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Die südafrikanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Johannesburg hat die wichtigsten Informationen zur südafrikanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Die letzten Jahre waren von Herausforderungen für Südafrika geprägt. Dazu gehörten Engpässe bei Strom und Wasser, unzuverlässige Versorgungsnetze, schwankende Rohstoffpreise und die schlimmste Dürre, die das Land seit Jahrzehnten erlebt hat. Nach einer Rezession im 1. Halbjahr 2018 hat sich die südafrikanische Wirtschaft im 2. Halbjahr wieder leicht erholt und konnte im Gesamtjahr ein schwaches Wachstum von 0,8 % erzielen. Auch für die nächsten Jahre wird nur ein schwaches Wachstum erwartet – für 2019 in etwa zwischen 1.4 und 2.2 %. Die Wachstumsprognosen für 2019 werden vor allem auch davon abhängen, ob Südafrika die Stromversorgung sicherstellen kann. Positiv anzumerken ist das Wachstum im Bergbau und im Finanzsektor.

Besondere Entwicklungen

Die Budgetrede des neuen südafrikanischen Finanzminister Tito Mboweni Defizitäre Staatsbetriebe, sinkende Steuereinnahmen sowie nur minimales Wirtschaftswachstum – unter diesen Voraussetzungen war abzusehen, dass im Budget trotz Wahljahr keine großen Erleichterungen verpackt werden können. Ganz im Gegenteil: Die Einkommenssteuerklassen wurden zum ersten Mal seit geraumer Zeit nicht verändert – das Ergebnis ist eine kalte Progression für den Steuerzahler. Zusätzlich werden die Kraftstoffabgaben erhöht und eine Steuer in Höhe von 12 Cent pro Stück auf Einkaufstauschen aus Plastik eingeführt.

Mit diesen Maßnahmen hofft der Finanzminister das Budgetdefizit unter 5 % und die Staatsverschuldung unter 60 % des BIP zu halten.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

2018 stiegen die österreichischen Exporte nach Südafrika um 37,7 % auf 588 Mio. Euro an. Damit gehen rund ein Drittel aller österreichischen Exporte nach Afrika in das Land am Kap und knapp ein Fünftel aller Afrika-Importe kommen aus Südafrika. Südafrika ist daher auch Österreichs mit Abstand wichtigster Exportmarkt auf dem afrikanischen Kontinent.

Österreichische Qualität und bekannte heimische Marken sind in Südafrika durchaus ein Begriff. Über 60 österreichische Unternehmen haben in Südafrika (in Tochtergesellschaften) investiert und beschäftigen mehr als 2.000 Mitarbeiter im Lande.

Für die österreichische Exportwirtschaft liegt Südafrika 2018 auf Platz 32 – vor Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten, hinter Finnland und Serbien.


Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Südafrika.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Südafrika der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Erneuerbare Energie

Südafrika setzt seit einigen Jahren neben Kohle und Atomkraft auch verstärkt auf erneuerbare Energie. Das Renewable Energy Independent Power Producer Programm hat vor allem im Wind- und Solarenergiesektor auch ausländische Investoren ins Land gebracht. Aktuell setzt sich der Mix aus erneuerbaren Energien in Südafrika aus 53 % Windkraft, 35 % Photovoltaik, 9,1 % Solarenergie, 1,5 % Kleinwasserkraftwerken und 1,4 % Biomasse zusammen. Investiert wird vor allem in Windenergie (38 % aller Investitionen) und Solarenergie (32 % aller Investitionen). Trotz des großen Potentials entfallen auf erneuerbare Energien derzeit nur ca. 7 % aller primären Energieressourcen. Vor allem angesichts der in Südafrika immer wieder auftretenden Versorgungsengpässe, ist in den kommenden Jahren mit einem hohen Entwicklungspotential in diesem Bereich zu rechnen.

Laut ClimateScope 2018 rangiert Südafrika bereits seit 10 Jahren in den Top 5 der attraktivsten Zielmärkte für ausländischen Investitionen in erneuerbare Energien in Schwellenländern. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren vorsetzen. Der Integrated Resource Plan (IRP 2010) der Regierung sieht vor, dass bis 2030 zusätzliche 17.800 MW aus erneuerbare Energien gewonnen werden sollen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreich ist in Südafrika als zuverlässiger, innovativer Wirtschaftspartner mit großen Know-how im Bereich erneuerbare Energien und GreenTech positioniert. Vor allem Photovoltaik und solarthermische Lösungen für Gewerbe und Industrie, aber auch für private Konsumenten konnten sich bereits am Markt gut etablieren. Aufgrund des Mangels an qualifizierten Servicekräften sind wartungsarme Systeme besonders gut geeignet. Auch im Bereich Biomasse und Biogas sowie bei Kleinwasserkraftwerken sind die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zum Thema Erneuerbare Energie? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg.

