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Die slowenische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Laibach hat die wichtigsten Informationen zur slowenischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Sloweniens Wirtschaft wuchs 2019 um 2,4 %

Die slowenische Wirtschaft wuchs im Jahr 2019 effektiv um ca. 2,4 %. Grund für diese durchgehend positive Entwicklung waren die Auslandsnachfrage mit steigenden Exporten, sowie der Zuwachs der Inlandsnachfrage.

Besondere Entwicklungen

Neue Regierung

Nach dem überraschenden Rücktritt von Premierminister Marjan Šarec Ende Jänner 2020, ausgelöst durch eine fehlende Mehrheit im Parlament wegen ausbleibender Unterstützung von der linken Partei Levica, haben sich am 25.02. vier Parteien auf die Bildung einer Mitte-rechts Koalition geeinigt. An der Spitze der Koalition steht Janez Janša, derzeitiger Parteiobmann der rechts-konservativen SDS und bereits von 2004 bis 2008 und 2012 bis 2013 Premierminister Sloweniens. Janša wurde am 3.3.2020 vom slowenischen Parlament zum designierten Premierminister gewählt, mit 52:31 Stimmen. Folgt man den Regierungsplänen, stellen sowohl die Weiterentwicklung des Wirtschaftssystems und die Verbesserung der Wirtschaftskonditionen, die Ankurbelung der Infrastruktur sowie die Durchführung von Energieprojekten bedeutende Hauptziele dar. Im Bereich Infrastruktur sollen Bus- und Zugverbindungen ausgebaut und deren Ticketpreise leistbarer gemacht werden.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich (Gesamtjahr 2018)

Handel mit Slowenien

Im Jahr 2018 stiegen die Exportzahlen im Vergleich zur selben Periode des Vorjahrs um 5,8 % auf 3,1 Mrd. EUR. Die österreichischen Importe aus Slowenien stiegen in dieser Zeit eben falls an (+10,4 %) und erreichten einen Gesamtwert von 2,1 Mrd. EUR. 

Österreich ist wichtigster Investor

Ein wesentlicher Grund für den enormen Anteil österreichischer Waren an den slowenischen Gesamtimporten liegt darin, dass Österreich mit Abstand der wichtigste Investor ist. Gemäß den aktuellsten Angaben der Slowenischen Nationalbank beliefen sich die Direktinvestitionen der österreichischen Unternehmen auf ca. 3,5 Mrd. Euro (akkumuliert seit 1991). Dies bedeutet einen Anteil von 25,6 % aller Auslandsdirektinvestitionen in Slowenien. Nach Österreich folgen Luxemburg (11,1 %), die Schweiz (10,6 %), Italien (8,8 %) und Deutschland (8,6 %).

Slowenien als Hub

Slowenien ist und bleibt ein interessanter Einstiegsmarkt für österreichische Unternehmen. Als Nachbarland sowie als Hub für die ex-jugoslawischen Länder verfolgen immer mehr Unternehmen die Strategie, Slowenien als Standort in Betracht zu ziehen. Slowenien hat neben der Nähe zu Österreich weitere Standortvorteile, wie die gute Hafen- sowie allgemeine Infrastruktur und bietet sich somit hervorragend als kompetitiver Produktionsstandort mit qualitativ hochwertigen Produkten, hoher Verfügbarkeit slowenischer Zulieferer, politischer Stabilität sowie einem ökologischen Bewusstsein an.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Slowenien.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Laibach für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Slowenien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Automotive

Die Automobilindustrie in Slowenien trägt ca. 10 % zum slowenischen BIP und mehr als 20 % zu dem Export bei. Die Branche macht ungefähr 7,5 Mrd. Euro Umsatz im Jahr. In der slowenischen Automobilindustrie gibt es mehr als 100 Automobilzulieferunternehmen im Bereich Tier-1 oder Tier-2 und mehr als 600 Sublieferanten von niedrigeren Tiers der Lieferantenkette. In der slowenischen Automobilindustrie bzw. Automobilzulieferindustrie sind insgesamt mehr als 25.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die slowenische Fahrzeugindustrie und Zulieferindustrie ist schon bedingt durch die Größe des Landes vorwiegend exportorientiert. Die slowenische Automobilindustrie beschäftigt sich zusehends auch stärker im Bereich der E-Mobilität. Die Unternehmen passen sich dem neuen Trend in der Automobilindustrie an. Das bedeutet, dass die Automobilzulieferer auch neue Produkte für Elektroautos und Hybridfahrzeuge entwickeln und herstellen.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Chancen für österreichische Unternehmen sind vor allem in der Kooperation mit slowenischen Firmen in der Automobilzulieferbranche zu sehen. Slowenien verfügt über eine sehr konkurrenzfähige Zulieferindustrie, vor allem im Bereich Metallbearbeitung und Werkzeugbau, aber auch im Bereich KFZ-Innenausstattung und Elektrotechnik.

