Italien: Der „Piano Casa“ 2026 kurbelt den sozialen Wohnbau an
Öffentliche Mittel und private Investitionen in den sozialen Wohnbau sollen in Kombination prekäre Wohnsituationen abfedern
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Die italienische Regierung hat den neuen „Piano Casa“ verabschiedet, der am 7. Mai mit der Veröffentlichung des Gesetzesdekrets 66 vom 7.05.2026 im Amtsblatt in Kraft trat. Dieser Wohnbauplan soll die Wohnraumkrise durch die Verwertung von Gebäuden, die im öffentlichen Besitz stehen, und durch sozialen Wohnbau abfedern. Die Ressourcen werden aus den zur Verfügung gestellten öffentlichen Geldern und aus massiven privaten Investitionen kommen. Insbesondere ist geplant, Wohnraum für jene Schichten der Bevölkerung zu schaffen, die keinen Zugang zu Sozialwohnungen haben, sich aber auch keine Wohnung am freien Immobilienmarkt leisten können.
Der Piano Casa 2026 beruht auf drei Säulen, um ein nachhaltiges und leistbares Wohnsystem zu schaffen.
- Sozialer Wohnbau: Es werden Mittel in der Höhe von 7 Mrd. Euro für die Renovierung von Sozialwohnungen und zur Förderung des sozialen Wohnbaus zur Verfügung gestellt.
- Sozialer Housing Fonds: Ein neues, von der Invimit SGR S.p.a. verwaltetes Finanzierungsinstrument soll das Angebot der Sozialwohnungen erweitern.
- Programme für den integrierten Wohnbau: Die vorgesehenen Maßnahmen zielen darauf ab, private Investoren zu gewinnen, um der „grauen Bevölkerungsschicht“ Wohnungen zu einem Preis anzubieten, der zumindest um 33 % unter den Marktpreisen liegt. Diese Immobilien sollen eine Nutzungsbindung von 30 Jahren haben.
Das Wohnbaudekret sieht etliche Vereinfachungen auf administrativer Ebene sowie diverse Umsetzungsdekrete vor.