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Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth und Wirtschaftskammerdirektor Harald Schermann (v. l.)
© WKB

Unternehmerisches Burgenland – Gründen liegt im Trend

Trotz internationaler Krisen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und tiefgreifender Umbrüche zogen Unternehmensgründungen im Burgenland im Jahr 2025 deutlich an: Fast 1.600 Neugründungen - und somit ein merkliches Plus gegenüber dem Vorjahr - wurden verzeichnet, wie aus den aktuellen Gründerzahlen hervorgeht.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 02.02.2026

Im abgelaufenen Jahr 2025 hat die Zahl der neu gegründeten Unternehmen im Burgenland zugelegt: Konkret 1.592 neue Firmen wurden gegründet - um 72 mehr als im Jahr davor.Der Zuwachs 2025 zeigt einmal mehr: Gründen ist und bleibt ein echtes Zukunftsversprechen. Die Burgenländerinnen und Burgenländer beweisen Mut, ihre Ideen umzusetzen und schaffen damit Wertschöpfung wie auch Arbeitsplätze für die heimische Wirtschaft“, betont Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth.

Motive und Frauenpower

Einer Umfrage des WKÖ-Gründerservices zufolge war mehr Flexibilität in der Lebensgestaltung das wichtigste Motiv für die Selbstständigkeit. Dahinter folgte der Wunsch, sein eigener Chef zu sein und der Wunsch, sein Einkommen zu steigern.

Besonders ausgeprägt war die Gründungsdynamik beim weiblichen Geschlecht: Ein Frauenanteil von 55,6 Prozent bei Einzelunternehmen (inklusive Personenbetreuerinnen) bedeuten Platz zwei im Bundesländervergleich und einen Wert deutlich über dem Österreichschnitt von 50,8 Prozent.

Was das Durchschnittsalter burgenländischer Gründender betrifft, so waren diese mit 41,3 Jahren erfahrener als jene in anderen Bundesländern (Bundesschnitt: 37,8 Jahre).

Regionale Schwerpunkte und starke Branchen

Der überwiegende Teil der Gründenden (knapp 83 Prozent) startete 2025 mit einem Einzelunternehmen.

Nach Sparten entfiel rund die Hälfte (50,3 Prozent) auf Gewerbe und Handwerk, vor dem Handel (23,3 Prozent) und Information und Consulting (14,8 Prozent).

Regional gesehen gab es die meisten Neugründungen im Bezirk Eisenstadt (341), gefolgt von den Bezirken Neusiedl (314) und Oberwart (242).

Auf hohem Niveau blieb die Bestandsdauer der gestarteten Unternehmen: Nach fünf Jahren waren noch immer rund zwei Drittel tätig.

Unternehmensgründungen als Wirtschaftsmotor

Die gesellschaftliche Bedeutung von Unternehmensgründungen geht Hand in Hand mit einer hohen volkswirtschaftlichen Relevanz. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Jungen Wirtschaft und des WKÖ-Gründerservices auf Basis der letztverfügbaren Daten (2023) zeigt für das Burgenland:

  • 92,6 Millionen Euro direkte Wertschöpfung durch Neugründende,
  • insgesamt 84,2 Millionen Euro an Steuern und Abgaben fließen an die Gebietskörperschaften und Sozialversicherungsträger zurück.

Umfassendes Beratungsservice der WK

„Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Burgenland, aber auch die Junge Wirtschaft, sind in allen sieben Regionalstellen kompetente Partner für Gründungswillige aus allen Branchen. Die Neugründungen sind ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Burgenland. Um den Gründerspirit aufrechtzuerhalten, braucht es jetzt verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Von Bürokratieabbau bis hin zu wettbewerbsfähigen steuerlichen Entlastungen für Betriebe“, fordert Wirth.

Die Wirtschaftskammer Burgenland sei ein „zuverlässiger Partner, wenn es um den erfolgreichen Start ins Unternehmertum geht“, hebt auch Wirtschaftskammerdirektor Harald Schermann hervor: „Wir unterstützen unter anderem auch in Form von online Tools wie Mindestumsatzrechner und Gründungsfitness-Check, aber auch mit Gründungsworkshops sowie individuellen Beratungen vor Ort.“

Zudem finden von 13. bis 27. März 2026 die österreichweiten Gründungstage statt, „wo angehende sowie junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit zusätzlichen Workshops, Webinaren und Beratung beim Start in die Selbständigkeit unterstützt werden“, ergänzt Verena Schermann vom Gründerservice Burgenland.

Alle Infos unter: Gründungstage – Events live & online im März - WKO


Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth und Wirtschaftskammerdirektor Harald Schermann (v. l.) // Foto © WKB