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Alarmstufe Industrie: Hohe Kosten, schwache Aufträge

Energiepreise, Bürokratie und US-Zölle belasten Produktion und Arbeitsplätze. Angesichts jahrelanger Rezession fordert die Industrie Entlastungen seitens der Politik.

Lesedauer: 1 Minute

22.04.2025

Die heimische Industrie steht am Rande des vierten Rezessionsjahres - und sieht keinen Silberstreif am Horizont. In einer Pressekonferenz schlug WKÖ-Industriespartenchef Andreas Mörk Alarm: Die Lage sei „besorgniserregend“, die Produktionszahlen im Sinkflug, rund 13.000 Stellen gingen allein 2024 verloren. Besonders betroffen sind die Metall-, Elektro- und Papierindustrie. Neben den Folgen globaler Handelskonflikte – etwa den drohenden US-Zöllen – nennt Mörk strukturelle Probleme wie hohe Lohnkosten, Bürokratie und Energiepreise als Gründe für den Abwärtstrend.

Abbau bürokratischer Hürden

Auch die Prognosen für die kommenden Monate sind alles andere als vielversprechend. Die Auftragslage bleibt schwach, der Export hat 2024 rund 10 Milliarden Euro an Wert eingebüßt - mit Ausnahme von China und den USA, wobei Letztere durch ihre Zollpolitik ebenfalls an Verlässlichkeit verlieren. Für Spartenobmann Sigi Menz steht fest: Um der Industrie wieder Auftrieb zu geben, brauche es mutige politische Schritte - allen voran eine spürbare Senkung der Lohnnebenkosten sowie den Abbau bürokratischer Hürden, die viele Betriebe in ihrer Wettbewerbsfähigkeit einschränken.

Mehr Effizienz bei Fördervergabe

Darüber hinaus fordern die Vertreter:innen der Branche die Wiedereinführung erleichterter Kurzarbeit, um Arbeitsplätze zu sichern. Ein „Stromausgleichsgesetz“, wie es andere EU-Länder längst eingeführt haben, soll außerdem die Belastung durch Energiepreise dämpfen. Budgetäre Spielräume sieht Menz trotz Spardrucks etwa in der Verwaltung und im Pensionssystem. Bei der Fördervergabe hingegen brauche es laut ihm mehr Effizienz - mit dem Ziel, die Industrie nicht weiter zu schwächen, sondern endlich wieder zukunftsfit zu machen.

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