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Die schweizerische Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in der Schweiz haben die wichtigsten Informationen zur schweizerische Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Wie in anderen Ländern beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum der Schweiz im 1. Quartal 2019 spürbar, getragen insbesondere von der Inlandnachfrage. Sowohl der private Konsum als auch die Investitionen wuchsen stärker als in den Vorquartalen. Des Weiteren sorgte der Außenhandel für einen positiven Impuls. Das BIP der Schweiz wuchs im 1. Quartal um 0,6 %, nach 0,3 % im Vorquartal. Das Wachstum war relativ breit abgestützt. Zwar erwies sich das verarbeitende Gewerbe erneut als maßgeblicher Wachstumstreiber, doch auch der Bausektor und der Dienstleistungssektor wuchsen solide. 

Besondere Entwicklungen

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union gründen auf einem Vertragsnetz aus rund 100 bilateralen Abkommen. Bisher konnte die Schweiz oft einseitig Umsetzungsregeln einführen, die aus Sicht der EU nicht Abkommens-konform waren. Es galt: Wo kein Richter– da kein Kläger. Die EU ist nun nicht mehr bereit weitere Abkommen mit der Schweiz zu treffen, ohne ein gesamthaftes Rahmenabkommen abzuschließen, welches solche Auslegungsdifferenzen einem geregelten Streitbeilegungsmechanismus unterwirft. Nach mehr als 5 Jahren Verhandlungen liegt nun seit Mitte Dezember 2018 ein ausverhandeltes Abkommen vor. Im Juni hat der Schweizer Bundesrat nach einer innerschweizer Konsultation verschiedenster Verbände und Interessensgruppen der EU erklärt, dass es weiterer Klärungen zu bestimmten Punkten des fertig ausgearbeiteten Vertragsentwurfs benötige.

Gewünschte Klärungen / Anpassungen innerhalb des Abkommen betreffen u.a. die Personenfreizügigkeit, die im Zusammenhang mit der Erbringung grenzüberschreitender Dienstleistungen – der sogenannten „Flankierenden Maßnahmen“ - stehen. Hier hatte die EU eine Streichung der wettbewerbsverzerrenden 8 Tage-Voranmeldungspflicht sowie der Kautionshinterlegungspflicht für ausländische Unternehmen gefordert. Im Abkommen kam die EU der Schweiz entgegen: So wäre weiterhin eine Voranmeldefrist von vier Arbeitstagen in Branchen mit hohem Risiko, eine verhältnismäßige Kautionspflicht für Dienstleistungserbringer, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen, vorgesehen. Die Schweiz beharrt hingegen auf eine striktere Regelung mit dem Argument, das dichte Kontrollnetz gegenüber ausländischer Dienstleistungserbringer aufrecht erhalten zu müssen, um effektiv Lohn- und Sozialdumping zu verhindern. Die EU ist dem Schweizer Wunsch nach zeitlichem Aufschub zur Innerschweizer Konsultation entgegengekommen, behält ihrerseits aber den Druck auf die Schweiz bei. So wurde die Börsenäquivalenz der Schweiz im Juni 2019 seitens der EU nicht mehr verlängert. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Die Warenexporte in die Schweiz im 1. Quartal 2019 konnten um 4,38 % auf EUR 1,84 Mrd. (exkl. Edelmetalle) nochmals zulegen. Das Exportwachstum ist breit abgestützt. Der bilaterale Handel bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau und die Schweiz ist der fünftwichtigste Warenexportpartner Österreichs. Insgesamt weist Österreich zwischen Jänner und März 2019 einen Handelsbilanzüberschuss mit der Schweiz in der Höhe von ca. EUR 506,7 Mio. (exkl. Edelmetalle) aus. Die Warenimporte aus der Schweiz wiesen einen Rückgang von 20,4 % aus. Diese sanken vor allem auf Grund niedriger Gold- , Uhren- und Pharmaimporte, die zusammen fast ein Viertel aller Importe ausmachen.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus der Schweiz.

Darüber hinaus stehen Ihnen die AußenwirtschaftsCenter Bern und Zürich für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung. Melden Sie sich bei uns!

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Schweiz der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Software & IT

Der Schweizer IT-Sektor ist der sechstgrößte Wirtschaftssektor in der Schweiz, noch vor der chemischen Industrie und der Mineralölverarbeitung. Insgesamt geben Schweizer Firmen pro Jahr rund 5 Mrd. CHF (ca. 4,2 Mrd. EUR) für Business-Software aus. Software wird in der Schweiz sowohl exportiert als auch importiert. Im Schweizer IT Sektor werden mehr als 200.000 Personen beschäftigt. Trotz dieser hohen Anzahl Beschäftigter rechnet das Staatssekretariat mit einem zunehmenden Fachkräftemangel in der Branche. Auch IT-Security gewinnt immer mehr an Bedeutung, es ist damit zu rechnen, dass Security-Compliance-Programme in den nächsten Jahren die IT-Abteilungen der meisten Unternehmen beschäftigen werden.

