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Entsorgungs- und Ressourcenmanagement

Zahlen und Fakten zur Branche

Dem verantwortungsvollen Umgang mit „Abfall“ und „Ressourcen“ kommt in unsere Gesellschaft entscheidende Bedeutung zu: Die Erhaltung, auch die Wiederherstellung einer sauberen Umwelt sind eine zentrale Forderung des nachhaltigen Wirtschaftens. Folgerichtig ist die Abfallwirtschaft heute eine vernetzt denkende, innovationsfreudige, mit modernen Technologien arbeitende hoch qualifizierte Dienstleistungsbranche.

Zu den klassischen Funktionen der Reinigung und Entsorgung treten vorausplanende Vermeidungs- und Minimierungsstrategien, umfassende Verwertungssysteme und Komplettlösungen. Das Berufsbild der Entsorgungsfachleute ist geprägt von den Polen Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft, Gesundheit, Sicherheit und Ökoeffizienz. Innovatives Abfallmanagement – für eine saubere, lebenswerte und sichere Umwelt.

Mitgliedschaften und Tätigkeitsbereiche der Branche

Der Fachverband Entsorungs- und Ressourcenmanagement verzeichnet derzeit 5.568 Mitgliedschaften (Quelle: Abfall- und Abwasserwirtschaft: Branchendaten, Stabsabteilung Statistik WKÖ, April 2015). Die Aufgaben decken unterschiedlichste Aspekte ab, sie reichen von der Sammlung, Behandlung und (Wieder-)Verwertung von flüssigen und festen Abfällen jedweder Art und der Reinhaltung und Wartung von Verkehrsflächen bis zur Erfassung und Aufbereitung von Abwasser. Schneeräumung zählt ebenso zu den Aufgaben dieser Unternehmen wie die (getrennte) Sammlung von Müll, die Entrümpelung, das Reinigen von Kanälen und Kläranlagen oder die fachgerechte Entsorgung gefährlichen Abfalls.

Vielfältige Tätigkeiten – Eine Branche

Wegen der besonderen Bedeutung des Bereiches aus ökologischer und ökonomischer Sicht wurden diese Unternehmen – trotz ihrer unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkte – im Jahr 2000 im „Fachverband Abfall- und Abwasserwirtschaft“ zusammengefasst. Die Branche hat sich ständig weiterentwickelt. Ging es in der Vergangenheit darum, sich vor allem um die Entsorgung der Abfälle zu kümmern, so steht heute der Gedanke des Recyclings im Vordergrund. Durch das Recycling werden wertvolle Ressourcen in Form von Sekundärrohstoffen für die Industrie gewonnen. Um dieser positiven Weiterentwicklung Rechnung zu tragen, wurde der Name des Fachverbandes im Mai 2015 in „Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement“ umgewandelt.

Derzeit sind insgesamt 14.366 unselbstständig Beschäftigte in der Branche zu verzeichnen. Von diesen 14.366 unselbstständigen Beschäftigten sind 71,4% Arbeiter (10.264) und 28% Angestellte (4.024). Bei den übrigen 78 unselbstständig Beschäftigten handelt es sich um Lehrlinge (Quelle: Beschäftigungsstatistik, Abfallwirtschaft und Abwasserwirtschaft: Branchendaten, Stabsabteilung Statistik WKÖ, April 2015).

Die Umsatzerlöse (ohne Umsatzsteuer) betrugen im Jahr 2012 3.231 Millionen Euro. In diesem Jahr wurden Investitionen in Höhe von 153 Millionen Euro getätigt (Quelle: Wirtschaftsdaten und Kennzahlen, Abfallwirtschaft und Abwasserwirtschaft: Branchendaten, Stabsabteilung Statistik WKÖ, April 2015).

87% der Mitgliedsbetriebe beschäftigen bis zu 9 Personen, 10,8% der Mitgliedsbetriebe beschäftigen 10 bis 49 Personen und 2,2% der Mitgliedsbetriebe beschäftigen mehr als 50 Personen. (Quelle: Beschäftigungsstatistik WKÖ, Abfallwirtschaft und Abwasserwirtschaft: Branchendaten, Stabsabteilung Statistik WKÖ, April 2015).

Weichen stellen für Nachhaltigkeit, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

Dass Österreichs Abfallwirtschaft auch international als führend anerkannt ist, liegt nicht zuletzt an dem hohen Standard der heimischen Unternehmen, die auf zahlreiche Pionierleistungen verweisen können. Die Branche hat dennoch zu kämpfen, um im harten – nationalen und zunehmend auch internationalen – Wettbewerb zu bestehen.

Neben den generellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen vor allem die rasante technische Entwicklung und der hohe Investitionsbedarf die Unternehmen vor große Herausforderungen. Als wesentliches Problem nennen die Mitgliedsunternehmen jedoch die in Österreich geltende Rechtslage und unnötige bürokratische Hürden: Rechtsunsicherheit und Rechtszersplitterung, Doppelgleisigkeit und praxisferne Über-Regulierung, uneinheitliche Vollzugspraktiken und zu hoher Verwaltungsaufwand (für die Behörden ebenso wie für die Betriebe) sind die Folge. Oft hält die Gesetzgebung mit technischen Entwicklungen nicht Schritt, zusätzlich bestehen im Vergleich zu EU-Vorgaben in der nationalen Gesetzgebung zahlreiche Unklarheiten und Verschärfungen, die zu einer spürbaren Benachteiligung österreichischer Unternehmen im europäischen Wettbewerb führen.

Die Arbeit an klaren rechtlichen Regelungen, die den Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit gewährleisten, stellt damit eine der wesentlichsten Aufgaben des Fachverbandes dar. Darüber hinaus nimmt die rasche, verständliche und übersichtliche Information der Fachverbandsmitglieder über Neuerungen und Entwicklungen auf diesem Sektor einen hohen Stellenwert in der Arbeit des Fachverbandes und der Fachgruppen ein – ebenso wie Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz und Anerkennung der Leistungen der Branche, die Forcierung von Qualität und Innovation, die Arbeit an fachspezifischer Aus- und Weiterbildung sowie die Vertretung österreichischer Interessen in der EU.