Alarm: Homeoffice als Einfallstor für Cyberkriminelle
Starkes VPN kann als Abwehrschutz helfen – Heimhilcher: „Wichtiges Tool, um Firmennetzwerke zu schützen“
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Jeder sechste Cyberangriff gegen Unternehmen in Wien ist erfolgreich. Das geht aus der jüngsten Studie von KPMG hervor. Ein Einfallstor für Cyberkriminelle, das gerne vergessen wird, ist Homeoffice, wenn Mitarbeiter über mobile Endgeräte auf Unternehmensnetzwerke zugreifen. Eine aktuelle Einschätzung der WK Wien zeigt, dass Virtuelle Private Netzwerke (VPN) eine wichtige Säule für Cybersecurity bleiben. Unsichere Router, private WLANs und ungeschützte Endgeräte erleichtern Cyberattacken. Und Cyberkriminelle nutzen diese Schwachstellen gezielt aus, um sich Zugang zu firmeninternen Systemen zu verschaffen.
Ein gut konfiguriertes VPN mit starker Authentifizierung ist nach wie vor ein weiterer guter Baustein zu einem umfassenden Schutz, um potenzielle Angriffe auf Firmennetzwerke möglichst zu verhindern.

Martin Heimhilcher
Obmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien
VPN als wichtige Basis
Ein VPN verschlüsselt Daten zwischen Endgerät und Unternehmensnetzwerk und schafft damit einen geschützten Tunnel gegen Abhörversuche. Moderne VPN-Lösungen bieten zusätzliche Schutzmechanismen wie Multi-Faktor-Authentifizierung, rollenbasierte Zugangskontrollen und automatisierte Sicherheitsupdatens.
„Entscheidend ist eine Kombination aus technischem Schutz und bewusstem Verhalten. Ein VPN hilft nur dann, wenn Nutzer sichere Passwörter verwenden, Updates durchführen und verdächtige Aktivitäten erkennen“, weiß Rüdiger Linhart, IT-Sprecher der Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung, Informationstechnologie) der WK Wien.
Unter der Nummer 0800 888 133 erhalten Betriebe eine kostenlose Erstauskunft und Notfallhilfe. Auf Wunsch wird der Kontakt zu einem spezialisierten IT-Dienstleister in der Nähe hergestellt.
Fünf Tipps für KMU
Zunehmend stärker von Cyberattacken bedroht sind vor allem Klein- und Mittelbetriebe (KMU), die über keine eigene IT-Abteilung verfügen. Optimale Abwehrmechanismen für Cyberattacken können wie folgt aussehen:
- Verpflichtende Nutzung von VPN für alle externen Zugriffe
- Regelmäßige Updates von VPN-Gateways, Routern und Endgeräten
- Multifaktor-Authentifizierung für sensible Bereiche
- Cybersecurity-Schulungen für Mitarbeiter
- Regelmäßige Sicherheitstests und Notfallübungen
„Homeoffice gehört für viele Unternehmen bereits zum Standard, auch um für junge Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Umso wichtiger ist es, die Awareness für die Cybersicherheitsthematik auch hier zu erhöhen“, sagt Heimhilcher abschließend.
Weitere Informationen sind unter www.cybersecurity-versicherung.at abrufbar.