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Nach Kanada reisen

Die österreichischen Wirtschaftsdelegierten kennen nicht nur die lokale Wirtschaft: Sie sind auch Ihre persönlichen Reiseführerinnen und Reiseführer

Reiseinformationen

Damit Sie sicher ankommen und nicht vor verschlossenen Türen stehen, geben Ihnen unsere Wirtschaftsdelegierten einen Überblick über die wichtigsten Informationen zu An- und Abreise, Feiertagen und Geschäftszeiten sowie Sicherheitshinweisen. So kann auf Ihrer Geschäftsreise nichts mehr schiefgehen.

Reiseinformationen finden Sie darüber hinaus im Länderreport Kanada.

Einreise

Reisende benötigen für die Einreise nach Kanada einen gültigen Reisepass sowie neuerdings bei einer Einreise per Flugzeug eine positive electronic Travel Authorization (eTA). Die Registrierungsgebühr von 7 CAD (circa 5 Euro) kann per Kreditkarte bezahlt werden. Die eTA verliert entweder nach fünf Jahren oder mit Ablauf des Reisepasses ihre Gültigkeit und ist auch für den Transit notwendig.

Die Arbeitsaufnahme ist nur mit Einwanderungsstatus oder mit befristeter Arbeitserlaubnis möglich, die vor der Einreise eingeholt werden muss. Der Abschluss einer Krankheits- und Unfallversicherung vor der Einreise wird empfohlen. Die Anreise nach Kanada erfolgt gewöhnlich von Wien aus mit Air Canada direkt nach Toronto oder mit Austrian Airlines direkt nach Montreal, wohin es natürlich aus ganz Europa zahlreiche tägliche Verbindungen gibt. Weitere große Flughäfen mit Direktverbindungen, vor allem aus West- und Südeuropa sind Montréal, Vancouver oder Calgary, aber auch Ottawa, Halifax und St. John’s.

Die private Einfuhr von Pflanzen, Milchprodukten (außer Käse) und Fleischprodukten nach Kanada ist verboten und wird streng bestraft (bis zu 800 CAD Geldstrafe). Inlandsflüge sind mitunter teuer, aber aufgrund der Größe des Landes unvermeidbar. Das Angebot an Flügen in die USA ist sehr groß, bei Nutzung der großen Hubs, wie Toronto, erfolgt die Einreise in die USA bereits am Flughafen in Kanada. Reisende kommen dann in den USA am Inlandsterminal an.

Grundsätzlich gibt es keine Impfvorschriften für die Einreise nach Kanada. In den Ballungsräumen gibt es leistungsfähige öffentliche Verkehrsmittel, die auch für den Transfer vom Flughafen ins Stadtzentrum geeignet sind: Toronto (Union-Pearson-Express), Vancouver (U-Bahn), Montréal (Busverbindung, das preiswerte Ticket inkludiert eine 24-Stunden Öffi-Karte für Montréal).

Feiertage und Geschäftszeiten

In Kanada gibt es zwei Arten von Feiertagen, und zwar jene die auf einen bestimmten Kalendertag fallen und jene, die auf einen bestimmten Wochentag fallen (meist Montage).

Feiertage 2019 

01.01. Neujahr
18.02. Family Day
19.04. Karfreitag
22.04. Ostermontag

20.05. Viktoria Day
24.06. Quebec National Holiday
01.07. Canada Day
05.08. Civic Holiday

02.09. Labour Day
14.10. Thankgsgiving Day
26.10. Nationalfeiertag
11.11. Remembrance Day

25.12. Christmas Day
26.12. Boxing Day

An manchen Feiertagen sind nur Banken und öffentliche Einrichtungen geschlossen (z.B. Remembrance Day).

Öffnungszeiten

Einzelhandelsgeschäfte sind typischerweise ab 10 Uhr vormittags geöffnet, meist bis 19 Uhr, an bestimmten Tagen auch bis 21 Uhr. 
Supermärkte und Convenience Stores sind oftmals 24 Stunden geöffnet,
Baumärkte und andere große Kettengeschäfte öffnen meist sehr früh und schließen spät.
In großen Städten sind auch an Sonntagen ab 11:00 Uhr die Geschäfte geöffnet, am Land ist dies eher selten. 
Für Büros gelten die klassischen Öffnungszeiten, Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr;
Banken haben typischerweise von 9 oder 09.30 bis 17 Uhr offen, an Donnerstagen bis 20 Uhr und auch am Samstag bis in den frühen Nachmittag. 

Zu Thanksgiving und Weihnachten sind alle Geschäfte geschlossen.

Sonstige Informationen

Die offiziellen Sprachen Kanadas sind Englisch und Französisch, auf Ebene der föderalen Einrichtungen sind die Sprachen gleichberechtigt. In der Provinz Québec ist Französisch die ausschließliche Amtssprache, trotz eines hohen Anteils an englischsprachiger Bevölkerung. New Brunswick ist offiziell zweisprachig, die anderen Provinzen überwiegend anglophon.

