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Die ungarische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Budapest hat die wichtigsten Informationen zur ungarischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Nachdem das BIP-Wachstum 2018 knapp 5 % betrug (nach 4,0% im Jahr 2017), wird für 2019 und 2020 insgesamt ein leicht abgeschwächter aber doch deutlich über dem EU-Durchschnitt liegender Wert prognostiziert. Das Wirtschaftswachs-tum im 1. Quartal 2019 betrug 5,3 %. Zurückzuführen ist das hohe Wachstum nach wie vor primär auf die EU-Fördermittel der Periode 2014 bis 2020 und daraus resultierende öffentliche Aufträge, allen voran im Bausektor. Schließlich tragen auch die starke Industrie, insbesondere im Bereich Automotive, und die anziehende inländische Kaufkraft positiv bei.

Besondere Entwicklungen 

Mehr als 43% der ungarischen Wahlberechtigten nahmen an der EU-Wahl am 26. Mai teil. In Budapest erreichte die Wahlbeteiligung fast 50%. Das zeigt eine weit höhere Wahlbeteiligung als bei der EU-Wahl 2014. Fidesz, die aktuelle Regie-rungspartei, gewann klar mit 53 %.

Seit April 2018 ist die wiedergewählte und aktuelle Regierungspartei Fidesz (Ungarischer Bürgerbund) mit verfassungsändernder 2/3-Mehrheit im Parlament stimmenstärkste Partei des Landes. Die nächsten Parlamentswahlen finden 2022 statt.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Ungarn ist für die österreichische Exportwirtschaft weltweit der siebtwichtigste und Österreich für Ungarn der zweitwichtigste Markt. Etwas über 3 % der österreichischen Ausfuhren gehen nach Ungarn.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Ungarn.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Budapest für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Ungarn der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Automotive 

Licht und Schatten wechseln sich ab, sieht man sich den ungarischen Automotive-Sektor durch die rot-weiß-rote Brille an: 

Die Branche ist mit einem Gesamtvolumen von über 25 Mrd. EUR der sprichwörtliche Motor der ungarischen Wirtschaft. Während die Fahrzeugproduktion an sich 5 % am BIP ausmacht, steht der gesamte Sektor für über 10 %. Der Industriezweig hat zudem einen Anteil von ca. 22 % am Gesamtexport des Landes, was unter anderem auf den hohen Eigenexportanteil von 92 % zurückzuführen ist. Aktuell sind in der Branche über 170.000 Arbeitnehmer beschäftigt, mehr als 4 % aller aktiven Arbeitnehmer in Ungarn. Es ist erklärtes Ziel der ungarischen Regierung, den Anteil ungarischer Zulieferer bei den OEM und den Tier-1-Firmen zu erhöhen, um langfristig das Produktionszentrum Europas zu werden. Diesem Ziel werden dementsprechend auch erhebliche staatliche Mittel zur Verfügung gestellt. Ungarische Zulieferfirmen findet man derzeit im Tier-2-und Tier-3–Bereich in größerer Zahl, während Tier-1-Firmen überwiegend ausländische Investitionen sind. Mit BMW kündigte der fünfte Autobauer in Ungarn die Entwicklung eines Standortes in Debrecen an. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die Möglichkeiten am ungarischen Markt sind (gerade für Neueinsteiger) in diesem kompetitiven Markt sehr genau zu sondieren: In den letzten 25 Jahren haben sich in Ungarn 4 OEMs und u.a. 15 der 20 größten Zulieferer der Welt angesiedelt, das Marktpotential für Lösungen im Automotive-Bereich ist somit sehr groß. Allerdings ist es nicht einfach, direkt mit den Einkäufern der großen Autobauer in Ungarn in Kontakt zu kommen. Dies geling erfahrungsgemäß gut über die Mutterkonzerne außerhalb Ungarns. Auch wenn die Wertschöpfungsketten der OEMs gefestigt sind, haben Sie mit Nischentechnologien weiterhin realistische Chancen. Auch haben Sie gute Chancen mit lokalen Zulieferern (Tier-1 Ebene oder höher), die in Ungarn angesiedelt sind, zu kooperieren. Wir führen auch Aufstellungen über die unterschiedlichen Tier-Ebenen und stellen diese bei Bedarf auch gerne zur Verfügung. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zu Automotive? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Budapest

Hochbau / Baustoffe
Verkehrsinfrastruktur / Tiefbau 

Die ungarische Wirtschaft und auch der ungarische Bausektor ist im Wesentlichen sehr stark von EU-Geldern abhängig. Das Auslaufen der Fördergelder aus der Vorperiode in 2015 und fehlende neue Quellen 2016 machten sich deutlich spürbar: 2016 sackte die Branche um 18,8 % im Vergleich zum Vorjahr ein. Und 2017 erfolgte genau das Gegenteil: durch neue Fördermittel konnte die Branche regelrecht wiederbelebt werden und mit einem Zuwachs von 29,6 % einen deutlichen Sprung nach vorne schaffen. 

