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Recht und Steuern in Spanien

Unsere AußenwirtschaftsCenter in Spanien wissen über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und beraten Sie gerne

Allgemeine Informationen 

Andere Länder, andere Sitten: Die Rechts- und Steuersysteme unserer Handelspartner weichen oft sehr stark von dem ab, was uns aus Österreich bekannt ist. Bei Export, Import und Firmengründung müssen lokale Gesetze aber jedenfalls beachtet werden. Damit Sie nicht in teure Verfahren verwickelt werden, gilt: Besser vorher abklären, was die Spielregeln sind. 

Unsere AußenwirtschaftsCenter haben ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, die Sie Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung stellen. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.

Die AußenwirtschaftsCenter in Madrid und Barcelona helfen Ihnen in Rechts- und Steuerfragen in Spanien weiter. Melden Sie sich bei uns!

Immobilienrecht in Spanien

Viele träumen von einem Häuschen am Meer, einer Wohnung im Süden – aber wie sieht es beim Immobilienkauf in Spanien in der Praxis aus? Ist das Mieten von Wohnungen in Spanien einfach? Wo kann nach geeigneten Häusern gesucht werden? Zu guter Letzt – wie kann ich meinen Traum finanzieren?

Welche Punkte beim Erwerb einer Immobilie oder eines Grundstücks in Spanien zu beachten sind und welche rechtlichen Aspekte beim Erben eine Rolle spielen – all diese Informationen finden Sie in übersichtlicher Form in unserem Fachreport zum spanischen Immobilienrecht sowie direkt beim AußenwirtschaftsCenter Madrid: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Reverse Charge System 

Wenn österreichische Unternehmen ohne spanischen Firmensitz Dienstleistungen für Unternehmen in Spanien erbringen, kommt das Reverse Charge System zur Anwendung. Rechnungen müssen speziell gekennzeichnet werden. Die spanische Kundschaft muss jedoch eine spanische Steuernummer haben und vorsteuerberechtigt sein. Außerdem muss sie für innergemeinschaftliche Lieferungen (NIF-IVA) und Leistungen registriert sein. Wenn dies nicht der Fall ist, oder die Kundschaft als Privatperson handelt, muss sich das österreichische Unternehmen eine spanische Steuernummer für Firmen ohne Betriebssitz in Spanien besorgen, der spanischen Kundschaft die spanische Umsatzsteuer verrechnen und diese dann an das spanische Finanzamt abführen.

Das AußenwirtschaftsCenter Madrid steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Steuern und Zölle: Kanarische Inseln, Ceuta und Melilla 

Die Kanarischen Inseln, Ceuta und Melilla sind steuer- und zollrechtliche Sondergebiete innerhalb der Europäischen Union. 

Kanarische Inseln: Die Inselgruppe zählt zur europäischen Zollunion, nicht aber zum Steuergebiet der EU. Daher sind innergemeinschaftliche Lieferungen im Rahmen des EU-Binnenmarktes nicht möglich. Die Unternehmen in diesen Gebieten verfügen auch über keine UID-Nummer. Ein mehrwertsteuerfreier Versand erfolgt mittels Behandlung als EU-Drittlandlieferung. Bei der Einfuhr von Gemeinschaftsware ist diese vom Abnehmerbetrieb zu verzollen und zu versteuern. 

Nachdem diese Inselgruppe nicht zum EU-Steuergebiet gehört, muss die Antragstellung auf Vorsteuererstattung direkt beim Finanzamt auf den Kanaren in schriftlicher Form und auf Spanisch erfolgen. Weiters gilt ein Umsatzsteuersondersystem (Impuesto General Indirecto Canario – IGIC). In gewissen Fällen kommt auf kanarische Unternehmen auch eine spezielle Inselsteuer zur Anwendung. Die Sätze liegen zwischen fünf und 15 Prozent und werden beim Import eingehoben. Das AußenwirtschaftsCenter Madrid gibt gerne interessierten österreichischen Unternehmen die aktuelle Höhe dieser Steuer bei Vorliegen einer genauen Warenbeschreibung und Angabe der Zolltarifnummer nach Brüsseler Nomenklatur bekannt. 

Ceuta und Melilla: Die beiden Exklaven liegen außerhalb des Zoll- und Steuergebiets der EU. Ausfuhren sind wie in ein Drittland zu behandeln. Aus zollrechtlicher Sicht ist eine Zollanmeldung zwingend abzugeben. Eine Ausfuhr in diese Gebiete ist auch frei von Umsatzsteuer, wenn der Ausfuhrnachweis im Sinne des Umsatzsteuergesetzes 1994 geführt werden kann. Es handelt sich hier um Zollfreizonen, aber bei Importen kommt eine lokale Abgabe (Impuesto sobre la Producción y la Importación -IPSI) von 0,5 Prozent bis zehn Prozent zur Anwendung.

Das AußenwirtschaftsCenter Madrid steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Binnenmarkt 

Der Warenverkehr innerhalb des EU-Binnenmarktes ist grundsätzlich frei. Im innergemeinschaftlichen Handel gibt es daher nur sehr wenige Einschränkungen (beispielsweise für Abfälle, Chemikalien, Kulturgüter, Dual-Use und Militärgüter oder bestimmte pflanzenschutzrechtliche Bestimmungen).

Aus steuerlicher Sicht sind bei der Abwicklung von Handelsgeschäften innerhalb der EU die Bestimmungen zur Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) sowie für verbrauchsteuerpflichtige Produkte (beispielsweise Alkohol, Bier, Wein, Schaumwein, Tabak, Mineralöl) die Verbrauchsteuerregelungen zu beachten.

Doppelbesteuerungsabkommen – Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Spanien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Madrid anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Spanien

Die AußenwirtschaftsCenter Madrid und Barcelona beraten Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Spanien haben.