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Luftansicht eines Datencenters mit Hochspannungsleitungen
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Finnland: Elektrizitätsmarktgesetz – schnelle Änderung im Vormarsch

Schwere Rückschlag für Rechenzentren

Lesedauer: 1 Minute

Finnland Energiewirtschaft
13.10.2026
Der Bau von Rechenzentren boomt derzeit in Finnland, insbesondere im Süden des Landes. Die starke Nachfrage nach Netzanschlüssen führt jedoch zunehmend zu Engpässen bei den verfügbaren Stromnetzkapazitäten, was die Planung von Industrie- und Infrastrukturprojekten erschwert.

Hintergrund

In Finnland vergeben der Übertragungsnetzbetreiber Fingrid sowie die regionalen Netzgesellschaften Netzanschlüsse bislang nach dem Prinzip „first come, first served“. Anschlussverträge werden also in der Reihenfolge der eingehenden Anträge abgeschlossen.

Nach Auffassung von Fingrid soll die geplante Änderung des Elektrizitätsmarktgesetzes sicherstellen, dass die begrenzten Netzkapazitäten künftig effizienter genutzt werden. 

Neues Prioritätssystem

Der Gesetzentwurf sieht vor, Stromverbraucher in vier Prioritätsklassen einzuteilen, nach denen künftig Netzanschlüsse vergeben werden:

  1. Erste Prioritätsklasse: Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen sowie Einrichtungen mit kritischer Bedeutung für das Funktionieren der Gesellschaft.
  2. Zweite Prioritätsklasse: Größere Industrieunternehmen und kleinere Rechenzentren.
  3. Dritte Prioritätsklasse: Große Rechenzentren und große Industrieanlagen.
  4. Vierte Prioritätsklasse: Stromspeicher, die nicht an ein Kraftwerksnetz angeschlossen sind und aus dem öffentlichen Netz geladen werden.

Reform des Elektrizitätsmarktgesetzes

Das neue Gesetz soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Nach Angaben des finnischen Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft (TEM) soll die Reform insbesondere die Stromversorgung kleiner Verbraucher sowie gesellschaftlich kritischer Funktionen absichern. 

Für weitere Informationen, bitte kontaktieren Sie AußenwirtschaftsBüro Helsinki, E helsinki@wko.at