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Recht und Steuern in Nigeria

Das AußenwirtschaftsCenter Lagos weiß über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und berät Sie gerne

Allgemeine Informationen

Andere Länder, andere Sitten: Die Rechts- und Steuersysteme unserer Handelspartner weichen oft sehr stark von dem ab, was uns aus Österreich bekannt ist. Bei Export, Import und Firmengründung müssen lokale Gesetze aber jedenfalls beachtet werden. Damit Sie nicht in teure Verfahren verwickelt werden, gilt: Besser vorher abklären, was die Spielregeln sind.

Unsere AußenwirtschaftsCenter haben ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, die Sie Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung stellen. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.

Das AußenwirtschaftsCenter Lagos hilft Ihnen in Rechts- und Steuerfragen in Nigeria weiter. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wie erkenne ich eine betrügerische Geschäftsanfrage?

Seit mehr als 20 Jahren werden aus Nigeria Briefe, Faxe sowie vor allem E-Mails betrügerischen Inhalts versendet. Meist handelt es sich dabei um vermeintlich lukrative Geschäftsangebote oder Versprechungen, an großen Geldbeträgen teilhaben zu können. Häufig werden auch fiktive Großaufträge angeboten. Diese Betrugsart wird nach dem einschlägigen Paragraphen des nigerianischen Strafgesetzbuches auch als „419“ („four-one-nine“) bezeichnet. Die häufigste Form aller Kontaktversuche ist per E-Mail, welche in der Regel zunächst so allgemein wie möglich gehalten werden, da es sich zumeist um Massenmails handelt.

  • Die Schreiben erreichen die empfangenden Personen in aller Regel ohne jeglichen Vorkontakt, gewissermaßen aus heiterem Himmel.
  • Die Schreiben sind häufig als „strictly confidential“ beziehungsweise. „very urgent“ gekennzeichnet und enthalten oft auch den Hinweis „100% no risk.“
  • Als verfassende Personen/involvierte Institutionen werden häufig in Westafrika allgemein bekannte politische Personen, Regierungsmitglieder, Zentralbank Gouverneurinnen und Gouverneure, Direktorinnen und Direktoren der Zentralbank sowie der staatlichen Ölgesellschaft NNPC., renommierte Anwaltskanzleien, Mitglieder von bekannten „Committees“, „Commissions“ und „Panels“, etc. missbraucht (beispielsweise ECOWAS Procurement Commission, Niger Delta Development Commission etc.).
  • Die in den Schreiben verwendeten Briefköpfe offizieller westafrikanischer Stellen sind ohne Ausnahme gefälscht.
  • Die Absender tragen häufig die Titel „Dr.“, „Prince“, „Chief“ und „Barrister“, um den Eindruck von Seriosität zu vermitteln.
  • Häufig sind die E-Mails in fehlerhaftem Englisch geschrieben. Texte in einem recht guten Englisch erscheinen dagegen übertrieben höflich.
  • E-Mails von Firmen und Personen aus frankophonen westafrikanischen Ländern (beispielsweise Benin, Togo, Kamerun) sind in englischer Sprache verfasst.

Das AußenwirtschaftsCenter Lagos steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Importverfahren

Das Importverfahren in Nigeria verläuft wie folgt:

