Einfluss sozialer Medien auf unser Wohlbefinden
Digitale Gesundheit: Wenn Sichtbarkeit zum Dauerstress wird
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Soziale Medien sind für viele Unternehmerinnen längst Teil des Arbeitsalltags. Sie schaffen Sichtbarkeit, ermöglichen Vernetzung und eröffnen neue Marketingmöglichkeiten. Gleichzeitig sorgen permanente Erreichbarkeit, ständiger Vergleich und die tägliche Informationsflut jedoch auch für zunehmenden Druck. Genau darüber informierte eine Veranstaltung von Frau in der Wirtschaft Wolfsberg.
Im Rahmen eines Vortrags zum Thema „Digitale Gesundheit” zeigte die Social-Media-Expertin Delphine Rotheneder anhand konkreter Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit, wie schnell soziale Medien vom hilfreichen Werkzeug zur Belastung werden können. Dauervergleich, permanente Präsenz und der Druck, ständig sichtbar sein zu müssen, führen bei vielen Unternehmerinnen zu Stress, Unsicherheit und mentaler Erschöpfung.
Der entscheidende Ansatzpunkt liege dabei jedoch nicht in den Plattformen selbst, sondern im eigenen Umgang damit. Digitale Gesundheit beginne dort, wo Klarheit über die eigene Rolle, die eigene Botschaft und die eigenen Grenzen entsteht. Gabriela Kucher-Ramprecht, Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Wolfsberg, betonte die Bedeutung des Themas gerade für Unternehmerinnen: „Digitale Sichtbarkeit gehört heute für viele Betriebe selbstverständlich dazu. Gleichzeitig erleben viele Unternehmerinnen, wie schnell daraus zusätzlicher Druck entstehen kann. Umso wichtiger ist es, bewusst mit sozialen Medien umzugehen und klare Grenzen zu setzen.“ Ein wesentlicher Gedanke ist, dass Social Media nicht den Takt vorgeben darf. Es geht vielmehr darum, selbst zu entscheiden, wann, wie und wofür digitale Kanäle genutzt werden.
Neben der Auseinandersetzung mit typischen Herausforderungen erhielten die Teilnehmerinnen auch konkrete Alltagstipps. Dabei wurde deutlich, dass es nicht darum geht, weniger sichtbar zu sein, sondern bewusster aufzutreten und digitale Werkzeuge gezielt einzusetzen. Viele Unternehmerinnen schrecken davor zurück, sich klar zu positionieren – oft aus Angst vor Bewertungen oder Vergleichen. Rotheneder zeigte auf, dass authentische Sichtbarkeit nicht belasten, sondern auch stärken muss, wenn sie mit den eigenen Werten und Möglichkeiten im Einklang steht.
Im anschließenden Austausch nutzten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit, Fragen zu stellen und persönliche Erfahrungen zu teilen.