Australien droht Klimaziele zu verfehlen
Ausbau von Wind- und Solarenergie kommt langsamer voran als geplant
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Australien Energiewirtschaft Erneuerbare Energien UmwelttechnologieAustraliens Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz bis 2030 auf 82 % zu erhöhen. Neue Analysen zeigen jedoch, dass Verzögerungen bei Wind-, Solar- und Speicherprojekten sowie Engpässe bei der Netzinfrastruktur die Zielerreichung zunehmend gefährden.
Die Regierung setzte bisher auf das Capacity Investment Scheme, um Investitionen in erneuerbare Energien und Energiespeicher abzusichern und zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Viele Projekte befinden sich jedoch trotz Genehmigungen noch nicht in der Bauphase. Als wesentliche Hemmnisse gelten lange Genehmigungsverfahren, hohe Kosten und überlastete Übertragungsnetze. Besonders kritisch ist die Situation im Windenergiesektor. Da neue Windparks häufig mehrere Jahre bis zur Inbetriebnahme benötigen, wird die Zeit für einen wirksamen Beitrag zum 2030-Ziel knapp. Gleichzeitig steigt der internationale Druck auf Australien im Vorfeld der COP31-Klimakonferenz, bei der Australien die Verhandlungen führen soll (Veranstaltungsort ist jedoch die Türkei).
Vor allem der Ausbau der Renewable Energy Zones (REZs) in New South Wales verläuft langsamer als geplant. Verzögerungen bei Genehmigungen, Netzprojekten und der Projektentwicklung bremsen den Ausbau von Wind- und Solarenergie. Besonders die wichtige New England REZ, die einen großen Teil der künftigen Stromerzeugung liefern soll, kommt langsamer voran als vorgesehen. Gleichzeitig steigt der Druck, da in den kommenden Jahren Kohlekraftwerke stillgelegt werden und der Strombedarf wächst.
Der Ausbau von Stromnetzen, Speichern und erneuerbaren Energien bietet nach wie vor Chancen für österreichische Unternehmen. Projektverzögerungen und regulatorische Hürden bleiben jedoch bestehen.