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Recht und Steuern in China

Unsere AußenwirtschaftsCenter in China wissen über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und beraten Sie gerne

Allgemeine Informationen 

Andere Länder, andere Sitten: Die Rechts- und Steuersysteme unserer Handelspartner weichen oft sehr stark von dem ab, was uns aus Österreich bekannt ist. Bei Export, Import und Firmengründung müssen lokale Gesetze aber jedenfalls beachtet werden. Damit Sie nicht in teure Verfahren verwickelt werden, gilt: Besser vorher abklären, was die Spielregeln sind. 

Unsere AußenwirtschaftsCenter haben ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, die Sie Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung stellen. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.

Unsere AußenwirtschaftsCenter in Peking, Guangzhou, Hongkong und Shanghai helfen Ihnen in Rechts- und Steuerfragen in China weiter. Melden Sie sich bei uns!

Doppelbesteuerungsabkommen – Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Umsatzsteuer bei Dienstleistungen 

Dienstleistungen sind in China grundsätzlich steuerpflichtig, wenn die leistungsempfangende Person oder die leistungserbringende Person den Sitz in China hat. Hierbei fällt in der Regel eine Mehrwertsteuer (Value Added Tax, VAT) an. Die Höhe der VAT ist abhängig von der Art der Dienstleistung und liegt in der Regel bei 6-10%. Der Standard-Mehrwertsteuersatz (Verkauf von Waren / Einfuhrumsatzsteuer) liegt bei 13%.

Darüber hinaus müssen ausländische Unternehmen ohne Betriebsstätte in China ihre Einnahmen aus chinesischen Quellen, insbesondere Einnahmen aus der Erbringung von Dienstleistungen, in China versteuern. Der Steuersatz für die Quellensteuer beträgt 20%, allerdings verringern Doppelbesteuerungsabkommen den Steuersatz in den meisten Fällen auf 10%. Die Quellensteuer ist von der auszahlenden Organisation in China einzubehalten und abzuführen („Withholding Agent“).

Bei ausländischen Unternehmen ohne Firmensitz in China ist die chinesische leistungsempfangende Person verpflichtet, die anfallenden Steuern in China einzubehalten und abzuführen. Dieser Betrag muss auf der Rechnung aus Österreich grundsätzlich nicht gesondert ausgewiesen werden. Im Vertrag sollte jedoch genau festgehalten werden, welche der Parteien die Steuer abführt und wer die Steuer tatsächlich bezahlt / trägt. Der Steuerbeleg der chinesischen Behörden (Fapiao), die die chinesische Kundschaft erhält, kann zum Nachweis verwendet werden, dass die Steuer abgeführt worden ist.

Das AußenwirtschaftsCenter Peking steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Entsendung von Arbeitskräften 

Die Einreise für kurzfristige Geschäftsreisen sowie für Montagearbeiten (inkl. Wartungsarbeiten, Tests, Inspektionen, Training) kann bei einem Aufenthalt von 30 Tagen (verlängerbar auf bis zu 90 Tage) in der Regel mit einem Geschäftsvisum (M-Visum) erfolgen. Bei anderweitigen kurzfristigen Arbeitsaufenthalten (z.B. Arbeit für eine chinesische Partnerfirma) sowie generell bei Arbeitsaufenthalten über 90 Tagen ist normalerweise ein Arbeitsvisum (Z-Visum) notwendig. Die Entscheidung über die benötigte Visumsart trifft die jeweils zuständige chinesische Botschaft.

Auf Basis des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen China und Österreich sind zur Montage entsandte Mitarbeiter erst ab einem Aufenthalt von mehr als 183 Tagen pro Jahr in China einkommenssteuerpflichtig (nur mit dem Teil ihres Einkommens, der für die Tätigkeit in China gezahlt wird), sofern die Gehaltszahlung von einem Arbeitgeber außerhalb Chinas erfolgt. Ausländer, bei denen das Einkommen von einem chinesischen Arbeitgeber oder einer Betriebsstätte eines ausländischen Arbeitgebers in China getragen wird, sind ab dem ersten Tag steuerpflichtig.

Nach §3 Abs. 2 des österreichischen ASVG gelten österreichische Arbeitnehmer auch bei Entsendung weiterhin als österreichische Arbeitnehmer, sofern die Entsendung nicht länger als fünf Jahre dauert, und können daher weiterhin von der österreichischen Sozialversicherung erfasst werden. Längere Entsendungszeiten müssen beantragt werden. Da kein Sozialversicherungsabkommen zwischen China und Österreich besteht, unterliegen entsandte Arbeitnehmer praktisch gleichzeitig auch der chinesischen Sozialversicherung. Diese wurde im Oktober 2011 erstmals mit den „Measures for Social Insurance Participation by Foreigners Employed in China“ auf ausländische Arbeitnehmer ausgeweitet. Es werden Beiträge für die Rentenversicherung, Krankenversicherung, Mutterschutz, betriebsbedingte Krankheit und Arbeitslosigkeit erhoben.

Das AußenwirtschaftsCenter Peking steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in China problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Peking anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in den Länderreports China und Hongkong

Die AußenwirtschaftsCenter in Peking, Guangzhou, Hongkong und Shanghai beraten Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu China haben.