeschneiderten Impfstoff-Entwicklung, der Krebsforschung sowie der weißen und roten Biotechnologie werden eine Reihe von jungen Biotech-Firmen im europäischen Vergleich als Unternehmen mit starkem Entwicklungspotenzial eingestuft.

Österreich ist zudem führend beim Aufbau der sogenannten „Biobanken“, Datenbanken von biologischen Patienten-Material. Ein weiterer Teil der Wertschöpfungskette, bei dem Österreich eine zentrale Rolle spielt, ist die Design-Entwicklung von innovativen Diagnosechips.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Life Science und Pharma? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Tourismus Infrastruktur & Know-how

Die Schweizer Tourismusbranche leistet einen beachtlichen Beitrag zur Schweizer Wirtschaft. Gemäß des Bundesamt für Statistik beliefen sich die Gesamteinnahmen des Schweizer Tourismus im Jahr 2017 auf 44,7 Mrd. Franken. Das machen rund 4,4 % der Exporteinnahmen aus. Von den 44,4 Mrd. Franken wurden im Jahr 2017 25,3 Mrd. oder knapp 56,5 % durch die Logerienächte, der Verpflegung und den Transport von Touristen erwirtschaftet. Somit ist der Tourismus einer der bedeutendsten und wichtigsten Exportbranchen in der Schweiz. Durch die einmalige Lage der Alpen gehören die Schweizer Skigebiete zu den wichtigsten Wintersportregionen weltweit. Die Bedeutung für die Schweizer Tourismusbranche ist demnach groß. Auch die Beliebtheit des Wanderns hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Im Durchschnitt wandern in einem Jahr 2,7 Mio. Schweizer und zusätzlich 300.000 Touristen aus dem Ausland. Dadurch werden jährlich erhebliche Summen in die touristische Infrastruktur investiert. Allein der Passagierverkehr konnte im Jahr 2017 einen Zuwachs von 5,8 % verzeichnen. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Durch innovative Qualitätsprodukte hat sich die österreichische Tourismusbranche in den letzten Jahren zu einem zuverlässigen Wirtschaftspartner entwickelt. Der Schweizer Markt bietet ein hohes Potenzial, erlangtes Know-how an den Kunden zu bringen sowie durch Top-Qualität und Service zu überzeugen. Insbesondere im Bereich der Alpinen-Infrastruktur greift die Schweiz gerne auf Lösungen und Dienstleistungen aus Österreich zurück. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Tourismus? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in der Schweiz problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Zürich anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Schweiz

Das AußenwirtschaftsCenter Zürich berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zur Schweiz haben.

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