Die Schweizer Software Industrie besteht aus zwei großen Anbietern, wenig mittelgroßen Unternehmen und aus zahlreichen kleinen Anbietern. Die meisten Unternehmen in der Softwarebranche sind im Business-Sektor tätig. CRM- sowie Business Intelligence- und Data-Warehouse-Lösungen liegen an der Spitze, gefolgt von ERP Systemen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreich hat sich in den letzten Jahren als zuverlässiger Wirtschaftspartner für Schweizer Unternehmen entwickelt, der mit innovativen Qualitätsprodukten und –services beim anspruchsvollen Schweizer Kunden punkten kann. Der Schweizer Partner ist bereit für Top-Qualität und Service einen entsprechenden Preis zu bezahlen.

Aufgrund des prognostizierten Fachkräftemangels im IT-Sektor wird die Schweiz auf das Ausland angewiesen sein. Besonders maßgeschneiderte Software-Lösungen sind gefragt, nicht zuletzt auf Grund des großen und für die Schweizer Volkswirtschaft bedeutenden Finanz- und Dienstleistungssektors.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Software & IT? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Erneuerbare Energien

Weltweit gilt die Schweiz als Innovationsweltmeister, diese Vorreiterrolle kann sie jedoch im Bereich der erneuerbaren Energien nur bedingt halten. Beispielsweise rangiert die Schweiz bei der Produktion von Wind- und Sonnenenergie pro Jahr und Einwohner auf der europäischen Scala aktuell auf Platz 25 von 29. Für in- und ausländischen Marktteilnehmer bieten sich entsprechend langfristige Chancen, das zweifellos vorhandene Marktpotenzial zu erschließen.

Gemäß der Anfang 2013 vorgestellten Erhebung des BFE zur „volkswirtschaftlichen Bedeutung der erneuerbaren Energien in der Schweiz“ erzielten Schweizer Unternehmen mit ihren 22.800 Vollzeitstellen eine Bruttowertschöpfung von 4,8 Milliarden Franken – auch dank Exporten. Dies entspricht 0,9 % des Bruttoinlandprodukts (BIP).

Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz hinsichtlich der durch erneuerbare Energien induzierten Beschäftigung in der Spitzengruppe, zusammen mit den skandinavischen Ländern sowie Deutschland und Österreich.

Chancen für österreichische Unternehmen

Große Chancen ergeben sich in allen Bereichen des erneuerbaren Energie und vor allen in den Bereichen Smartgrids (2/3 des Schweizer Stromnetzes sind veraltet), Photovoltaik (der jährliche Zubau von Photovoltaikanlagen muss mindestens verdoppelt werden), energetische Gebäudesanierung und E-Mobilität.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Energiewirtschaft und Naturressourcen sowie Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Life Science & Pharma

Unter dem Begriff Life Sciences werden jene Wissenschaftsbereiche, welche sich mit Prozessen oder Strukturen von Lebewesen beschäftigen oder an denen Lebewesen beteiligt sind, verstanden. Nirgendwo auf der Welt ist die Life Science Industrie so wichtig für die Volkswirtschaft wie in der Schweiz. Insgesamt haben 346 Biotechnologie-, 46 Pharma- und 258 Medizintechnologie-Unternehmen ihren Sitz in der Schweiz und zählten mit Zulieferern und Technologieunternehmen, Beratern sowie öffentlichen und privaten Unternehmen aus den Life Sciences insgesamt 1798 Unternehmen.

Der Schweizer Markt wird nicht nur von großen multinationalen Unternehmen, sondern auch von vielen Klein- und Mittelbetrieben beherrscht, die eine erfolgreiche Nischenstrategie verfolgen. In den letzten Jahren hat sich eine klare Ausrichtung der Branche auf hochspezialisierte Produkte herauskristallisiert.

Chancen für österreichische Unternehmen

Besonders im Bereich der maßgeschneiderten Impfstoff-Entwicklung, der Krebsforschung sowie der weißen und roten Biotechnologie werden eine Reihe von jungen Biotech-Firmen im europäischen Vergleich als Unternehmen mit starkem Entwicklungspotenzial eingestuft.

Österreich ist zudem führend beim Aufbau der sogenannten „Biobanken“, Datenbanken von biologischen Patienten-Material. Ein weiterer Teil der Wertschöpfungskette, bei dem Österreich eine zentrale Rolle spielt, ist die Design-Entwicklung von innovativen Diagnosechips.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Life Science und Pharma? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zürich.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in der Schweiz problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Zürich anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Schweiz

Das AußenwirtschaftsCenter Zürich berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zur Schweiz haben.