Rüstungsindustrie in Slowenien: Sicherheit, Landesverteidigung und Investitionen
Slowenien steht vor richtungsweisenden Entscheidungen in seiner Verteidigungs- und Sicherheitspolitik
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Slowenien Aerospace/Sicherheit Software & ITBeim NATO-Gipfeltreffen in Den Haag im Juni 2025 beschlossen die alliierten NATO-Staaten, darunter Slowenien, eine Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben auf 3,5 % des BIP, um die kollektive Verteidigungsfähigkeit innerhalb des Bündnisses zu stärken. Außerdem sollen 1,5 % des BIP für verteidigungs- und sicherheitsrelevante Investitionen ausgegeben werden, wozu auch der Ausbau von Krankenhäusern oder die Sicherung der kritischen Infrastruktur zählen.
Das bisherige Ziel der NATO, 2 % des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben, das von den Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedstaaten schon 2014 beschlossen worden war, wurde von Slowenien bis 2024 nicht eingehalten. Die slowenische Regierung versprach deshalb 2025 eine rasche Erfüllung dieses Investitionsziels. Laut NATO hat Slowenien dieses Ziel aber auch 2025 verpasst, allerdings sind NATO und Slowenien nicht einer Meinung, welche Investitionen als Kernverteidigungsausgaben gelten.
Die neue slowenische Regierung, seit Juni 2026 im Amt, hat sich mehrfach dazu bekannt, das 2 %-Ziel noch 2026 zu erreichen und die Verteidigungsausgaben langfristig auf 3,5 % des BIP zu steigern. Dabei kommt es laut Premierminister Janša aber nicht nur darauf an, mit mehr Geld mehr Waffen zu beschaffen, sondern vor allem, das Personal der slowenischen Streitkräfte aufzustocken und in zukunftsfähige Militärtechnologien zu investieren.
Neue Investitionsmöglichkeiten und relevante Technologien für das slowenische Militär sollen insbesondere auf der SIDEC in Celje, der größten Messe für Verteidigungstechnologien Sloweniens (10.-12.11.2026), gefunden werden, wo heimische und internationale Unternehmen neue Technologien und Forschungsergebnisse vorstellen.
Die geplanten Investitionen in den Verteidigungssektor sollen über die staatlich geführte Holdinggesellschaft DOVOS erfolgen. Für die Zukunft der slowenischen Verteidigungsindustrie können in jedem Fall große Investitionen erwartet werden, wenn man den Zielen des NATO-Bündnisses gerecht werden will und angesichts weiterhin bestehender internationaler Krisen auch nachhaltig verteidigungsfähig sein möchte.