Angaben von Brancheninsidern zufolge sind folgende Schwerpunkte für Kooperationen in der nahen Zukunft zu beachten: Entwicklung von Bremssystemen, Intelligente Lichtanlagen, SMART-CAR Anwendungen, PKW-Sitze, Tooling/Werkzeugbau für Produktion. Hier könnte österreichisches Know-how die Türen für gute Kooperationen öffnen.

Sie suchen ausführliche Informationen zur Branche Automotive? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Laibach. 

Logistik 

Slowenien bildet mit seiner Lage an der Kreuzung von drei TEN-T Transportkorridoren (Baltischer, Adriatischer und Paneuropäischer Korridor X) und im Rahmen dreier makroregionaler Strategien der EU (Donau-, Adria- und Alpenregion) einen Logistikhub direkt vor der Haustüre Österreichs, der mit kurzen Anbindungen als idealer Ausgangspunkt für Logistikdienstleistungen in Südosteuropa und der ganzen Welt gilt.

Mit einem Gesamtumschlag von 6,9 Mio. Tonnen im Jahr 2018 ist der Hafen Koper der verkehrsreichste Containerterminal an der Adria. Der Hafen gilt mittlerweile als der wichtigste Hafen für die österreichische Wirtschaft, noch vor den bekannten Nord- und Ostsee-Häfen. Rund ein Drittel der Waren, die im Hafen Koper umgeschlagenen werden, sind für den österreichischen Markt bestimmt. Holz, Stahl aber auch PKW wiederum werden aus Österreich über den Hafen von Koper weltweit verschifft.

Die Autobahndichte in Slowenien liegt über dem EU Durchschnitt. Von großer Bedeutung ist auch die Schieneninfrastruktur. Firmenkunden finden in Slowenien ein ausgezeichnetes Know-how im Bereich Transportdienstleistungen, Distribution, Lagerung, Einzelhandel sowie Informationstechnologie.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Mit seiner einzigartigen geografischen Lage und der hohen Zuverlässigkeit der lokalen Partner bietet Slowenien zahlreiche Kooperationschancen im Bereich Logistik an. Luka Koper, der Flughafen in Ljubljana sowie mehrere strategisch günstig gelegene Hinterland-Zonen wachsen rasch und ermöglichen insbesondere für Logistik-Services und verwandte Dienste neue Geschäftsmöglichkeiten.

Die stark wachsende Logistikbranche führt neben vielen Neubauprojekten auch zur technischen Erneuerung bestehender Immobilien, Flotten und Infrastruktur und bietet damit besonders Chancen in den Bereichen Immobilien- und Anlagenplanung, Automatisierung & Intralogistik, Digitalisierung, Grüne & Nachhaltige Logistik sowie Intermodalität.

Eines der größten aktuellen Infrastrukturprojekte im Bereich Logistik ist der Bau des Zweiten Gleis zwischen Koper und Divača, der zu einer deutlichen Verbesserung der Warenströme vom Hafen Koper nach Österreich und umgekehrt führen wird. Die Errichtung der Strecke ist bis 2025 vorgesehen.

Sie suchen ausführliche Informationen zur Branche Logistik? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Laibach.

Bio/Organic Food

Lebensmittel bleiben auch in den nächsten Jahren ein interessantes Thema in Slowenien, wobei ein Fokus im Bereich von ökologischen, veganen und laktosefreien Lebensmitteln liegt.

In Slowenien kann man folgende Akteure auf dem Markt der Bio-Lebensmittel identifizieren: ökologische Erzeuger und Verarbeiter, spezialisierte BIO-Läden, BIO-Märkte und konventionelle Lebensmittelhändler.

