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Berufsbild Gewerbliche Vermögensberatung

Tätigkeit, Zugang und Wissenswertes

Inhalt

1. Tätigkeit

2. Gewerbezugang

3. Grenzüberschreitende Tätigkeit

4. Befähigungsprüfung (Zugangs- und Befähigungsverordnung, Lehrplan)

5. Aus- und Weiterbildung

6. Lehre

7. Skriptum und digitale Lern- und Wissensplattform

8. Standesregeln

9. Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

10. Information für neue Mitglieder

1. Tätigkeit

Unter Gewerblicher Vermögensberatung versteht man die Beratung in finanziellen Angelegenheiten und die Vermittlung von unterschiedlichen Finanzprodukten wie Krediten, Versicherungen und Veranlagungen.

Gewerbliche Vermögensberater erarbeiten für ihre Kunden, im Sinne einer gesamtheitlichen Finanzplanung, individuelle Analysen und Konzepte über Art, Aufbau, Sicherung, Erhaltung, Bindung und Einsatzmöglichkeiten von Vermögenswerten und Finanzierungen. Sie gehen auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Kunden ein und bieten ein individuell abgestimmtes Veranlagungskonzept.

Gewerbliche Vermögensberater vermitteln insbesondere Finanzierungen, Kredite, Immobilienanlagen, Beteiligungen, Veranlagungen in Mobilien, Sachwerte, Leasingverträgen, Bausparverträgen sowie Lebens- und Unfallversicherungen usw.

Weiterführende Informationen

Alles Wissenswertes finden Sie auch unter dem Stichwort „Gewerbliche Vermögensberatung“ in der Wissensdatenbank unter www.wko.at/wissensdatenbank

Umfassende Informationen zur Kreditvermittlung (Checklisten, Standesregeln, Praxisfragen), welche grundsätzlich Gewerblichen Vermögensberatern vorbehalten ist, finden Sie auch unter www.wko.at/finanzdienstleister/kreditvermittlung.

2. Gewerbezugang

Die „Gewerbliche Vermögensberatung“ ist ein reglementiertes Gewerbe, dessen Ausübung an einen Befähigungsnachweis gebunden ist. Für die Ausübung der Versicherungsvermittlung sind die Eintragung in das Versicherungs- und Kreditvermittlerregister und der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung notwendig.

Seit 1. September 2012 ist der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zur Gewerbeerlangung und -aufrechterhaltung notwendig.

3. Grenzüberschreitende Tätigkeit

Innerhalb der EU bzw EWR können manche Tätigkeiten im Rahmen der Dienst- und Niederlassungsfreiheit durch bloße Anzeige bei der Gewerbebehörde ausgeübt werden. Abhängig davon, welche Tätigkeiten der Gewerbliche Vermögensberater anstrebt, sind unterschiedliche Kriterien zu erfüllen. Zur Übersicht der grenzüberschreitenden Tätigkeit eines Gewerblichen Vermögensberaters.

4. Befähigungsprüfung

Für den Zugang zur „Gewerblichen Vermögensberatung“ sind folgenden Rechtsgrundlagen zu beachten:

Darüber hinaus zu beachten:

Info: Oben angeführt finden Sie die Links zu den aktuellen Rechtsgrundlagen. Zur historischen Übersicht der rechtlichen Grundlagen

5. Aus- und Weiterbildung

In der Veranstaltungsübersicht finden Sie unter anderem eine Auflistung der Kurse zur Weiterbildung der Fachorganisationen sowie eine Liste von Ausbildungsinstituten.

6. Lehre

Für den Lehrberuf "Finanzdienstleistungskaufmann/-kauffrau" ist eine 3-jährige Lehrzeit vorgesehen. Bei bestehenden berufsspezifischen Ausbildungen in verwandten Berufen oder fachlich einschlägigen schulischen Ausbildungen verkürzt sich die Lehrzeit. Der Fachverband stellt den Schulen ein kostenloses Lehrlingsskriptum zur Verfügung.

7. Skriptum und digitale Lern- und Wissensplattform

Zur optimalen Lern- und Prüfungsvorbereitung für die Gewerbliche Vermögensberatung und Wertpapiervermittler bietet der Fachverband Finanzdienstleister einerseits ein umfangreiches Skriptum inklusive Fragen- und Antwortenkatalog in physischer Form andererseits das Online-Tool „die Digitale Lern- und Wissensplattform“ (DLW) an. Zur Übersicht der prüfungsrelevanten Inhalte im aktuellen Skriptum.

8. Standesregeln

Der Beitritt zu den Standes- und Ausübungsregeln für Gewerbliche Vermögensberater und Wertpapiervermittler ist freiwillig, löst jedoch gleichzeitig die Pflicht zur Einhaltung und Unterwerfung unter das Ehrenschiedsgericht aus.

Info: Neben den oben erwähnten freiwilligen Standes- und Ausübungsregeln gibt es im Rahmen der Kreditvermittlung auch die verpflichtend einzuhaltende Verordnung des BMWFW, die kurz auch als Standesregeln der Kreditvermittlung bezeichnet wird. Daneben gibt es noch die „alte Personalkreditvermittlerverordnung“ (Standes- und Ausübungsregeln für Personalkreditvermittler), welche mittlerweile - bis auf § 10 noch in Kraft bis 30.6.2017 - außer Kraft getreten ist.

9. Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Gemäß § 136a Abs 12 GewO haben Gewerbliche Vermögensberater eine verpflichtende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abzuschließen. Zu weiteren Informationen zur Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen und Anbietern.

10. Informationen für neue Mitglieder

Sie möchten Gewerblicher Vermögensberater werden? Dann informieren Sie sich vorab auf der Seite der Mitgliedergewinnung