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Niki Popper simuliert nur

Corona-Erklärer Niki Popper servierte bei der heurigen UBIT-Fachgruppentagung einen Mix aus mathematischen Simulationsmodellen und markigen Sprüchen. Und für Fachgruppenobmann Martin Zandonella gibt es noch einiges zu tun.

Angenehme herbstliche Temperaturen, Stehtische und UBIT-Transparente im MAKERSPACE Carinthia: Die Zeichen stehen auf UBIT-Fachgruppentagung. Und zwar eine wie damals, also vor Corona. 130 Teilnehmende treffen sich zu Beginn zum Smalltalk und genießen die Möglichkeit, sich wieder mit Kollegen auszutauschen.

Modelle mit Wermutstropfen

Trotzdem schwebt Corona in der umgebauten Postgarage mit. Denn COVID-Erklärer Niki Popper ist Keynotespeaker bei der Tagung und mischt sich von Anfang an unter die Besucher – ohne Maske. Diese hat Popper bereits abgelegt. Angelegt hat er sich aber oft mit Politikern, denen er versucht hat, die Simulationsmodelle rund um die Pandemie verständlich zu machen. Wie das funktioniert, das hat er in seinem Vortrag verdeutlicht. Auf einer überdimensionalen Österreichkarte sind kleine Punkte zu sehen, wie ein Bild der Milchstraße im Sonnensystem. Aber die Punkte sind wir, die Bevölkerung. Darüber legt Popper Daten für seine Simulationsmodelle und kann so die Corona-Wellen vorhersagen. Aber es gibt auch für seine Modelle einen Wermutstropfen: „Österreich ist noch lange nicht fertig digitalisiert und es fehlt an Daten. Sie als UBIT-Mitglied werden noch genug zu tun haben.“

In seinen Modellen blickt Popper hinter die Kulissen und nicht, wie viele vermuten, in die berühmte Glaskugel. „Ich weiß, was ich tue“, sagt Popper. Seine Österreichkarte lässt sich aber nicht nur auf Corona anwenden. Von Logistik über Energie bis hin zur TU Wien oder zum Wiener Flughafen kommen Simulationen zur Anwendung. Simulationen funktionieren auch im Unternehmen. Daten müssen demnach genug vorhanden sein, so Popper. Er sagt: „Ich kann kein Modell bauen und glauben, ich kann es über Excel steuern.“ Man müsse auch nichts neu erfinden. Vielmehr gelte es, darauf zu schauen, wie das eigene System funktioniert und was ist die Prognose.

Fachkräfte selbst ausbilden

Das System UBIT funktioniert laut Fachgruppenobmann Martin Zandonella sehr gut. 300 Neuzugänge verzeichnet die Fachgruppe im letzten Jahr und steht bei insgesamt 3.300 Mitgliedern. „Wir haben einiges erreicht, es gibt aber noch genug zu tun“, ruft der UBIT-Sprecher in den MAKERSPACE. Ein zentrales Thema ist der Fachkräftemangel. 30.000 fehlen im IT-Bereich in Österreich, so Zandonella, und eine nicht besetzte Stelle bedeutet einen volkswirtschaftlichen Schaden von satten 160.000 Euro. Die Lehre mit Matura zum Beispiel, sei eine gute Möglichkeit, Fachkräfte selbst auszubilden. Außerdem arbeitet die Fachgruppe eng mit der UNI Klagenfurt zusammen, forciert Initiativen wie den Lehrlingshackathon und nimmt dazu auch viel Geld in die Hand, wie FG-Geschäftsführer Kurt Wolf in seinem Finanzbericht bestätigt. Auch WKK-Direktor Meinrad Höfferer, der einen Einblick in die WKK-Organisation servierte, unterstrich die Wichtigkeit von Lehrlingen. „Wir bilden derzeit sechs Jugendliche in der Wirtschaftskammer Kärnten aus und haben so unsere Talente im eigenen Haus.“ 

Am Ende der Tagung waren die Temperaturen noch immer angenehm. Die Stehtische waren gut besetzt. Und mit Popper, der sich wieder unter die Besucher gemischt hat, wurde noch lange über Simulationen diskutiert.

Blitzlichter (© WKK/Helge Bauer)