Niederlande: Milliarden-Investition in neue Städte als Antwort auf akute Wohnungsnot
Regierung plant den Bau von zehn neuen Städten mit rund 900.000 Wohnungen zur Deckung des massiven Wohnungsdefizits
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Den Niederlanden fehlen rund 900.000 Wohneinheiten, vor allem in den Ballungszentren im Westen. Um diesen Mangel zu beheben, sind jährlich 100.000 neue Wohnungen geplant, die durch Deregulierung und den Bau von zehn neuen Städten realisiert werden sollen. Ein breit angelegter Bürokratieabbau soll die Genehmigungsverfahren spürbar beschleunigen.
Umgesetzt wird der Plan vor allem auf Gemeinde-Ebene. Die Stadt Amsterdam hat bereits die ersten großen Ausschreibungen gestartet. Im Stadtteil ‚Strandeiland‘ (Strandinsel) sollen bis 2040 mehr als 8.000 neue Wohnungen auf künstlich geschaffenen Boden im IJ-See entstehen. Erste Infrastruktur und ein Anschluss an das Nahverkehrsnetz sind bereits vorhanden. Der Bau der großen Tranchen soll nächstes Jahr beginnen. Auch andere Städte sind bereits in der Pre-Tender-Phase mit ihren Projekten.
Gleichzeitig werden Stickstoffemissionen durch Agrarrückkäufe gesenkt, blockierte Baugenehmigungen entsperrt und emissionsärmere Landwirtschaft gefördert.
Das AussenwirtschaftsCenter Den Haag der Wirtschaftskammer Österreich unterstützt österreichische Unternehmen, die sich an Projekten rund um Wohnbau, Energie-Innovation und Kooperationen in den Niederlanden beteiligen möchten und steht Ihnen mit praktischen Informationen zur Verfügung.
Möchten Sie mehr über den Bausektor in den Niederlanden erfahren? Herr Andreas Rodler vom AußenwirtschaftsCenter Den Haag ist gerne für Sie da.