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Impulstalk
© Klaus Morgenstern

WKO Impulstalk in Voitsberg

Lesedauer: 4 Minuten

28.01.2026

Das Jahr 2026 als zentraler Wendepunkt: Mitte Jänner diskutierten Unternehmerinnen und Unternehmer aus Voitsberg beim WKO-Impulstalk über die zentralen Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum in der Region. Im Mittelpunkt standen dabei dringend notwendige Infrastrukturprojekte wie der Ausbau der B70 sowie der Fokus auf die Fachkräftesicherung.

Zentrale Hebel für den Aufschwung seien laut Herk eine Pensionsreform und leistbare Energie. Angesichts der demografischen Entwicklung spricht er sich für eine Annäherung an das dänische Modell mit einer automatischen Anpassung des Pensionsantrittsalters aus. Ebenso müssten angekündigte Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten rasch bei den Betrieben ankommen; insbesondere die deutlich höheren Netzentgelte belasteten den Standort Steiermark. Zudem bekennt sich Herk klar zu internationalen Abkommen wie Mercosur und fordert konsequent Deregulierung und Entbürokratisierung. Nur so könnten die Chancen der Koralmbahn und des neuen Wirtschaftsraums AREA SÜD genutzt werden – eine Jahrhundertchance für den Süden Österreichs im Jahr 2026.


Wachstumspotenziale in der Region Voitsberg gezielt nutzen

Im neu entstandenen Wirtschaftsraum Südösterreich, mit der Nähe zu Kärnten und Italien, einer starken Präsenz von Technologieunternehmen sowie einem breiten touristischen Angebot, verfügt die Region Voitsberg über ein erhebliches Wachstumspotenzial. „Für den Standort Voitsberg sehen wir große Chancen, wenn es gelingt, wissensintensive Dienstleistungen und den Digitalisierungsgrad weiter auszubauen und damit den Strukturwandel aktiv zu gestalten. Mit der Koralmbahn, der Elektrifizierung der GKB und der Nähe zu Graz ergeben sich neue Entwicklungsperspektiven, die durch bezirksübergreifende Kooperationen – etwa im Tourismus – zusätzlich verstärkt werden können“, betonen Regionalstellen-Obmann Peter Sükar und Regionalstellen-Leiter Lukas Kalcher. Grundlage für nachhaltiges Wachstum in der Region sei jedoch ein klarer Fokus auf die Stärkung der regionalen Fachkräfteausbildung.


Nachhaltiges Wachstum in der Region Voitsberg

Regionale Netzwerke und verlässliche Partnerschaften wurden im Rahmen der Diskussion als wesentliche Treiber für langfristiges Wachstum hervorgehoben. Unternehmen, die Verantwortung für Standort, Wertschöpfung und Umwelt übernehmen, schaffen eine stabile Grundlage für langfristige Entwicklung. Günther Riedenbauer, Geschäftsführer der Therme Nova, unterstreicht die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit: „Regionale Netzwerke sind ein zentraler Erfolgsfaktor für nachhaltiges Wachstum. Als Therme NOVA sind wir tief in der Region verankert und nehmen unsere Verantwortung als touristischer Leitbetrieb sehr ernst. Durch die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben und Dienstleistern stärken wir gezielt die regionale Wertschöpfung und schaffen zugleich eine stabile Basis für langfristiges Wachstum.“ Auch Bernhard Karrer, Geschäftsführer von Bioenergie Edler, betont die Rolle kooperativer Strukturen für wirtschaftlichen Erfolg und nachhaltige Entwicklung: „Nachhaltiges Wachstum ist für uns kein Schlagwort, sondern die Grundlage unseres gesamten Geschäftsmodells als Bioenergieunternehmen. Unser Erfolg beruht auf einem kooperativen Ansatz mit stabilen Netzwerken und starken Partnerschaften in der gesamten Steiermark. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es uns, wirtschaftlich zu wachsen und gleichzeitig unserer Verantwortung für Umwelt und Region gerecht zu werden.“

 

Fokus auf Nischensegmente als Basis für Internationalisierung

Export wird für immer mehr Unternehmen zum zentralen Wachstumstreiber – so auch in Voitsberg, wie zwei Unternehmensvertreter in der Diskussion beim Impulstalk zeigten. Gerade für technologiegetriebene Betriebe liegen Wachstumspotenziale in der klaren Spezialisierung auf zukunftsweisende Nischen. Martin Reisner, Geschäftsführer der Miba Cooling Austria, bringt diese Notwendigkeit deutlich auf den Punkt: „Wenn wir den Standort Österreich nachhaltig stärken wollen, müssen wir uns klar positionieren: im High-End-Bereich, in Robotik, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz. Entscheidend ist, dass wir unsere Nischen definieren und uns dort spezialisieren. Nur wenn wir technologisch Vorreiter sind, können wir uns weiterentwickeln und im internationalen Wettbewerb bestehen.“ Dass Spezialisierung und ein klarer Wachstumspfad aber auch abseits klassischer Hightech-Branchen neue Exportchancen eröffnen, zeigt Thomas Scholze, Geschäftsführer der REMOMA GmbH, die sich vom breiten Portfolio in Kraftfahrzeugtechnik, Karosseriebau und Lackierung zunehmend auf den Ausbau von Wohnmobilen fokussiert: „Wenn es um Internationalisierung geht, sind die Entscheidungen von heute der Weg von morgen. Mit unserem Fokus auf den Ausbau von Wohnmobilen verfolgen wir einen klaren Wachstumspfad innerhalb Europas und wollen diesen neuen Schwerpunkt künftig gezielt ausweiten. Dabei können wir auf die wertvolle Unterstützung aus der Region zählen.“

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Bilder der neuen Regionalstelle


Rückfragehinweis:

Mag. Lukas Kalcher | Regionalstellenleiter   
WKO Regionalstelle Voitsberg | C.v.Hötzendorf-Straße 14 I 8570 Voitsberg
T: 0316/601-9710 | E:lukas.kalcher@wkstmk.at

 

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