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Die vietnamesische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Ho Chi Minh City hat die wichtigsten Informationen zur vietnamesischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Vietnam hat sich für den internationalen Personenverkehr aus Furcht vor Einschleppung des Coronavirus derzeit weitgehend abgeschottet und vertraut in der ersten wirtschaftlichen Erholungsphase auf die Resilienz der eigenen Wirtschaft. Das Land bleibt mittelfristig eine der am dynamischsten wachsenden Volkswirtschaften in Asien – und wird durch das seit August in Kraft befindliche EU-Vietnam Handelsabkommen für europäische Betriebe als Absatz- und Bezugsmarkt noch interessanter. In der ersten Phase der Corona-Krise war Vietnam sowohl nach gesundheitlichen als auch wirtschaftlichen Maßstäben vergleichsweise sehr erfolgreich. Frühzeitige, einschneidende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ließen zwar das wirtschaftliche Wachstum, das zuletzt regelmäßig bei 6-7 % pro Jahr lag, um rund fünf Prozentpunkte schrumpfen, doch eine Rezession konnte bislang vermieden werden.

Besondere Entwicklungen 

Anfängliche epidemiologische Erfolge lassen Vietnam im internationalen Kontext als möglichen Krisengewinner erscheinen. Mittel- und langfristig ist Vietnam äußerst gut positioniert, insbesondere nimmt seine Attraktivität für Investoren zu. Schon bisher profitierte man von der Verlagerung von Produktionsstätten von anderen Ländern nach Vietnam, wo allgemein geringere Kosten und Betriebsrisiken für ausländische Betriebe erwartet werden. Das Land ist vermutlich größter Nutznießer des anhaltenden Handelskonflikts zwischen China und den USA und eignet sich hervorragend als alternatives Investitionsziel für international agierende Unternehmen auf der Suche nach Diversifizierung in Asien. Die Coronavirus-Pandemie und steigende Risiken durch Single-Supplier-Strategien befördern und beschleunigen diese Entwicklung. Einreisebeschränkungen in Vietnam dämpfen daher das Interesse europäischer Investoren nur kurzfristig, nach Überwindung der Pandemie ist mit einem Schub an FDI und M&A zu rechnen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Der bilaterale Warenverkehr zwischen Österreich und Vietnam hatte 2019 einen neuen Rekordwert von 1,25 Mrd. Euro erreicht. In der Corona-Krise zeigt sich jedoch die Empfindlichkeit des Außenhandels für externe Schocks. Investitionsaufschub und die Verhinderung von Geschäfts- und Montagereisen lassen die heimischen Warenexporte nach Vietnam, traditionell stark von betreuungsintensiven Maschinenlieferungen und Projektgeschäften abhängig, heuer um mindestens ein Fünftel einbrechen, wobei sich die Zusammensetzung der Ausfuhren deutlich änderte und auch Chancen für neue Exporteure entstanden. Hohe Zuwächse gab es bei Ausfuhren im Gesundheitssektor. Die mittelfristigen Aussichten für Exporte sind auf Grund der Marktentwicklung und des EU-Vietnam Handelsabkommens vielversprechend. Importseitig bleibt Vietnam ein wichtiges Quellland für Massenware, Elektronik und Konsumgüter, ein erwartetes Importminus von 15 % spiegelt jedoch sinkende Konsumnachfrage in Österreich wider.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Vietnam.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Vietnam der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen 

Metalle/Verarbeitung

Maschinenbau 

Der Markt für Maschinen und Anlagen für die Industrie verspricht in den nächsten Jahren ein großes Potential. Die produzierende und verarbeitende Industrie wuchs 2018 um 13,0 % und war damit wichtigster Wachstumstreiber der vietnamesischen Wirtschaft. Für den Werkzeugmaschinenverbrauch wird 2019 ein Zuwachs von 8,2 % prognostiziert. Vietnam ist bereit das zehntwichtigste Importland in diesem Sektor weltweit.