Gesundheitssystem & Einrichtungen, Medizintechnik&Laborbedarf

Der Markt für Gesundheit & Medizintechnik besteht in Südafrika aus einem großen öffentlichen Sektor und einem expandierenden privaten Sektor. Der öffentliche Sektor – auf den der Großteil der Bevölkerung angewiesen ist – bietet eine flächendeckende Grundversorgung, die jedoch in vielen Fällen an veralteter bzw. mangelnder Infrastruktur leidet. Chancen bestehen hier auch im Bereich der generischen Heilmittel, die im öffentlichen Sektor bis zu 80 % der verwendeten Medikamente ausmachen.

Der private Gesundheitssektor ist gut entwickelt und kann mit seinen hochspezialisierten Einrichtungen mit Krankenhäusern aus der ganzen Welt konkurrieren.
Die wichtigsten privaten Krankenhausanbieter Life, Mediclinic und Netcare verfügen insgesamt über rund 32.000 Betten. Aufgrund der hohen Qualität wird auch laufend in die Modernisierung von Medizintechnik investiert. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Für österreichische Firmen gibt es vor allem im privaten Sektor gute Möglichkeiten für einen Markteintritt. Insbesondere der Bereich der Medizingeräte, die zu 90% importiert werden, bietet Chancen. Im öffentlichen Bereich mangelt es oft an ausreichenden Budgets, dennoch bestehen Chancen bei Errichtung und Betrieb von Kliniken oder im Service und Wartungsbereich. Gute lokale Kontakte sowie eine Präsenz vor Ort sind hier absolut wichtig um Ergebnisse zu erzielen.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Gesundheit & Medizintechnik? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg.

Chemie/Kunststoffe

Der südafrikanische Kunststoffmarkt ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette gut entwickelt. Er trägt knapp 2% zum BIP Südafrikas bei und bedient sowohl die lokale Nachfrage als auch Exportmärkte. In der Kunststoffverarbeitungsbranche gibt es rund 1 800 Unternehmen, die etwa 75 000 Arbeitnehmer beschäftigen. Pro Jahr und Person verbrauchen Südafrikaner ca. 30 kg Kunststoff. Rund 40 % der in Südafrika produzierten Kunststoffprodukte werden recycelt – was einer Verdopplung der Recyclingrate seit 2010 entspricht. Dementsprechend ist der Recyclingsektor ein durchaus vielversprechendes Marktsegment.

Ebenfalls interessant ist die Produktion von Komponenten für die Automobilindustrie. Der südafrikanische Automotive Masterplan sieht eine Anhebung des lokalen Zulieferanteils auf 60 % vor. Dementsprechend siedeln sich verstärkt auch die Hersteller von Kunststoffteilen in der Nähe der südafrikanischen Produktionsstätten von BMW, Mercedes, Toyota, Volkswagen usw. an. Das Segment Verpackungsmaterialien bietet aufgrund der wachsenden Mittelschicht ebenso gute Chancen. Südafrikanische Hersteller von Kunststoffverpackungen sind jedoch am Markt relativ gut etabliert. Dieser Bereich macht insgesamt mehr als 50% der Produktionskapazität der Kunststoffbranche in Südafrika aus.

Österreichische Maschinen und Zubehör zur Kunststoffverarbeitung sind der Industrie bestens bekannt. Akuter Fachkräftemangel hemmt jedoch bedauerlicherweise das Wachstum des Kunststoffsektors. Innovative Verfahrenstechniken können hier ein Schlüssel zum Erfolg sein.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichische Anbieter von Kunststoffverarbeitungsmaschinen und Ausrüstung finden in Südafrika vor allem bei hochqualitativen Anwendungen wie z.B. der Herstellung von Kfz-Teilen oder medizinischen Komponenten einen interessanten Markt. Auch Kooperationen im Ausbildungsbereich können ein Erfolgsrezept sein.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Kunststoff? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Südafrika problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Johannesburg anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Südafrika.

Das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Südafrika haben.