Flaumig und frisch – Krapfen als süße Botschafter der Faschingszeit
Wenn im Burgenland der Fasching seinen Höhepunkt erreicht, läuft in den Backstuben zwischen Jennersdorf und Kittsee die Krapfen-Produktion auf Hochtouren. Rund 3,5 Millionen Krapfen werden Jahr für Jahr im Burgenland vernascht – ein starkes Zeichen für die Bedeutung des regionalen Bäcker- und Konditorhandwerks.
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Heimische Rohstoffe stehen bei burgenländischen Bäckereien und Konditoreien hoch im Kurs: Mehl aus österreichischem Getreide, regionale Milchprodukte und frische Eier bilden die Basis für das beliebte Faschingsgebäck. Dieses Zusammenspiel schafft Wertschöpfung auf allen Stufen, von der Landwirtschaft bis zur Backstube.
„Die burgenländischen Bäcker stehen zu jeder Jahreszeit für Qualität, Verlässlichkeit und echtes Handwerk – sie sorgen mit viel Engagement dafür, dass Tag für Tag regionaler Genuss auf höchstem Niveau entsteht und auf den heimischen Tellern landet“, betont Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth: „Ein Fasching ohne Krapfen? Das wäre wie das Burgenland ohne Neusiedler See!"
Einen guten Faschingskrapfen erkenne man „an seiner goldbraunen Farbe und dem hellen Ring in der Mitte. Er soll schön locker und flaumig sein“, unterstreicht der Landesinnungsmeister der Bäcker, Michael Goldenitsch, den hohen Qualitätsanspruch des burgenländischen Backhandwerks. Was die Füllung betrifft, ist längst Vielfalt Trumpf und für jeden Geschmack etwas dabei. „Fest steht: Selbst der Dubai‑Krapfen mit Pistaziencreme zählt inzwischen zum Standard. Der Klassiker schlechthin ist nach wie vor aber einfach ungeschlagen“, weiß Goldenitsch: „Trends kommen und gehen – der Krapfen mit Marillenmarmelade aber bleibt. Unsere Verkaufszahlen sind heuer sogar um rund 20 Prozent gestiegen.“
Der Krapfen erweist sich generell als süßer Renner: 3,5 Millionen werden jährlich im Burgenland verspeist, österreichweit sind es 100 Millionen.
Die Krapfenzeit ist aber auch eine wichtige Lehr- und Lernphase: Junge Fachkräfte erlernen in den burgenländischen Meisterbetrieben jene Handgriffe, die aus einem Traditionsgebäck ein Qualitätsprodukt machen – von der Teigführung bis zum perfekten Ausbacken. Die Betriebe bieten attraktive Arbeitsplätze, moderne Ausstattung und vielfältige Karrierewege.
Insgesamt sorgen 54 Bäckerbetriebe und mehr als 100 Konditoreien im Burgenland dafür, dass zur närrischen Zeit stets ausreichend frische Krapfen verfügbar sind.
Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth und der Landesinnungsmeister der Bäcker, Michael Goldenitsch // Foto © WKB