Als Muttersprache geben 58% der Kanadier Englisch an, 22% Französisch, 0,3% bilingual sowie 20% der Bevölkerung eine andere Muttersprache. Die Stämme der Urbevölkerung werden als First Nations bezeichnet, davon gibt es 617 mit knapp über 900.000.

Kanada hat das metrische System übernommen, Geschwindigkeit und Entfernung werden darin gemessen. Maße im Bauwesen und Größe werden aber immer noch in Fuß und Zoll gemessen. Flüssigkeiten werden teilweise noch in Flüssigunzen gemessen, zum Beispiel bei Alkoholika. Die Stromspannung beläuft sich auf 110 Volt, 60 Hz, Wechselstrom, die Flachstecker sind gleich wie in den USA.

Sicherheit

Kanada ist ein extrem sicheres Land, die Kriminalitätsrate ist niedrig. Wie in allen Ländern, sollte man in größeren Städten gewisse Stadtteile in der Nacht meiden, Rassenkonflikte sind in Kanada nahezu unbekannt. 

Im Winter kann es bei Schlechtwetter und Schneefall zu Verzögerungen im Flugverkehr und Behinderungen im Verkehr kommen. Polizei, Rettung und Feuerwehr sind über die einheitliche Notrufnummer 911 erreichbar. 

Die Notrufnummer der österreichischen Botschaft in Ottawa lautet +1 613 789 1444. Konsularische Hilfestellungen bieten neben der Botschaft in Ottawa und dem Generalkonsulat in Toronto (gleichzeitig das AußenwirtschaftsCenter Toronto) auch Honorargeneralkonsulate und Honorarkonsulate in Vancouver, Calgary, Winnipeg, Montreal, Regina und Halifax.

Weitere Sicherheitsinformationen zu Kanada finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres.

Die Wirtschaftskammer Österreich übernimmt keine Gewähr bzw. Haftung für die Vollständigkeit der Reiseinformationen sowie gegebenenfalls daraus resultierende Schäden.

Hotels und Restaurants

Die österreichischen Wirtschaftsdelegierten kennen die lokale Wirtschaft. - In jeder Hinsicht!

Vom Lokal um die Ecke für den Business-Lunch bis hin zum Fünf-Sterne-Restaurant für Ihren Vertragsabschluss: Hier finden Sie Restaurant- und Hoteltipps für jede Gelegenheit.

Restaurant- und Hotelempfehlungen finden Sie darüber hinaus im Länderreport Kanada.

Restaurants

Die Restaurantszene in Kanada profitiert von der Vielfalt der Bevölkerung und ihrer Kulinarik aus aller Welt. Schlägt man die Speisekarte auf, so finden sich darin die Nettopreise ohne Steuern. Diese kann von Provinz zu Provinz unterschiedlich sein und beläuft sich im Schnitt auf circa 13 Prozent. Auch die Bedienung ist in den Hotel- und Restaurantrechnungen in der Regel nicht inbegriffen. Im Allgemeinen fügt man mindestens 15 Prozent zum Rechnungsbetrag hinzu. Bei größeren Gruppen wird das Trinkgeld oft bereits auf der Rechnung ausgewiesen, dann werden mindestens 18 Prozent auf den Rechnungsbetrag aufgeschlagen.

Wer in Toronto das Exklusive sucht, wird wohl in einem der Restaurants der Top-Hotels, exemplarisch sei das Restaurant Bosk im Shangri-La Hotel genannt, fündig. Die preisliche Mitte für Freunde der italienischen Küche findet sich gegenüber vom Hotel Chelsea im kleinen Restaurant Frascati. Als preisgünstiges Restaurant für einen ausgefallenen Lunch ist das Restaurant Richmond Station zu empfehlen. Hinter dem unscheinbaren Eingang eröffnet sich ein trendiges Restaurant mit loftartiger Bar im Erdgeschoss und einem intimen (etwas dunklen) Obergeschoss mit Blick in die Küche.

In Montreal ist natürlich die französisch-beeinflusste Küche tonangebend, wer das Exklusive sucht, wird im Maison Boulud fündig. Ein nettes Restaurant an der Rue Metcalfe ist die Taverne Dominion Square, etwas rustikal ausgestattet, mit preiswerten Mittagsmenüs. Wer bodenständiges und dabei preiswertes sucht, ist in der Brasserie T! auf der Place des Artes gut aufgehoben.

Im Westen des Landes hat sich eine kleine Restaurantkette, die Cactus Club Cafes etabliert, die vor allem in British Columbia und zu finden sind. Besonders die Restaurants in Vancouver sind spektakulär gelegen, das Essen ist gut und die Preise für Ambiente und Bedienung angemessen.

