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Recht und Steuern in Indonesien

Das AußenwirtschaftsCenter Jakarta weiß über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und berät Sie gerne

Allgemeine Informationen 

Andere Länder, andere Sitten: Die Rechts- und Steuersysteme unserer Handelspartner weichen oft sehr stark von dem ab, was uns aus Österreich bekannt ist. Bei Export, Import und Firmengründung müssen lokale Gesetze aber jedenfalls beachtet werden. Damit Sie nicht in teure Verfahren verwickelt werden, gilt: Besser vorher abklären, was die Spielregeln sind. 

Unsere AußenwirtschaftsCenter haben ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, die Sie Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung stellen. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.  

Das AußenwirtschaftsCenter Jakarta hilft Ihnen in Rechts- und Steuerfragen in Indonesien weiter. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Steuern 

Die steuerlichen Vorschriften in Indonesien sind komplex und ändern sich häufig. Neben Steuergesetzen, Verordnungen und Erlässen gibt es zahlreiche Rundschreiben der Steuerbehörden, die die Rechtsvorschriften erläutern und Erklärungen zu Spezialfällen liefern. In Fragen des Steuerrechts sollte deshalb unbedingt eine erfahrene Steuerberatung eingeschaltet werden.  

Die Körperschaftssteuer beträgt für indonesische Unternehmen 25%, wobei allerdings für Kleinunternehmen reduzierte Steuersätze zur Anwendung kommen. Bei der Einfuhr von Gütern erheben die Finanzbehörden von den registrierten Importunternehmen eine Einkommensteuer in der Höhe von 2,5% des CIF-Wertes inklusive Zoll der importierten Waren. Der Mehrwertsteuersatz beträgt allgemein 10%. Die Bemessungsgrundlage im Falle eines Warenimports ist der CIF-Wert inklusive Zoll. Es gibt die Möglichkeit eines Vorsteuerabzugs, d. h. jene Mehrwertsteuer, die ein Unternehmen für den Wert von Waren und Dienstleistungen aufzuwenden hat, kann es gegen jene Mehrwertsteuer verrechnen, die es den Arbeitskräften seiner Waren und Dienstleistungen in Rechnung stellt. Eine Verkaufssteuer auf Luxusgüter (Luxussteuer) wird auf bestimmte Waren, die als Luxusgüter gelten (beispielsweise Kraftfahrzeuge, diverse elektronische Güter, Konsumgüter) erhoben.  

Die Einkommenssteuer für natürliche Personen in Indonesien ist progressiv, startet bei 5 % und hat derzeit einen Spitzensteuersatz von 30%. Die Einkommensteuer für natürliche Personen betrifft diejenigen, die einen Wohnsitz in Indonesien haben, die sich innerhalb von zwölf Monaten länger als 183 Tage in Indonesien aufhalten oder die sich zwar nicht länger als 183 Tage in einem Zeitraum von zwölf Monaten in Indonesien aufhalten, aber die Begründung eines Wohnsitzes in Indonesien beabsichtigen (Ansässiger bereits zum Zeitpunkt der Einreise). 

Das AußenwirtschaftsCenter Jakarta steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Rechtliche Rahmenbedingungen 

Aufgrund der komplexen und unübersichtlichen und oftmals inkonsistenten Rechtsnormen sowie einem komplizierten Instanzenzug sind Gerichtsverfahren zumeist langwierig und teuer. Darüber hinaus ist der Prozessausgang häufig ungewiss und Urteile sind oft nur schwer vollstreckbar. Allgemein kann eine gerichtliche Rechtsverfolgung von Streitfällen nur sehr bedingt angeraten werden. Vor allem in Wirtschaftsfragen führt eine außergerichtliche Einigung in der Regel eher zum Erfolg.  

Der Abschluss eines Vertretungsvertrages unterliegt grundsätzlich der Vertragsfreiheit mit einigen zwingenden Vertragselementen (beispielsweise indonesische Sprache). In der Regel benötigt die indonesische Vertretung eine durch die indonesische Botschaft in Wien überbeglaubigte offizielle Bestätigung des Vertretungsverhältnisses.  

