Chile: Auslandsinvestitionsprojekte erreichen Rekordwert von über 65 Milliarden US-Dollar
InvestChile meldet ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr – Energiewirtschaft und grüne Technologien dominieren die Investitionslandschaft
Lesedauer: 1 Minute
ChileDie chilenische Agentur InvestChile, zuständig für die Förderung ausländischer Investitionen, gab bekannt, dass die Projektpipeline zum Jahresende 2025 einen Gesamtwert von 65,7 Milliarden US-Dollar erreicht hat. Dies entspricht einem Anstieg von 16,8 % gegenüber 2024 und einem bemerkenswerten Zuwachs von 132 % seit 2022, dem Beginn der aktuellen Regierungsperiode.
Laut Karla Flores, Direktorin von InvestChile, spiegelt diese Entwicklung das wachsende Interesse internationaler Unternehmen an Chile wider. Besonders dynamisch verlief die Förderung neuer Chancen in den Bereichen Lithium, grüner Wasserstoff und digitale Infrastruktur. Diese Sektoren gelten als Schlüssel für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Landes.
Die Investitionsprojekte verteilen sich auf 463 Initiativen, von denen 107 bereits in Umsetzung sind. Diese realisierten Vorhaben haben ein Volumen von 16,2 Milliarden US-Dollar und schaffen fast 3.900 direkte Arbeitsplätze.
- Sektorale Schwerpunkte:
- Energie: 38,2 Milliarden US-Dollar (davon allein grüner Wasserstoff: 24,6 Milliarden US-Dollar)
- Bergbau: 14,4 Milliarden US-Dollar
- Technologie & globale Dienstleistungen: 5,6 Milliarden US-Dollar
- Infrastruktur: 5,6 Milliarden US-Dollar
- Lebensmittelindustrie: 1,4 Milliarden US-Dollar
Herkunftsländer der Investitionen: Die größten Kapitalzuflüsse stammen aus den USA (19,1 Milliarden US-Dollar), gefolgt von Dänemark (11,3 Milliarden US-Dollar), dem Vereinigten Königreich, Kanada, China und Spanien.
Für die kommenden Jahre sieht InvestChile trotz globaler Unsicherheiten Chancen, die auf Chiles Standortvorteilen basieren. Allerdings mahnt die Agentur, dass die weltweiten Investitionsströme unter Druck stehen: Laut UNCTAD wird das globale Wachstum 2026 nur 2,7 % betragen, während geopolitische Spannungen und protektionistische Maßnahmen die Rahmenbedingungen erschweren.
Flores betont: „Die Herausforderung besteht darin, Chile weiterhin als attraktiven Investitionsstandort zu positionieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“