Hotels

In den Großstädten Kanadas finden sich praktisch alle renommierten Hotelketten: Das Preisniveau ist höher als in Österreich; zu den veröffentlichten Nettopreisen kommt das Äquivalent der Mehrwertsteuer sowie diverse Gemeindeabgaben hinzu. So kommen schnell 20-25 Prozent Zuschlag zusammen. Zur Hochsaison können die Preise um bis zu 100 Prozent höher sein als in der Nebensaison.

Viele Hotels bieten die Zimmer unter dem sogenannten European Plan an. Das heißt, dass das Frühstück nicht inkludiert ist und dafür nochmals 15-25 CAD einzukalkulieren sind. Einige Hotelketten bieten ein Complimentary Breakfast an, also ein meist sehr eingeschränktes Gratisfrühstück. Wer preiswerte Alternativen sucht, findet beispielsweise bei der kanadischen Kaffeehauskette Tim Hortons eine Auswahl an sehr günstigen Frühstücksangeboten.

Eines der ältesten und traditionsreichsten Hotels in Toronto ist das Fairmont Royal York direkt gegenüber der Union Station im Stadtzentrum. Etwas nördlich von Downtown liegt das Hotel Chelsea, das größte Hotel in Toronto mit österreichischem Direktor und Buchungsmöglichkeit über das AußenwirtschaftsCenter Toronto. Für preisbewusste Reisende ist das Bond Place Hotel neben dem Yonge Dundas Square, ebenfalls mitten in der Stadt, geeignet. In den Vororten gibt es natürlich unzählige Outlets von Hotelketten, die besonders dann zu empfehlen sind, wenn Geschäftstermine im Umkreis von Toronto zu absolvieren sind.

In Montreal verhält es sich ähnlich: Im Stadtzentrum ist das Hotel Le St-Martin mit spektakulärem Swimmingpool am Dach zu empfehlen, weiters das Hotel OMNI Mont-Royal an der Rue Sherbrooke und für Geschäftsreisende mit eigenem Fahrzeug das Hyatt Regency Hotel, direkt im Complex Desjardins mit großer Tiefgarage, Einkaufsmöglichkeiten, unweit des Place des Arts.

Dos and Don‘ts

Damit Sie sich weltweit sicher auf dem Parkett bewegen, hat unser AußenwirtschaftsCenter einige Hinweise zu lokalen Gepflogenheiten im Geschäftsverkehr für Sie vorbereitet. Toleranz und Höflichkeit sind die Eckpfeiler der kanadischen Gesellschaft. Das Wort Sorry wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit ausgesprochen. Geduld scheint ebenso zu den Tugenden zu gehören, besonders beim Schlange stehen; Vordrängen ist verpönt.

Hektik und Ungeduld verspürt man, wenn überhaupt, nur in den Großstädten, besonders im Verkehr. Kanadier sind sehr locker und es ist durchaus üblich, sich per Vorname anzureden.

Kanadier legen ebenfalls großen Wert auf Political Correctness. Große Vorsicht ist daher bei unüberlegten Bemerkungen über Frauen, Ethnien oder Menschen mit Behinderungen geboten.

Bei Restaurantbesuchen wartet man am Eingang, bis vom Personal ein Tisch zugewiesen wird. Auch im englischsprachigen Kanada wünscht man sich vor der Mahlzeit bon appétit. Die puritanische Vergangenheit Kanadas ist manchmal spürbar: So ist beispielsweise Alkoholkonsum im Freien verboten, der Zutritt zur Hotelsauna meist nur in Badebekleidung erlaubt und es gibt eine strikte Sperrstundenordnung.

Die rigorose Einhaltung von Rauchverboten (in Bürogebäuden, Lokalen, usw.) ist zu beachten; heutzutage ist Rauchen auch bei Privateinladungen unerwünscht. Es besteht kaum Gefahr, von den korrekten Kanadierinnen und Kanadiern übervorteilt zu werden. Bei Taxis darf man nicht erwarten, dass die Adresse auf Anhieb bekannt ist: Fragen Sie daher bei Terminvereinbarungen möglichst immer nach der nächstgelegenen Hauptkreuzung (major intersection). 

In der Provinz Québec ist es zumindest ein Akt der Höflichkeit, eine Konversation auf Französisch zu beginnen. Fast alle Québécois sprechen sehr gutes Englisch, da sie wissen, dass ihr Dialekt im französischen auch für Frankophile mitunter eine Herausforderung sein kann.

Die Straßen und Gehsteige werden in den Wintermonaten gesalzen und der salzige Schneematsch bleibt an den Schuhen kleben. Besonders bei privaten Einladungen ist es daher angebracht, ein zweites Paar Schuhe mitzuführen, um die Wohnung der Gastgeber nicht unnötig zu verschmutzen.

Mehr interkulturelles Know-how bietet unser Buch "Dos and Don‘ts", das Sie im Webshop der WKÖ finden.