th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Recht und Steuern in Algerien

Das AußenwirtschaftsCenter Algier weiß über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und berät Sie gerne

Allgemeine Informationen 

Andere Länder, andere Sitten: Die Rechts- und Steuersysteme unserer Handelspartner weichen oft sehr stark von dem ab, was uns aus Österreich bekannt ist. Bei Export, Import und Firmengründung müssen lokale Gesetze aber jedenfalls beachtet werden. Damit Sie nicht in teure Verfahren verwickelt werden, gilt: Besser vorher abklären, was die Spielregeln sind. 

Unsere AußenwirtschaftsCenter haben ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, die Sie Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung stellen. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.  

Das AußenwirtschaftsCenter Algier hilft Ihnen in Rechts- und Steuerfragen in Algerien weiter. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Wie kann die Doppelbesteuerung vermieden werden? 

Im Sinne des Doppelbesteuerungsabkommens wäre es unter Vorbehalt möglich, die Quellensteuer von 24 Prozent auf den Geschäftsumsatz zu vermeiden. Dies setzt jedoch voraus, dass die österreichische Firma einen Nachweis des österreichischen Finanzamts über die in Österreich ordnungsgemäß abgeführten Steuern erbringt (übersetzt und beglaubigt). Dieser Antrag auf Befreiung von der Quellensteuer muss bei der algerischen zuständigen Steuerverwaltung oder bei der Generaldirektion der Großunternehmen im Finanzministerium erfolgen. Eine solche Steuerbefreiung kann erfahrungsgemäß bis zu zwei Monate dauern. Die Unterstützung des Antrags durch eine spezialisierte Steuerberatung ist notwendig und kostet ca. 2.000 Euro.

Alternativ zur obigen Quellensteuer kann die österreichische Firma unter dem normalen Steuerregime (Régime commun) tätig und auf der Basis des steuerlichen Ergebnisses analog eines algerischen Unternehmens besteuert werden. 

In diesem Fall hat die österreichische ständige Betriebsstätte eine detaillierte Buchhaltung zu führen und folgende Steuern beziehungsweise Abgaben abzuführen: 

  • Domizilierungsgebühr von drei Prozent auf den Umsatz;
  • Steuer auf die gewerbliche Tätigkeit (TAP) von zwei Prozent auf den Geschäftsumsatz;
  • Mehrwertsteuer (TVA) von 17 Prozent: diese wird zurückerstattet oder kann auf Antrag beim Kauf von Gütern und Dienstleistungen vermieden werden;
  • Einkommenssteuer (IRG) auf Personeneinkommen;
  • Gewinnsteuer (IBS) von 25 Prozent für gewerbliche und Handelsfirmen und von 19 Prozent für Industrie- und Produktionsunternehmen.  

Zur Vermeidung der Doppelbesteuerung der IBS kann ein Nachweis über die in Österreich entrichtete Körperschaftssteuer bei der algerischen zuständigen Steuerverwaltung eingebracht werden, um von dieser Steuer in Algerien eventuell befreit zu werden. Die entsprechende Befreiung muss aber vor der Zahlung der Steuer beantragt werden. 

Das AußenwirtschaftsCenter Algier steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Transfer von Gehältern 

Der Transfer von Gehältern ausländischer Arbeitskräfte in Algerien wird in der Verordnung Nr.02-98 von Mai 1998 der algerischen Zentralbank geregelt und ist teilweise bis 90 Prozent in Euro möglich. Der Devisenanteil des Gehalts wird im Arbeitsvertrag im Einvernehmen zwischen dem Unternehmen und der Arbeitskraft festgelegt. Sobald ausländische Arbeitskräfte beim algerischen zuständigen Arbeitsamt gemeldet sind und einen Arbeitsvertrag abgeschlossen haben, müssen diese folgende Schritte bezüglich des Banktransfers erledigen. 

