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Drei Kinder sitzen an einem Tisch. Jedes Kind hat einen Laptop vor sich. Eine erwachsene Person beugt sich zu den Kindern. Sie befinden sich in einem hellen Raum. Im Hintergrund sind ein großer Wandbildschirm, eine Pflanze und ein Regal zu sehen.
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Estland: PISA-Ergebnisse 2025

Estlands PISA‑Ergebnisse platzieren das Land an erster Stelle in Europa

Lesedauer: 1 Minute

Estland Software & IT Bildung
17.09.2026

Estland gehört laut den PISA‑Ergebnissen 2025 zu den weltweit stärksten Bildungssystemen. Die 15‑Jährigen erreichten Platz 1 in Europa in Naturwissenschaften und Mathematik sowie Platz 2 im Lesen. Auch im neuen Bereich des digitalen Problemlösens erzielte Estland mit 541 Punkten einen Spitzenwert. 

Die OECD veröffentlichte am 8. September folgende Punktzahlen: 527 in Naturwissenschaften, 508 in Mathematik und 499 im Lesen. Damit liegt Estland global unter den Top 10 in allen drei Bereichen und europaweit an der Spitze. Rund 90 % der estnischen Schüler erreichten in Naturwissenschaften mindestens Kompetenzstufe 2 (OECD: 74 %), in Mathematik 83 % (OECD: 65 %) und im Lesen ebenfalls 83 % (OECD: 69 %). 

Auch die hohen Ergebnisse im digitalen Problemlösen zeigen, wie gut Jugendliche digitale Informationen analysieren, mit Simulationen arbeiten und unbekannte digitale Aufgaben lösen können. Estland erzielte hier 541 Punkte, und 82 % der Schüler erreichten mindestens das Basisniveau (OECD: 64 %).  

Warum Estland hier besonders stark ist?

  • Frühe digitale Bildung: Programmieren, Robotik und digitale Medienkompetenz beginnen bereits in der Grundschule
  • Digitale Infrastruktur: Schulen verfügen flächendeckend über moderne Geräte, stabile Netze und digitale Lernplattformen
  • Lehrerqualifizierung: Pädagogen werden systematisch in digitalen Methoden und KI‑gestützten Lernformen geschult
  • Praxisorientiertes Lernen: Schüler arbeiten mit realen digitalen Aufgaben – von Datenanalyse bis KI‑Experimenten
  • Innovatives Ökosystem: Initiativen wie die Programmierschule //kood sowie nationale Partnerschaften mit großen KI‑Labors stärken digitale Fähigkeiten weit über den klassischen Unterricht hinaus

Zudem zeigen estnische Jugendliche eine ausgeprägte Lernorientierung: 83 % verfügen laut OECD über eine Growth Mindset, und 76 % beschreiben sich als neugierig.

Bildungsministerin Kristina Kallas betonte, dass die Ergebnisse die hohe Qualität des estnischen Schulsystems widerspiegeln. Der Leistungsabstand zwischen sozioökonomisch starken und schwachen Schülern beträgt 68 Punkte (OECD: 85), und der Einfluss des sozialen Hintergrunds auf die Leistungen ist geringer als im OECD‑Durchschnitt.

Im Lesen gab es einen leichten Rückgang im Vergleich zu früheren PISA‑Runden, doch Estland bleibt europaweit auf Platz 2 und deutlich über dem OECD‑Mittelwert.