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EU-Recovery in Rumänien

So profitieren Sie von den Aufbau- und Resilienzplänen

RRF-Investitionen für Rumänien

Nach der Vorlage mehrerer Entwürfe und einem Diskussionsprozess, der nahezu ein Jahr lang gedauert hat, konnte Rumänien Ende Oktober 2021 den Plan für Aufbau und Resilienz (PNRR) mit der Europäischen Kommission unterzeichnen. Über dieses Programm kann Rumänien bis Ende 2026 bis zu EUR 29,2 Milliarden von der Europäischen Union erhalten. Knapp die Hälfte davon sind tatsächlich nichtrückzahlbare Förderungen, der Rest besteht aus einem vergünstigten Kredit.

Das Ziel des Programms ist die Umsetzung von Reformen, denen Milestones und operative Ziele zugeordnet wurden. Bedingung ist, dass 37 % des gesamten Budgets für klimarelevante Maßnahmen verwendet werden, weitere 20 % für Digitalisierung. Projekte, die sich aus diesen Reformen und Zielen ergeben, müssen von Rumänien bis Ende 2026 umgesetzt werden. Erreicht Rumänien die selbstgesetzten Ziele, dann wird es die versprochenen Fördergelder erhalten. Verfehlt es sie, können auch die Fördergelder von Rumänien nicht abgerufen werden.

Der Großteil der Förderungen wird für öffentliche Projekte verwendet, beispielsweise für Autobahnbauten, Eisenbahnen, das Gesundheitssystem, eine Pensionsreform etc. Von Unternehmen kann nur ein kleiner Teil der Fördergelder für Projekte beantragt werden, für die bisher einige Ziele und Zeitrahmen veröffentlicht wurden:

  • Erneuerbare Energie: Antragstellung 31.3.2022-30.4.2022 – Förderung von Windenergie und PV-Investitionen, Budget: 460 Mio. Euro; Ziel: Finanzierung von 950 MW bis 30.6.2024
  • Grüner Wasserstoff: Antragstellung 31.3.2022-31.12.2023 - Projekte für den Bau neuer Elektrolysen mit einer Kapazität von insgesamt mindestens 100 MW; Inbetriebnahme: Q4 2025
  • Energiespeicher: Q3 2022 – Projekte zur Entwicklung von Batteriespeicherkapazitäten von mindestens 240 MW. Inbetriebnahme: Q4 2025
  • Produktion von Photovoltaik-Zellen und Batterieproduktion: Q3 2022 - Projekte für Investitionen in die Batterie-Wertschöpfungskette und Photovoltaikzellen und -paneele (Produktion - Montage - Recycling). Produktionsbeginn für Batteriefertigungs- und Montage (Kapazität mindestens 2 GW pro Jahr und Projekt): Q4 2025; Produktionsbeginn für Photovoltaikzellen und -paneele (Kapazität mindestens 200 MW pro Jahr und Projekt): Q4 2025;
  • Energieeffizienz: Q2 2022 - Energieeffizienzprojekte in der Industrie (nur große Unternehmen). Verringerung der Treibhausgasemissionen um mindestens 30 %; Q4 2025: Fertigstellung von mindestens 50 Energieeffizienzprojekten
  • Digitalisierung von KMUs: Start Q1 2022, bis zu EUR 100.000 Förderung/Unternehmen, geplant sind 5.492 geförderte Projekte bis Q2 2024
  • Produktion von Halbleitern: IPCEI, Q2 2022: Budget: EUR 500 Mio., mindestens zehn Projekte werden in einer ersten Phase ausgewählt, mindestens drei davon erhalten eine Förderung. Q2 2023: Beginn der Umsetzung der Projekte.

Abgesehen von diesen Investitionsförderungen können Unternehmen aus dem PNRR auch Kreditgarantien und Beteiligungsmodelle in Anspruch nehmen. Dafür stehen sogenannte finanzielle Instrumente zur Verfügung, das sind Fördergelder, die nicht unmittelbar an den Begünstigten vergeben werden, die aber zur Senkung des Kreditrisikos eines kreditnehmenden Unternehmens dienen.

Einzelheiten zur Abwicklung der Förderprogramme und der finanziellen Instrumente werden laufend veröffentlicht, die Förderkonditionen für die ersten Programme wurden bereits definiert. Der Zeitdruck auf Rumänien ist groß, da bis Ende 2022 bereits 70 % aller Fördergelder (das sind rund EUR 20 Milliarden) Projekten zugeordnet werden müssen. Rumänien wird sich daher beeilen müssen, in den kommenden Monaten möglichst viele förderfähige Projekte zu lancieren.  

Online Ressourcen

Zugänglichkeit für österreichische Unternehmen

Für die Teilnahme an Ausschreibungen für die geförderten Projekte wird es keine anderen Auflagen geben als die bereits gültigen. Alle in Rumänien registrierten Niederlassungen österreichischer Unternehmen können prinzipiell auch direkt von den Förderprogrammen profitieren, die unmittelbar für Unternehmensaktivitäten vorgesehen sind. Die genauen Fördervoraussetzungen erst teilweise bekannt, allerdings werden mit wenigen Ausnahmen (z.B. Alternativenergieanlagen) nur Investitionen und Projekte von KMUs förderbar sein.

Unterstützungsaktivitäten des AußenwirtschaftsCenters

Das AC Bukarest informiert interessierte österreichische Unternehmen laufend, 4 bis 5 Mal jährlich, mittels des „Fördernewsletters“ über EU- und nationale Fördermöglichkeiten und trifft eine Vorauswahl vielversprechender Geschäftschancen. Weitere Veranstaltungen werden wir zu gegebener Zeit, d. h. nach Feststehen des Planes, veröffentlichen.

Sie wollen wissen, wie Ihr Unternehmen von diesen Chancen profitiert? Dann kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenterBukarest. Wir freuen uns auf Sie!

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