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Eine große, mehrschichtige Rolle liegt auf einem metallischen Objekt. Die Rolle leuchtet rot. Von oben treffen Wassertropfen auf die Rolle
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Neue Ökodesign-Regeln für Eisen und Stahl in Vorbereitung

Die EU arbeitet an neuen Nachhaltigkeitsanforderungen und einem digitalen Produktpass für ausgewählte Eisen- und Stahlerzeugnisse. Unternehmen können sich bis 12. August 2026 im Rahmen einer öffentlichen Konsultation einbringen.

Lesedauer: 1 Minute

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01.06.2026

Die VO 2024/1781 (Ökodesign VO, engl. Ecodesign for Sustainable Products Regulation, kurz: ESPR) sieht vor, dass für die Produktgruppe Eisen & Stahl neue Nachhaltigkeitskriterien ausgearbeitet werden sollen. Diese Nachhaltigkeitskriterien können sowohl das Produkt selbst (sog. Leistungskriterien) als auch Informationen über das Produkt (sog. Informationskriterien) betreffen. Zusätzlich sollen Informationen in einem digitalen Produktpass (kurz: DPP) gespeichert werden, der das individuelle Produkt begleiten muss. Die neuen ESPR-Kriterien werden sowohl für in der EU produzierte Produkte als auch auf Importe anzuwenden sein.

Die Ausarbeitung der neuen Regeln erfolgt in zwei Schritten:

  • Schritt 1: Erstellung einer Vorstudie; und
  • Schritt 2: Erstellung eines delegierten Rechtsakts im Rahmen der ESPR.

Die Vorstudie liegt nun im letzten Entwurf (Entwurf s. Attachments; ergänzende Unterlagen unter dem Link abrufbar) vor, zu dem bis zum 18.05.2026 Kommentare abgegeben werden konnten. Die Arbeiten am delegierten Rechtsakt erfolgen parallel, wobei uns bisher nichts Näheres über die Inhalte bekannt geworden ist. Im finalen Entwurf sind die fünf untenstehenden repräsentativen Produkte für die Regelung von ESPR-Anforderungen vorgeschlagen werden, wobei eine nähere Definition, z.B. über KN-Nummern, bisher fehlt. Die Liste könnte sich im Rahmen des delegierten Rechtsakts noch ändern:

  • Warmgewalzte Coils (engl. hot rolled coil);
  • Kaltgewalzte verzinkte Coils (engl. cold rolled coil galvanised);
  • Stabstahl und Walzdraht (engl. rod and wire rod);
  • Edelstahl (engl. stainless steel); und
  • Elektroblech (engl. electrical sheet).

Die Europäische Kommission (kurz: EK) hat zu einer öffentlichen Konsultation (kurz: öK; vgl. Fragebogen im Attachment) sowie zu einer Sondierung (vgl. Sondierung im Attachment) zur Produktgruppe Eisen & Stahl eingeladen, die beide für zwölf Wochen geöffnet ist (Frist: 12.08.2026).

Die EK führt an, folgende Problemfelder mit der öK näher untersuchen zu wollen:

  • Ausreichende Berücksichtigung der Umweltauswirkungen, insb. CO2-Fußabdruck sowohl in der Primärproduktion (hinsichtlich Energie und Materialien) als auch der Sekundärproduktion (hinsichtlich Strom und Legierungselementen) 
  • Verbesserung der Stahl-Schrottströme hinsichtlich Qualität und reduzierter Kontamination
  • Erhöhung der Nachfrage nach CO2-armen Stahlerzeugnissen
  • Verbesserungen der Informationen für Endnutzer hinsichtlich der Nachhaltigkeit

Die EK prüft die nachstehenden politischen Maßnahmen:

  • Einführung von Informationsanforderungen zum CO2-Fußabdruck von Eisen- und Stahlerzeugnissen, zum Rezyklatanteil und zu Stoffen, die das Recycling dieser Produkte erschweren.
  • Festlegung von Leistungsklassen und Mindestschwellen für die Umweltfreundlichkeit von Eisen- und Stahlerzeugnissen, z. B. auf der Grundlage der Informationen über den CO2-Fußabdruck.
  • Festlegung von Anforderungen im Zusammenhang mit dem digitalen Produktpass für alle an der Lieferkette beteiligten Akteure.

Hier finden Sie die erwähnten Unterlagen:

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