Mosambik auf dem Weg zur führenden LNG-Drehscheibe Afrikas
50-Mrd.-Dollar-Investitionen bringen Großprojekte zurück auf Kurs und eröffnen neue Chancen für Energie und Logistik
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Mosambik baut seine Position als einer der wichtigsten aufstrebenden Erdgasstandorte Afrikas weiter aus. Treiber dieser Entwicklung ist die Wiederaufnahme mehrerer LNG-Großprojekte (Flüssigerdgas) im Wert von 50 Milliarden US-Dollar auf der Afungi-Halbinsel in der nördlichen Provinz Cabo Delgado. Maßgeblich vorangetrieben werden diese Vorhaben von internationalen Energiekonzernen wie TotalEnergies, ExxonMobil und Eni.
Nach einer mehrjährigen Unterbrechung infolge schwerer Sicherheitsprobleme in der Region wurden seit 2025 zentrale Bau- und Entwicklungsarbeiten der LNG-Projekte wieder aufgenommen. Die Wiederaufnahme gilt als wichtiger Wendepunkt für Mosambiks Energiesektor und sendet zugleich ein deutliches Signal für das zurückkehrende Vertrauen internationaler Investoren in den Standort.
Die beiden zentralen Projekte – „Mozambique LNG“ (Area 1) und „Rovuma LNG“ (Area 4) – sollen künftig gemeinsam eine Produktionskapazität von rund 31 Millionen Tonnen LNG pro Jahr erreichen. Bei „Area 1“ und „Area 4“ handelt es sich um abgegrenzte Fördergebiete im gasreichen Rovuma-Becken vor der Nordküste Mosambiks, die jeweils von internationalen Energiekonzernen entwickelt werden. Erste größere Exportmengen werden gegen Ende des Jahrzehnts, voraussichtlich ab 2029, erwartet.
Zentrum dieser Entwicklung ist die Afungi-Halbinsel, die sich durch die umfangreichen Offshore-Gasreserven im Rovuma-Becken zu einem der wichtigsten LNG-Standorte Afrikas entwickeln könnte. Bereits heute ist Mosambik durch die schwimmende LNG-Anlage „Coral Sul“(Eni) in der Produktion aktiv, die seit 2022 jährlich mehrere Millionen Tonnen LNG liefert. Mit dem weiteren Ausbau solcher Projekte könnte sich die Afungi-Halbinsel in den kommenden Jahren zu einer der bedeutendsten LNG-Exportzentren Afrikas entwickeln.
Mit den Projekten wird zudem ein deutlicher Anstieg des Schiffsverkehrs erwartet. Prognosen zufolge könnten künftig jährlich rund 400 Schiffe LNG und Kondensate aus den Offshore-Fördergebieten zu internationalen Märkten transportieren. Betreiber suchen gezielt nach Unternehmen, die sichere und effiziente Transport-, Lade- und Entladedienstleistungen für die Fördergebiete übernehmen können. Dies verdeutlicht die enorme logistische Dimension der geplanten LNG-Expansion sowie die wachsende Bedeutung Mosambiks im globalen Energiehandel.