Es gibt keine genauen Angaben über den Marktwert von Bio-Lebensmitteln in Slowenien, aber ab dem Jahr 2010 steigt der Markt mit Bio-Lebensmitteln in Slowenien kontinuierlich und Prognosen sehen für das Volumen am Markt noch weiteres Wachstum voraus.

Für slowenische Hersteller von Bio-Lebensmitteln ist der Direktverkauf ab Hof der wichtigste Absatzkanal, gefolgt vom Verkauf auf Bio-Märkten und in spezialisierten BIO-Läden. Auch konventionelle Lebensmittelhändler bieten diese spezielle Lebensmittelgruppe in ihren Läden an. Die Preise biologischer Lebensmittel liegen im Durchschnitt um ca. 50 % über denen konventioneller Lebensmittel.

Trotz der großen Nachfrage nach biologische Lebensmittel bleibt das Angebot in Slowenien noch immer stark zurück; der Großteil der Nachfrage wird daher über eingeführte Ware gedeckt. Die Nachfrage wird in den nächsten Jahren auch im Bereich vegane und gluten- bzw. lactosefreie Lebensmittel weiter ansteigen.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Aufgrund der großen Nachfrage stellt Slowenien einen starken Absatzmarkt für österreichische Hersteller oder Händler von BIO- und veganen Lebensmittel, als auch von gluten-und lactosefreien Produkten dar. Die Möglichkeiten für weitere Entwicklungsschritte in der ökologischen Landwirtschaft verbleiben groß, auch beim Anbau von ökologischen Obst und Gemüse als auch bei der Vermarktung von biologischen Lebensmitteln und Einführung neuer biologischer Produkte am Markt.

Die Nachfrage nach ökologischen Produkten steigt auch in Bildungseinrichtungen, da die Auftraggeber beim Bestellen der Lebensmittel für öffentlichen Institutionen (Kindergärten, Schulen, etc.) mittlerweile ökologischen Lebensmitteln Vorrang gewähren.

Sie suchen ausführliche Informationen zur Branche Lebensmittel? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Laibach

Bildung

In Slowenien ist das Bildungsniveau hoch. Nach einer aktuellen Statistik von Eurostat beträgt die Quote der Hochschulbildung in der Altersgruppe der 30-35jährigen über 40 Prozent. Innerhalb der OECD verfügt Slowenien über eine der höchsten Abschlussquoten der zweiten Sekundarstufe (allgemein bildende oder berufsbildende höhere Schule). Die qualifizierten slowenischen Arbeitskräfte verfügen regelmäßig nicht nur über eine gute fachliche Ausbildung, sondern zusätzlich auch über ein adäquates sprachliches Wissen. Englisch wird flächendeckend gesprochen, vielerorts, vor allem im Norden, auch Deutsch.

Bestrebungen der Regierung zur (Wieder-)Einführung der Dualen Berufsausbildung werden von der heimischen Industrie als auch von ausländischen Investoren in der Hoffnung auf langfristige Deckung des Fachkräftebedarfs als sehr positiv bewertet und von der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA unterstützt.

Es gibt in Slowenien mehr als 950 öffentliche Schulen (Pflicht- und Sekundarschulen) und nur wenige private Bildungseinrichtungen. Ebenso verhält es sich im Hochschulwesen. Ein Manko, dass von der internationalen Gemeinschaft in Slowenien regelmäßig angesprochen wird, ist, dass es keine deutschsprachige Schule, weder in der Hauptstadt Laibach noch anderenorts in Slowenien, gibt.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die zunehmende Nachfrage und Mangel nach qualifizierten Arbeitskräften eröffnet Chancen für den heimischen Bildungsmarkt und dessen Anbieter. Auch die steigende Zahl slowenischer Arbeitskräfte in Österreich und deren Bedarf an qualitativen Ausbildungen bieten eine gute Möglichkeit für österreichische Anbieter ihre Angebote entsprechend zu bewerben. Den slowenischen Arbeitskräften würden sich durch eine Zusatzausbildung bei einem österreichischen Bildungsanbieter bessere Chancen sowohl im In- als auch Ausland bieten.

Sie suchen ausführliche Informationen zur Branche Bildung? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Laibach.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Slowenien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Laibach anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Slowenien

Das AußenwirtschaftsCenter Laibach berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Slowenien haben. 

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