Nachdem der Arbeitsvertrag vom zuständigen Arbeitsamt anerkannt wird, nimmt die ausländische Arbeitskraft die Domizilierung des transferierbaren Anteils ihres Gehalts bei der algerischen Bank vor. Die Domizilierung erfolgt in Algerischem Dinar nach der Formel: Transferierbares Monatsgehalt mal Anstellungsmonate und gilt für die Anstellungsdauer. Eine Bankgebühr wird bei der Domizilierung entrichtet. 

Ausländische Arbeitskräfte in Algerien können einen Teil des Gehalts ins Ausland transferieren. Die transferierbare Summe wird zwischen dem Unternehmen und dem Personal festgelegt. Theoretisch, und je nach Toleranz der algerischen Banken, werden zwischen 80 und 90 Prozent des Nettogehalts ins Ausland überwiesen. Ausnahmsweise werden Gehälter von ausländischen Arbeitskräften bis zu 99 Prozent transferiert, die im Süden Algeriens in sogenannten Camps (Base de vie) leben und über eine komplette Betreuung vom Arbeitgeber verfügen. Die ausländische Arbeitskraft muss bei der algerischen Zentralbank einen Sonderantrag zur Überweisung des Gehalts einreichen.  

Das AußenwirtschaftsCenter Algier steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Devisenrecht in Algerien 

Kapital- und Gewinntransfer bei Investitionen ausländischer Firmen oder im Projektgeschäft sind grundsätzlich möglich und bedürfen einer formellen Genehmigung durch die Zentralbank. Voraussetzung bei Projekten ist, dass Sie eine (teilweise) Zahlung in Devisen vereinbart haben. In der Praxis kommt es beim Transfer ins Ausland zu groben Verzögerungen. Prüfen Sie, an welcher Stelle und warum die Genehmigung „hängt“ – das AußenwirtschaftsCenter Algier kann Ihnen dabei behilflich sein. 

Ausländische Unternehmen können sowohl Konten in lokaler Währung als auch sogenannte CEDAC-Konten und Devisenkonten einrichten. Viele algerische Firmen verfügen über ein Devisenkontingent oder über ein eigenes Devisenkonto. Bei öffentlichen Ausschreibungen wird bereits bei Vertragsabschluss festgelegt, wie viel Prozent des Vertragswertes in Devisen und wie viel in algerischen Dinar bezahlt werden. Ein Ausführen von Devisen, die den zuvor bestimmten Betrag übersteigen, ist nicht möglich – eine zusätzliche Konvertierung von Devisen in Dinar jedoch schon. 

Seit 15. März muss die algerische Kundschaft ihre Importe bei der Hausbank elektronisch vorerfassen. Diese Instruktion wurde am 14. März von der algerischen Zentralbank (Banque d’Algérie) bekanntgegeben. Die Vorerfassung der Importe bei der Hausbank (Domizilierung genannt) anhand der Pro-Forma-Rechnung bestand bereits. Hinzu kommt nun eine elektronische Vorerfassung der Daten des geplanten Imports. 

Diese Daten stehen sodann dem Zoll- sowie Finanzamt zur Verfügung, die innerhalb einer Zwei-Tages-Frist Einsprüche gegen den geplanten Import einlegen können. Sofern keine Einsprüche bestehen, hat das Importunternehmen die physischen Dokumente seiner Hausbank vorzulegen, die neben Importlizenz und Importgenehmigung gegebenenfalls auch das Vorliegen einer Genehmigung im Rahmen der Importkontingente prüft. Erst dann wird das Dokumentenakkreditiv bzw. Dokumenteninkasso eröffnet und der ausländische Verkaufsbetrieb kann liefern. 

Das AußenwirtschaftsCenter Algier steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Handelsabkommen 

Das Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation zwischen der EU und Algerien bildet den Rahmen für die Handelsbeziehungen und ist seit 1. September 2005 in Kraft.  

Doppelbesteuerungsabkommen – Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.  

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Algerien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Algier anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Algerien.  

Das AußenwirtschaftsCenter Algier berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Algerien haben.