Eine ausländische Direktinvestition in Indonesien kann nur in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (PT, Perseroan Terbatas) vorgenommen werden.

Der Aufbau einer indonesischen Gesellschaft mit beschränkter Haftung gleicht der einer österreichischen GmbH. Die PT hat eigene Rechtspersönlichkeit, die Gesellschafterinnen und Gesellschafter haften nicht persönlich im Namen der Gesellschaft. 

In Indonesien sind Verletzungen der geistigen Eigentumsrechte, insbesondere des Marken- und Urheberrechts, häufig und es ist entsprechend Vorsorge zu treffen. Es gibt in Indonesien keine mit Österreich vergleichbaren gewerberechtlichen Vorschriften, allerdings muss jedes Unternehmen eine Geschäftslizenz beantragen.  

Das AußenwirtschaftsCenter Jakarta steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Zoll und Außenhandelsregime 

Die Wareneinfuhr nach Indonesien ist ein komplexes Thema und es sind üblicherweise spezielle Importlizenzen oder Produktregistrierungen erforderlich und oft gibt es auch Importquoten. Indonesien gehört der ASEAN–Freihandelszone an, deren Ziel u. a. die Absenkung der Zollschranken zwischen den Mitgliedsländern ist. Indonesien ist auch Mitglied der WTO und wendet somit das Harmonisierte System des Zolltarifs an. Zölle werden aufgrund des CIF-Wertes bzw. CFR-Wertes, des spezifischen Nettogewichts oder des Volumens ermittelt. 

Wegen des feuchtwarmen Klimas ist eine stabile, wasserdichte und nicht rostanfällige Verpackung zu empfehlen, für Holzverpackungen gelten phytosanitäre Bestimmungen. Auf Endverbrauchsverpackungen müssen Verbrauchsangaben in indonesischer Sprache angebracht werden. In der Regel erfolgt dies durch vom Importunternehmen angebrachte Etiketten. Für die Einfuhr von Waren sind üblicherweise folgende Dokumente nötig: 

  • Bill of lading
  • Cargo release order (SPPB)
  • Commercial invoice
  • Customs import declaration (PIB)
  • Insurance documentation
  • Packing list
  • Proof of payments of Customs, Excise and Taxation (SSPCP)
  • Terminal handling receipts

Die Sprache der Dokumente ist (noch) nicht gesetzlich geregelt, ebenso die Anzahl der beizulegenden Handelsrechnungen. Für die Durchführung der Verzollung sind sowohl das Speditionsunternehmen als auch das indonesische Importunternehmen verantwortlich und es ist empfehlenswert, vor Versand mit dem empfangenden Unternehmen die aktuell benötigten Dokumente abzustimmen um Probleme bei der Einfuhr zu verhindern! 

Indonesien ist seit 15. Mai 2015 das 75. Mitglied der Haftungskette zum Carnet ATA und akzeptiert seither Carnets auf Basis der Istanbul-Konvention für folgende Verwendungszwecke: 

  • B.1 – Messen und Ausstellungen
  • B.2 – Berufsausrüstung
  • B.5 – Waren für den Unterricht, für wissenschaftliche oder kulturelle Zwecke
  • B.6 – Persönliche Gebrauchsgegenstände und zu Sportzwecken eingeführte Waren
  • B.9 – Waren für humanitäre Zwecke  

Das AußenwirtschaftsCenter Jakarta steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Handelsabkommen 

Zur weiteren Vertiefung der Handelsbeziehungen hat die EU am 18. Juli 2016 Verhandlungen mit Indonesien über ein Freihandelsabkommen begonnen.  

Doppelbesteuerungsabkommen – Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.  

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Indonesien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Jakarta anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Indonesien.

Das AußenwirtschaftsCenter Jakarta berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Indonesien haben.