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Windpark bei Sonnenuntergang
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Südafrika treibt Afrikas’s Energiewende voran und öffnet Markt für Investoren

Ausbau von Solar, Wind und grünem Wasserstoff schafft Investitionschancen und stärkt Energiesicherheit

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Südafrika Energiewirtschaft Erneuerbare Energien
Stand: 06.03.2026

Südafrika hat seine Rolle als führender Akteur in Afrikas Energiewende weiter ausgebaut. Laut dem aktuellen Forvis Mazars „Powering Africa’s Future Energy“-Report erzeugte das Land 2024 mehr als 50 Terawattstunden aus erneuerbaren Quellen. Dazu zählen Wasserkraft mit 10,1 TWh, Solar mit 8 TWh, Wind mit 9 TWh sowie weitere erneuerbare Energien mit insgesamt 27,1 TWh. Damit ist Südafrika der größte Produzent nachhaltiger Energie auf dem Kontinent.
Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist das Renewable Energy Independent Power Producer Procurement Programme (REIPPPP), das als Modell für regulatorische Rahmenbedingungen gilt und auch andere afrikanische Länder beeinflusst hat. Parallel dazu wächst die Solarenergie in der Region stark, mit einem Zuwachs von 25 Prozent im Jahr 2024.
Neben Wind- und Solarprojekten baut Südafrika seine Kapazitäten im Bereich grüner Wasserstoff und Biofuels aus. Das Land gilt aufgrund seiner hohen Sonneneinstrahlung und Windressourcen als idealer Standort für die Produktion und den Export von Wasserstoff, insbesondere mit Blick auf die steigende Nachfrage aus Europa. Auch im Biofuel-Sektor entstehen neue Investitionsmöglichkeiten, unterstützt durch internationale Partnerschaften und staatliche Förderprogramme.
Darüber hinaus werden Carbon-Capture-Lösungen, Smart Grids und Solar-Minigrids entwickelt, während Pilotprojekte bereits laufen. Südafrika trägt zudem wesentlich zur Versorgung mit kritischen Mineralien wie Platin, Kobalt und Titan bei, die für die globale Energiewende unverzichtbar sind.
Die regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich ebenfalls weiter. Mit dem Integrated Resource Plan 2019 und dem Energy Action Plan 2022 verfolgt das Land eine Diversifizierung des Energiemixes und den schrittweisen Rückgang der Kohleabhängigkeit. Ergänzend wurde 2024 das Upstream Petroleum Resources Development Act verabschiedet, das ein investitionsfreundlicheres Umfeld für Öl- und Gasprojekte schaffen soll.
Der Bericht betont, dass die Kombination aus wachsender Infrastruktur, neuen Technologien und fortschrittlichen regulatorischen Rahmenbedingungen Südafrika langfristig eine stabile Energieversorgung, mehr Kapitalzuflüsse und inklusives Wirtschaftswachstum sichern wird. Mit über 63 Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von rund 400 Milliarden US-Dollar bleibt das Land ein wirtschaftliches Schwergewicht und bietet erhebliche Chancen für Investitionen im Energiesektor.

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