Mit steigenden Anforderungen an in Vietnam produzierte Waren geht der schrittweise Aufbau einer Industrielandschaft einher, der von ausländischen Investoren getrieben und von der vietnamesischen Regierung gefördert wird. Um am Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein, wird zunehmend auf qualitative Maschinen gesetzt, die großteils importiert werden müssen, da der Maschinenbau in Vietnam noch schwach entwickelt ist.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Der Aufbau einer modernen, leistungsfähigen Industrie verspricht für die nächsten Jahre ein hohes Potential für den Export österreichischer Maschinen und Anlagen aus Österreich. Die strategische Ausrichtung Vietnams, Produkte mittlerer und höherer Technologie herzustellen sollte österreichischen Lieferanten dabei zugutekommen. Besonders gute Marktchancen sind in der Kunststoff- und Metallbearbeitung, im Agrarsektor, in der Möbelbranche, und in den Bereichen Lebensmittelherstellung, Verpackung und Textil zu erwarten. Die Elektronikherstellung, wichtigster Exportbeitrag Vietnams und getrieben durch die Investitionen von Branchengiganten wie Samsung, LG, IBM, Nokia und Intel, bietet Möglichkeiten für Zulieferer von Maschinen und Zwischenprodukten.

Mittelfristig bestehen außerdem gute Chancen in der Automatisierung von Industrieanlagen. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Maschinen- und Anlagenbau? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City

Umwelttechnologie 

Als Schwellenland mit niedrigen Einkommen und hohem Wirtschaftswachstum ist der Bedarf an Infrastrukturaufbau, an industrieller Entwicklung und an Energie im 96-Millionen-Einwohner-Land Vietnam beträchtlich. Die Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung geht zu gewissen Teilen jedoch zulasten der Umwelt.

Hohe Luftverschmutzung, schlechte Wasserqualität und ein allgegenwärtiges Feststoffmüllproblem sind die neuen Umweltsorgen Vietnams. Die vietnamesische Regierung bekräftigt daher die Notwendigkeit, in Umwelttechnologien und nachhaltige Entwicklung zu investieren. Bis 2020 sollen zumindest 30 % des städtischen Feststoffmülls einer energetischen Verwertung zugeführt werden.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Hohes Potential ist für emissionssparende Technologien für industrielle Anwendungen gegeben. In Vietnams urbanen Zentren besteht außerdem Interesse an „smarter“ Abfallwirtschaft, Müllbehandlung und waste-to-energy Technologien. 

Einige österreichische Unternehmen liefern bereits Technologien zur Wasseraufbereitung und kommunalen und industriellen Abwasserentsorgung. Zudem besteht ein Bedarf an integrierten Wassermanagementlösungen für urbane Areale sowie an Maßnahmen gegen die jährlichen Überschwemmungen besonders im Süden des Landes.

In der Landwirtschaft, die einen Großteil der vietnamesischen Bevölkerung beschäftigt, besteht Bedarf an neuen Technologien zur Effizienzsteigerung und an wasser- und energiesparenden Verfahren. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Umwelttechnik? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City.

Möbel/Interior

Holz- und Möbelbau 

Vietnam hat sich zu einem weltweit führenden Zentrum für Holzbearbeitung und Herstellung sowie Export von Möbeln entwickelt. Das Land zählt inzwischen zu den größten Möbelproduzenten überhaupt, nach China, Deutschland, Italien und Polen. Hölzer für den Möbelbau werden im großen Ausmaß nach Vietnam importiert, das gleiche gilt für Maschinen zur Holzbearbeitung. Es ist davon auszugehen, dass nach Ratifikation des EU-Vietnam Freihandelsabkommens die Warenflüsse in der Branche zwischen Europa und Vietnam beschleunigt werden.

Steigende Kosten für Produktion in China und die Unsicherheit des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits haben zudem in einer Reihe von Branchen, auch im Möbelsektor, zu einer Verlagerung von Investitionen von China nach Vietnam geführt. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Gute Möglichkeiten finden Hersteller von Maschinen und Technologien zur Holz- und Möbelbearbeitung, sowie die gesamte Möbelzulieferbranche vor. Neben Beschlägen und elektromechanischen Komponenten sind insbesondere auch Dienstleistungen für die Möbelbranche zu erwähnen. 

Der vietnamesische Möbelsektor wird von zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen dominiert, die ihre Effizienz steigern und in Technologien für die Möbelherstellung investieren müssen. Auch die Verbesserung von Designs, der Markenaufbau und die Vetriebskompetenz müssen aufgebaut werden. 

Holzhandel, Faserherstellung und Holzbearbeitung sind weitere zukunftsträchtige Geschäftsfelder. Im Bausektor ist ein vermehrtes Interesse an Holzbautechnologien mittelfristig zu erwarten. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Holz- und Möbelbau? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Vietnam problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Vietnam.

Das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Vietnam haben.

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