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Margarete Gumprecht
© Florian Wieser

Wiener Handel: Hohe Kaufbereitschaft zum Valentinstag

Zwei Drittel der Wiener planen Geschenke zu kaufen, Durchschnittsausgaben steigen auf 60 Euro, Blumen, Süßes und Gutscheine bleiben gefragt

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 10.02.2026

Der Valentinstag bleibt für die Wienerinnen und Wiener ein wichtiger Anlass, um Zuneigung zu zeigen und für den Handel ein bedeutender Umsatzbringer. Laut einer aktuellen Umfrage der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien planen heuer zwei Drittel der Wiener Bevölkerung (66 Prozent), zum Valentinstag ein Geschenk zu kaufen. Damit liegt die Kaufintention deutlich über dem Vorjahr (56 Prozent).

Nach einer Phase des bewussteren Konsums zeigt sich heuer wieder eine höhere Ausgabebereitschaft. Emotionale Anlässe wie der Valentinstag behalten ihren Stellenwert, gerade weil es um persönliche Wertschätzung geht

„Der Valentinstag zeigt auch heuer seine starke wirtschaftliche Bedeutung für Wien. Mehr Menschen schenken und sie sind bereit, wieder etwas mehr Geld dafür auszugeben. Das ist ein erfreuliches Signal für den stationären Handel“, betont Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien. Besonders der Blumen-, Süßwaren-, Gastronomie-, Kosmetik- sowie Modehandel profitieren von zusätzlicher Frequenz in den Tagen rund um den 14. Februar.

Wiener Handel rechnet mit rund 50 Millionen Euro Gesamtausgaben

Die Wienerinnen und Wiener greifen heuer tiefer in die Tasche. Im Durchschnitt werden 60 Euro pro Person für Valentinstagsgeschenke ausgegeben, das sind zehn Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt belaufen sich die Gesamtausgaben auf rund 50 Millionen Euro.

„Nach einer Phase des bewussteren Konsums zeigt sich heuer wieder eine höhere Ausgabebereitschaft. Emotionale Anlässe wie der Valentinstag behalten ihren Stellenwert, gerade weil es um persönliche Wertschätzung geht“, so Gumprecht.

Partnerinnen und Partner im Mittelpunkt, Verlobte besonders schenkfreudig

Am häufigsten werden die eigenen Partnerinnen und Partner beschenkt. Acht von zehn Männern und sieben von zehn Frauen überreichen ihrer besseren Hälfte ein Präsent. Besonders hoch ist die Schenkungsabsicht bei Verlobten, gefolgt von verheirateten Personen sowie Menschen in eingetragenen Partnerschaften. Während 12 Prozent der Frauen erleichtert wären, kein Geschenk zu erhalten, geben 22 Prozent an, enttäuscht zu sein, wenn sie keine Aufmerksamkeit bekommen.

Blumen bleiben Nummer eins

Blumen und Pflanzen sind auch heuer das beliebteste Valentinstagsgeschenk. 40 Prozent der Schenkenden greifen zu floralen Aufmerksamkeiten. Dahinter folgen Süßigkeiten, Schokolade und Pralinen (37 Prozent), Gutscheine für Restaurantbesuche (31 Prozent) sowie Parfums und Kosmetikprodukte (23 Prozent).

Stationärer Handel klar bevorzugt

Der Valentinstagseinkauf erfolgt überwiegend vor Ort. 77 Prozent der Käuferinnen und Käufer erledigen ihre Einkäufe im stationären Handel, 34 Prozent nutzen zusätzlich Online-Angebote. Das Geschäft ist stark von Last-Minute-Käufen geprägt, viele Geschenke werden erst wenige Tage vor dem 14. Februar besorgt. Für viele ist es gerade zu diesem Anlass wichtig, Produkte persönlich auszuwählen, sich inspirieren zu lassen und das Ambiente der Geschäfte zu erleben. Hier punkten die Wiener Einkaufsgrätzeln mit Nähe, Beratung und Individualität.

Zwei Drittel der Wiener kaufen Geschenke zum Valentinstag
© wkw Zwei Drittel der Wiener kaufen Geschenke zum Valentinstag. Wer schenkt, gibt rund 60 Euro aus. Überreicht werden vor allem Blumen, Süßes, Gutscheine für Restaurantbesuche und Kosmetikprodukte.