  • Das nigerianische Importunternehmen reicht die elektronische Form M und andere benötigte Dokumente bei seiner Bank ein. Für die Importabwicklung ist ein Online-Tool vorgesehen, das Nigeria Single Window for Trade.
  • Die von der Bank vorakzeptierte Form M wird an den Nigeria Customs Service (NCS) weitergeleitet.
  • Nach Evaluierung der Unterlagen weist die Zentralbank (Central Bank of Nigeria – CBN) in Kooperation mit dem Handelsministerium den NCS an, den pre-arrival assessment report (PAAR) auszustellen.
  • Bei Ablehnung kommt die Form M zurück zur Bank.
  • Bei Akzept wird die Form M validiert und die Bank entsprechend verständigt. Die Form M ist sechs Monate gültig, für Kapitalgüter zwölf Monate mit der Möglichkeit zur Verlängerung um weitere zwölf Monate.
  • Versand der Ware: Achtung! Das Versanddatum der Ware in den Dokumenten darf nicht vor dem Annahmedatum der Form M durch den NCS bzw. vor dem Eröffnungsdatum des Akkreditivs (L/C) liegen. Andernfalls ist das Importunternehmen nicht befugt, Devisen zum offiziellen Kurs zu kaufen.
  • Das österreichische Exportunternehmen präsentiert die Dokumente seiner Bank.
  • Weiterleitung der Dokumente von der Korrespondenzbank an die Bank des Importunternehmens.
  • Die Zollabfertigung/Verzollung wird durchgeführt.

Achtung: Bei Kleinsendungen bis zu etwa 50 kg, welche über im Nigeria-Geschäft erfahrene Kurier- bzw. Speditionsfirmen nach Nigeria transportiert werden, ist in der Praxis meist eine raschere, vereinfachte und günstigere Zollabfertigung möglich. Dies kann erhöhte Aufwendungen für den Luftfrachtversand teilweise wettmachen.

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Notwendige Begleitpapiere für das Importverfahren

Das Importunternehmen muss bei einer lokalen Bank die elektronische Form M (Einfuhrantrag) eröffnen um das Importverfahren zu beginnen. Hierzu benötigt es vom Exportunternehmen eine detaillierte Pro-Forma Rechnung, die eine genaue Beschreibung der Waren enthält. Abhängig von der Art der Waren ist eine Zertifizierung (SONCAP Zertifikat, NAFDAC Zertifikat, phytosanitäres Zertifikat für Holzprodukte und –verpackungen usw.) erforderlich.

NAFDAC Zertifikat: Der Import und Vertrieb von Lebensmitteln, Getränken, Kosmetika, Chemikalien, Pharmazeutika und medizinischen Geräten setzt die vorherige Registrierung der Produkte bei der National Agency for Food and Drug Administration and Control (NAFDAC) voraus. Die NAFDAC Registrierung muss vom Importunternehmen durchgeführt werden. Die Registrierung gilt in der Regel für fünf Jahre und muss anschließend erneuert werden. Für die NAFDAC Registrierung ist meist eine physische Inspektion der Produktionsstätte durch eine NAFDAC Kommission erforderlich. Importierte Rohstoffe für die Produktion (z. B. von Lebensmitteln) müssen in der Regel nicht bei NAFDAC registriert werden.

SONCAP Zertifikat: Das SONCAP Zertifikat soll sicherstellen, dass importierte Waren den nigerianischen Industriestandards entsprechen und ist grundsätzlich für alle Produkte erforderlich, sofern diese kein NAFDAC Zertifikat benötigen. Ausgenommen sind militärische Güter, gebrauchte Güter (außer Gebrauchtfahrzeuge) sowie Maschinen und Ersatzteile für Importunternehmen, die die Maschinen für die eigene Produktion verwenden. In diesem Fall kann das Importunternehmen um eine Einfuhrgenehmigung („import permit“) bei der Standards Organization of Nigeria (SON www.soncap.com) ansuchen. Das SONCAP Verfahren muss vom Exportunternehmen normalerweise vor dem Versand bei dem für sein Land zuständigen Inspektionsbüro eingeleitet werden.

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Handelsabkommen

Am 12. Dezember 2014 wurde das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreement, EPA) der EU mit den Ländern Westafrikas (Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kap Verde, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Togo) unterzeichnet.

Doppelbesteuerungsabkommen – Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen

Damit Ihre Marktbearbeitung in Nigeria problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Lagos anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Nigeria

Das AußenwirtschaftsCenter Lagos berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Nigeria haben.