Das schwankende Wachstum der Branche geht dabei mehr oder minder auf die staatlich finanzierten Infrastrukturinvestitionen zurück. Während der Wohnungsbau seit etwa 2014, d.h. seit sich das Land nachhaltig von der Wirtschaftskrise erholt hat, boomt, teils wegen steigender Privatinvestitionen und teils auch durch staatlich geförderte Incentives, sind die Entwicklungen im Infrastrukturbereich deutlich an die EU-Förderungen gebunden. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die Beteiligung an großen Bauaufträgen ist für ausländische Firmen ohne Firmensitz in Ungarn nicht leichter geworden. Unabdingbare Voraussetzung ist die enge Zusammenarbeit mit ungarischen Partnern. Zudem werden Ausschreibungen in Ungarn in den Medien kontrovers und kritisch diskutiert. Österreichisches Know-how genießt in Ungarn jedoch ein hohes Ansehen bzw. gilt als Garant in Sachen Zuverlässigkeit und Qualität. Österreich gehört im Baugewerbe mitunter zu den Top-Playern. Kontakte zu diesen Firmen können den Einstieg in Ungarn jedenfalls vereinfachen. Auf Anfrage nennen wir Ihnen gerne weitere potentielle Kooperationsunternehmen auf diesem Gebiet. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zu Construction/Infrastructure? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Budapest

Anlagenbau / Smart Factory
Elektro / Elektronik / Mechatronik 

Der Maschinenbau in Ungarn wird vor allem durch ungarische Niederlassungen internationaler Unternehmen geprägt. Rund 70 % der Maschinenbauunternehmen in Ungarn sind multinational tätig. Ungeachtet der in- oder ausländischen Eigentümerschaft der Unternehmen waren die einzelnen Maschinenbausegmente im Jahr 2009 unterschiedlich stark von der Krise betroffen. Glücklicherweise können nun alle Sektoren wieder erfreuliche Zahlen aufweisen. Während die Anzahl der Beschäftigten in der Branche von Jahr zu Jahr wächst, sinkt die Anzahl der aktiven Unternehmen zugleich tendenziell. Auch dieser Umstand zeugt von der Entwicklung, dass die größeren (internationalen) Player – teilweise auf Kosten der heimischen Kleinbetriebe – auf dem Vormarsch sind. Andererseits beleuchtet dieser Umstand auch das Thema des Fachkräftemangels, von dem der Großteil der ungarischen Betriebe und auch österreichische Niederlassungen in Ungarn bereits stark betroffen sind. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichisches Know-how genießt in Ungarn im Bereich Maschinenbau ein hohes Ansehen bzw. gilt das Land als starker und verlässlicher Partner. Wie im Automotive Sektor gilt: Da ein hoher Anteil der in Ungarn ansässigen Industriebetriebe Tochterunternehmen ausländischer Firmen sind, muss man sich auf den Umstand gefasst machen, dass viele Entscheidungen, vor allem bei größeren Investitionen in neue Maschinen und Anlagen, oft bei der Mutterfirma und gar nicht in Ungarn getroffen werden. Österreichische Maschinenlieferanten, die schon über bestehende Kontakte zu – meist deutschen - Firmen verfügen, sollten diese daher nützen, um auch in Ungarn ins Geschäft zu kommen. Eine entsprechend intensive Bearbeitung des Marktes ist erforderlich. Industrie 4.0- sowie Nischentechnologien sind am Markt gefragt! 

Gerne helfen wir Ihnen bei der gezielten Suche von Ansprechpartnern und bei der Positionierung auf entsprechenden Events. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Industry/Machinery/Materials? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Budapest.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Ungarn problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Budapest anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Ungarn.

Das AußenwirtschaftsCenter Budapest berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Ungarn haben.