Neuseeland: Verteidigungsministerium holt Beratung für geplanten Einsatz von Drohnen im Pazifik ein
Chancen für österreichische Wehrtechnik-Unternehmen
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Das neuseeländische Verteidigungsministerium holt derzeit Meinungen von Unternehmen und wissenschaftlichen Expertinnen und Experten ein, um den möglichen Einsatz von Überwachungsdrohnen im pazifischen Raum zu prüfen.
Ausgangspunkt ist der im vergangenen Jahr veröffentlichte Defence Capability Plan, der einen stärkeren Fokus auf unbemannte Technologien vorsieht. Die Drohnen sollen vor allem für eine dauerhafte maritime Überwachung eingesetzt werden, um die ausschließliche Wirtschaftszone Neuseelands zu schützen und Partnerstaaten im Pazifik zu unterstützen.
Hierfür hat das Ministerium eine Ausschreibung zur Einholung technischer und strategischer Beratung veröffentlicht. Das Projekt ist Teil eines Langstreckendrohnen-Vorhabens mit geschätzten Kosten zwischen 100 und 300 Millionen Dollar. Gleichzeitig betont das Ministerium, dass auch alternative Lösungen zur Überwachung geprüft werden.
Für österreichische Unternehmen mit Expertise in unbemannten Systemen, Sensorik, Datenanalyse oder maritimer Überwachungstechnologie könnten sich daraus mittelfristig Kooperations- und Markteintrittsmöglichkeiten im neuseeländischen Verteidigungs- und Sicherheitssektor ergeben.
Das Projekt reiht sich in die umfassendere Modernisierung der neuseeländischen Streitkräfte ein. Bereits im April letzten Jahres hatte die Regierung angekündigt, in den kommenden vier Jahren 12 Milliarden Dollar zu investieren und die Verteidigungsausgaben schrittweise auf über zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben.
Interessierte österreichische Unternehmen sind eingeladen, sich frühzeitig über die Projektentwicklungen zu informieren und potenzielle Kooperationsmöglichkeiten zu sondieren.