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Turkmenistan: Informationen zu Wirtschaft, Recht und Steuern sowie Reisen

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Die turkmenische Wirtschaft

Laut Schätzungen schrumpfte die turkmenische Wirtschaft im Jahr 2020 um 1,1 Prozent. Dies liegt vor allem am Rückgang der Inlandsnachfrage bedingt durch die COVID-19 Pandemie und an den niedrigen globalen Energiepreisen. Damit verzeichnete Turkmenistan 2020 seine erste Rezession seit 2009.

Das Wachstumsmodell vieler Jahre, nämlich Einnahmen aus dem Export von Erdgas- und Erdöl-Produkten zur Finanzierung massiver staatlicher Investitionen in Großprojekte heran zu ziehen, hat sich erschöpft. Bereits vor Beginn der COVID-19 Pandemie war die Wirtschaftslage in Turkmenistan beeinträchtigt und der große Staatssektor, eine Verknappung von leistbaren Grundnahrungsmitteln, hohe Inflation, Devisenknappheit sowie sukzessiv verschärfte Fremdwährungskontrollen belasten nach wie vor die Wirtschaftslage.

Die turkmenische Wirtschaft wird sich laut Prognosen jedoch im Laufe des Jahres 2021 wieder erholen und mit bis zu 3,2 Prozent wachsen. Wesentlich für die Entwicklung der turkmenischen Volkswirtschaft in 2021 wird in diesem Zusammenhang die Nachfrage nach Erdgas aus China, dem wichtigsten Exportmarkt Turkmenistans, sein. 

Besondere Entwicklungen

Dank prognostizierter Exportüberschüsse und einer Politik der Importsubstitution erwartet Turkmenistan ab 2021 wieder Leistungsbilanzüberschüsse. Dies wird Turkmenistan helfen, das Budgetdefizit und die Staatsverschuldung niedrig und die Devisenreserven hoch zu halten.

Turkmenistan verfügt über die viertgrößten Erdgasreserven der Welt (knapp 20 Billionen Kubikmeter). Dazu gehört das weltweit zweitgrößte Gasfeld Galkynysh mit 2,8 Billionen Kubikmeter förderbaren Reserven. Turkmenistan hat im August 2019 seine Gaslieferungen nach Russland, die zuletzt im Jahr 2016 eingestellt wurden, wieder aufgenommen. Auch mit Aserbaidschan hat Turkmenistan im Jänner 2021 eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Erschließung des kaspischen Gasfeldes Dostluk unterzeichnet. Diese Erklärung bildet den Grundstein für mögliche künftige Erdgaslieferungen von Turkmenistan nach Europa.

Auch die Fertigstellung der seit Jahren geplanten Gaspipeline TAPI (Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Indien), die Erdgas von Turkmenistan nach Südasien liefern soll, ist aufgrund Finanzierungs-Schwierigkeiten und der komplexen Route weiterhin unklar. Nach der Fertigstellung sollen bis zu 33 Mrd. Kubikmeter Erdgas durch diese Pipeline fließen. Turkmenistan wird aber auch in den nächsten Jahren weiterhin von seinem wichtigsten Gasexportkunden China abhängig bleiben. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Im Rekordjahr 2014 betrugen die österreichischen Exporte nach Turkmenistan noch 128,7 Mio. EUR. Seitdem ist ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen und Österreichs Exporte nach Turkmenistan beliefen sich im Jahr 2020 (Jänner bis November) nur mehr auf 9,3 Mio. EUR (-51,0 Prozent zum Vorjahr). Die Ursachen dafür sind vielfältig: im Jahr 2015 wurde die Landeswährung Manat (TMT) um 19 Prozent abgewertet und seit 2016 gibt es weitgehende Devisenverkehrsbeschränkungen, welche vor allem private Importeure treffen.

Die Finanzierung staatlicher Projekte konzentrierte sich zuletzt auf einige wenige Großprojekte wie z.B. das Olympische Dorf für die Asienspiele 2017. Aktuelle rot-weiß-rote Projekterfolge sind unter anderem die Lieferung von Hafenmobil- und Container-Kränen für den Ausbau des Hafens Turkmenbashi, die Teilnahme an der Errichtung eines neuen Glasproduktionswerks, sowie eine erste Lieferung österreichischer Zuchtrinder.

Regelmäßige österreichische Exportlieferungen nach Turkmenistan bestehen vorrangig aus Pharmazeutika, Lebensmitteln und Waren aus Eisen und Stahl. Im Projektgeschäft sind österreichische Firmen in den Sektoren Bauwirtschaft, Druckwesen, Öl/Gas/Petrochemie und im Gesundheitsbereich erfolgreich.

Für alle Fragen zur Bearbeitung des turkmenischen Marktes steht Ihnen das Team des AußenwirtschaftsCenter Almaty mit Konsulentin in Ashgabat zur Verfügung. 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Turkmenistan.

Einen Überblick über die wichtigsten Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Turkmenistan der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Almaty für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Recht und Steuern in Turkmenistan

Das Team des AußenwirtschaftsCenter Almaty hat ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, das Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung steht. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Nach Turkmenistan reisen

Planen Sie mehr über Turkmenistan zu erfahren und dort geschäftliche Kontakte zu knüpfen? Fast immer ist die Teilnahme bei einer offiziellen Firmendelegationsreise der Einstiegsweg in das Land. Gerne informieren wir Sie über Einreisebestimmungen, Unterkunftsmöglichkeiten und die wichtigsten Verhaltensregeln, die Sie beim Kontakt mit diesem Land zu beachten haben.

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