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Weiterbildung

Informationen zur Weiterbildungsverpflichtung

Allgemeine Informationen

Am 15.1.2019 hat das Bundesgremium der Versicherungsagenten als zuständige Fachorganisation gemäß § 137b Abs. 3a GewO (in der Fassung BGBl. I Nr. 112/2018) den Entwurf für eine Verordnung zur Weiterbildung für Versicherungsagenten zur Begutachtung versendet. Entsprechende Erläuterungen sollen die Anwendung der Verordnung für die Praxis erleichtern. Nach kammerinternem Interessenausgleich wurde der Erstentwurf am 28.2.2019 adaptiert. 

Anmerkung:
Die nachfolgenden Informationen stehen derzeit unter dem Vorbehalt der laufenden Überarbeitung und des Bestätigungsvermerks des BMDW.

Die wesentlichen Inhalte werden nachfolgend zusammengefasst:

1. Weiterbildungsverpflichtete und Weiterbildungsumfang mindestens pro Jahr:

  • Gewerbetreibende und Leitungsorgane (§ 2): 15 Stunden
  • Gewerbetreibende und Leitungsorgane in Nebentätigkeit (§ 3): 5 Stunden
  • An der Vermittlung unmittelbar mitwirkende Beschäftigte von Gewerbetreibenden im Hauptgewerbe VA (§ 4): 15 Stunden, firmeninterne Schulung möglich
  • An der Vermittlung unmittelbar mitwirkende Beschäftigte von Gewerbetreibenden in Nebentätigkeit VA (§ 4): 5 Stunden, firmeninterne Schulung möglich

2. Technikneutralität der Schulungen:

Schulungen sind nach den Intentionen der IDD grundsätzlich technikneutral ausgestaltbar, aus Qualitätssicherheitsgründen ist aber Präsenzschulungen der Vorrang zu geben.

3. Module:

§ 5 beinhaltet die Module 1 (Rechtskompetenz und Berufsrecht) sowie 2 (Fach- und Spartenkompetenz). Die Module spiegeln die gesetzlichen Anforderungen der GewO 1994 Anlage 9 (Fassung BGBl. I Nr. 112/2018) als Umsetzung der RL (EU) 2016/97 (IDD) wider. Außerdem wurden die Inhalte für die fachliche Eignung nach der Prüfungsordnung für Versicherungsagenten als Referenz zugrunde gelegt.

4. Eignung und Unabhängigkeit der Bildungsanbieter:

Die §§ 6 und 7 setzen bestimmte Maßstäbe zur Auswahl von Bildungsanbietern, welche Schulungen im Rahmen der Weiterbildung für Versicherungsagenten anbieten möchten.

Das Bundesgremium der Versicherungsagenten wird auf dieser Webseite eine nicht abschließende Liste an möglichen Bildungsanbietern veröffentlichen. Bildungsanbieter, welche in die Liste integriert werden möchten, richten ihre Anfrage bitte an das Bundesgremium der Versicherungsagenten, Email: gabriele.lehnert@wko.at.

5. Facheinschlägigkeit von Schulungen:

Die Intention des Verordnungsgebers liegt auf der Vermittlung objektiver, von Drittinteressen unbeeinflusster und praxisrelevanter Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Schulung zu Produkten oder Prämientarifen oder das Selbststudium einschlägiger Fachliteratur soll nicht erfasst sein. 

6. Teilnahmebestätigung:

Der Nachweis der Teilnahme an Weiterbildungsangeboten gegenüber der Behörde liegt in der Verantwortung des Weiterbildungsverpflichteten, die Nachweispflicht erstreckt sich über fünf Jahre nach Absolvierung der Schulung. Das in der Anlage der Verordnung beigefügte Muster dient der Vereinheitlichung und Vollständigkeit dieser Nachweise und soll somit als Erleichterung für die Administration dienen. Der Bildungsanbieter hat Sorge dafür zu tragen, dass der Schulungsteilnehmer zur Gänze oder in einem Anteil an der Schulung teilnimmt und dies mit seiner Signatur / Unterschrift sowie im zeitlichen Umfang auf der Teilnahmebestätigung zu dokumentieren. Er hat die Bestätigungen für fünf Jahre nach Schulungsende vorrätig zu halten.

7. Inkrafttreten und Übergangsbestimmung:

Die Verordnung bedarf der Bestätigung des Wirtschaftsministeriums und tritt am Tage nach der Kundmachung in Kraft. Schulungen, die im Zeitraum vom 1.1.2019 bis zum Tag des Inkrafttretens absolviert wurden und den Anforderungen des § 5 entsprechen, gelten als Schulungen gemäß § 137b Abs. 3 GewO 1994 (Fassung BGBl. I Nr. 112/2018).


Kriterien für Bildungsanbieter: 

§ 6 der Verordnung setzt Anforderungen an die Eignung eines Bildungsanbieters insoweit, als neben der zuständigen Fachorganisation (Bundesgremium der Versicherungsagenten, Fachverband der Versicherungsmakler) folgende Organisationen bzw. Einrichtungen als geeignet gelten:

  • Bildungsanbieter mit Zertifikat bzw. Gütesiegel einer vom Bundesgremium der Versicherungsagenten betrauten Organisation oder Nachholung innerhalb von 12 Monaten
  • Bildungsanbieter mit Ö-Cert oder einer dem Ö-Cert vorausgesetzten Zertifizierung oder Nachholung innerhalb von 12 Monaten
  • Universitäten, Hochschulen.

§ 7 der Verordnung setzt Unabhängigkeit des Bildungsanbieters voraus, das heißt:

  • Der Bildungsanbieter wird nicht durch direkte oder indirekte Beteiligung eines Versicherers (oder dessen Mutter-/Tochterunternehmen) in Form von Kapital oder Stimmrechten in der Objektivität der Schulungsinhalte beeinflusst.
  • Es handelt sich nicht um eine Ausbildungsplattform eines oder mehrerer Versicherer(s).
  • Es herrscht auch sonst keine wesentliche Einflussnahme durch einen Versicherer oder dessen Interessenvertretung auf die Objektivität der facheinschlägigen Wissensvermittlung.


Rechtsvorschriften

Nicht abschließende Liste Bildungsanbieter