Münztürme unterschiedlicher Höhe nebeneinander platziert, Stufen bildend, darüber Overlay einer Aufwärtskurve mit Punkten
© Alek | stock.adobe.com

Jetzt schnell sein: Anleihen sind (noch) eine lukrative Anlage

Wo gibt es wieder gute Renditen? Diese Frage beschäftigt Anleger:innen auch 2024. Wer jetzt schnell ist und wohlberaten in Anleihen investiert, der hat auch 2024 noch gute Chancen, an Anleihen kräftig zu verdienen. Einsteiger:innen im Anleihenmarkt ist jedoch eine individuelle Beratung empfohlen. Die wichtigsten Antworten im Überblick.

Lesedauer: 2 Minuten

01.03.2024

„Wer jetzt schnell - und gut beraten - am Anleihenmarkt investiert, hat noch Chancen auf gute Renditen, denn derzeit ist das Umfeld der Anleihenmärkte noch attraktiv“, betont Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister.

Warum die Ausgangslage gut ist?

Jahrelang eher ein Verlustgeschäft, erleben Anleihen derzeit ein Comeback. Dabei haben vor allem Fonds mit Unternehmensanleihen Aufwind. Begründet ist dies in den aktuell hohen Zinsen und den damit verbundenen gestiegenen Kosten für Unternehmen, wenn diese Kredite aufnehmen. Selbst Unternehmen mit guter Kreditwürdigkeit müssen ihre Unternehmensanleihen nun deutlich höher verzinsen als noch in den Vorjahren – obwohl sich die Geschäftsmodelle der meisten Unternehmen nicht verschlechtert haben. Unternehmensanleihen auszugeben, ist daher für viele Firmen eine Option, um an frisches Geld zu kommen. Für Anleger:innen sind damit die Einstandsrenditen bei europäischen Unternehmen wieder attraktiv.

Was sind Anleihen?

Es gibt verschiedene Arten von Anleihen, wie Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Pfandbriefe. Grundsätzlich sind Anleihen zinstragende Wertpapiere, die auch als Schuldverschreibungen oder Rentenpapiere bezeichnet werden. Sie dienen als Finanzierungsmittel für Unternehmen oder die öffentliche Hand, indem sie sich für einen bestimmten Zeitraum Geld am Kapitalmarkt leihen. Anleihen sind in der Regel festverzinsliche Wertpapiere, die über eine vorher festgelegte Zeit regelmäßig Zinsen auszahlen.

Warum man jetzt schnell sein muss?

Jetzt muss man schnell sein, empfiehlt Hannes Dolzer: „Der Zinsgipfel, sprich die Anhebung des Leitzinses durch die EZB, ist wohl fast erreicht.“ Und mögliche, kommende Zinssenkungen der EZB können den Einstieg in Anleihen schon wieder weniger attraktiv machen. Kaufen Anleger:innen aktuell Anleihen, erhalten sie gute Renditen. Aber mit Blick auf sinkende Zinsen ist das von Vorteil. Fallen diese während der Laufzeit, können Anleger:innen die Anleihen sogar mit Gewinn wieder verkaufen. Denn die Zinsen auf Anleihen sind fix, was sie zu sicheren Anlagen macht. „Das hat den Vorteil, dass Anleihen mit guten Zinsen im Weiterverkauf für potenzielle Käufer:innen attraktiver sind als neu ausgegebene, niedriger verzinster Papiere“, betont Dolzer.

Wie kann man das Risiko minimieren?

Um das Risiko von Anleihen zu reduzieren, können Anleger verschiedene Strategien anwenden. Dazu gehören die Diversifizierung des Anleiheportfolios, die Berücksichtigung der Laufzeit und die Bewertung der Bonität der Emittenten. Zudem sollten Anleger die Zinsänderungs-, Inflations- und Rating-Risiken berücksichtigen, insbesondere bei langlaufenden Anleihen. Eine weitere Möglichkeit, das Risiko zu mindern, ist die Auswahl von Anleihen mit kurzen Laufzeiten, da sie in der Regel weniger wertanfällig sind. Aktuell empfiehlt Finanzexperte Dolzer, vor allem auf kurze Zeitspannen von maximal 3 bis 5 Jahren zu setzen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Bonität der Emittenten zu prüfen, da Anleihen mit höherer Bonität in der Regel ein geringeres Ausfallrisiko aufweisen. „Am sichersten fährt, wer sich von Profis vor dem Invest in Anleihen ausführlich beraten lässt“, betont Dolzer.

Weitere interessante Artikel