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Landesrat Sebastian Schuschnig und UBIT-Fachgruppenobmann Martin Zandonella
© WKK I Studio Horst

KI und Cybersicherheit: Neue Förderimpulse für Kärntner Betriebe

Mit gezielten Fördermaßnahmen und einem starken Ausbau der KI- Beratungsangebote setzen die WK Kärnten und das Wirtschaftsreferat des Landes klare Schwerpunkte, um Betriebe praxisnah auf die digitale Zukunft vorzubereiten.

Lesedauer: 3 Minuten

15.01.2026

Künstliche Intelligenz gewinnt für Unternehmen zunehmend an Bedeutung, zugleich steigen die Anforderungen an Cybersicherheit. Um Kärntner Betriebe beim digitalen Wandel zu unterstützen, setzen die Wirtschaftskammer Kärnten und das Wirtschaftsreferat des Landes auf gezielte Förderungen, neue Beratungsangebote sowie mehrere Fachveranstaltungen im Jahr 2026.

KI-Anwendungen bieten Unternehmen Potenziale zur Effizienzsteigerung, Automatisierung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle - etwa im Kundenservice, in der Produktion oder in administrativen Abläufen. Viele Betriebe stehen jedoch noch vor Herausforderungen, etwa beim Know-how-Aufbau, der Einschätzung des konkreten Nutzens oder bei der Suche nach passenden Expert:innen und Partner:innen.

Fokus auf KI-Förderungen ab 2026

Das bestehende Digitalisierungsmaßnahmenpaket wird 2026 deutlich ausgebaut, mit einem klaren Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz. "Entscheidend ist, dass Unternehmen KI sinnvoll, verantwortungsvoll und wirtschaftlich einsetzen", betont UBIT-Fachgruppenobmann Martin Zandonella. Landesrat Sebastian Schuschnig ergänzt: "Mit dem gemeinsam geschnürten Digitalisierungspaket setzen wir nun weitere, gezielte Maßnahmen in strategisch enorm wichtigen Bereichen wie Cybersecurity und KI-Entwicklung.'"

Kernstück ist die neue KI-Umsetzungsförderung, die in Kürze startet. Pro Unternehmen werden sechs Beratungsstunden zu 100 Prozent gefördert - zwei Stunden zur Entwicklung eines konkreten Use Cases und vier Stunden zur Umsetzung eines einfachen Prototyps. Die Beratung erfolgt durch Expert:innen der Fachgruppe UBIT, insgesamt sollen rund 50 Projekte umgesetzt werden. Ergänzend wird ein KI-Förderkompass eingeführt: Ein KI-gestützter Chatbot auf der Website der Wirtschaftskammer Kärnten soll Unternehmen künftig dabei unterstützen, passende Förderungen rasch zu finden.

Cybersicherheit gewinnt an Bedeutung

Neben KI bleibt Cybersicherheit ein zentraler Bestandteil des Maßnahmenpakets. Laut der EY-Cybersecurity-Studie 2025 berichten 32 Prozent der österreichischen Unternehmen von Cyberangriffen in den vergangenen fünf Jahren – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Mit dem Inkrafttreten des Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetzes 2026 (NISG 2026) wird Cybersicherheit für deutlich mehr Unternehmen zur Pflicht. Betroffen sind künftig nicht nur kritische Infrastrukturen, sondern auch viele mittelständische Betriebe in Bereichen wie Industrie, Gesundheit oder digitaler Infrastruktur.

Um Unternehmen bei der Vorbereitung zu unterstützen, wird die NIS2-Beratungsförderung angeboten. Sie umfasst bis zu zehn vollständig geförderte Beratungsstunden - darunter eine rechtliche Einordnung, einen technischen Sicherheitscheck sowie Beratung zu Organisation und Risikomanagement.

Veranstaltungen und Wissenstransfer

Abgerundet wird das Programm durch mehrere Veranstaltungsformate, darunter der KI-Day am 5. Mai 2026, der Digital Service Day sowie die Cyber Security Night am 10. November. Zusätzlich wird die Zusammenarbeit mit der Universität Klagenfurt intensiviert, um den Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft zu stärken.

Für die Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen stellen die Wirtschaftskammer Kärnten und das Land Kärnten gemeinsam 200.000 Euro zur Verfügung. "Damit setzen wir gemeinsam ein starkes Signal für eine gezielte, niederschwellige und praxisnahe Unterstützung der Kärntner Unternehmen im digitalen Wandel", so Zandonella. Ziel ist es, Kärntner Unternehmen nicht nur bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu unterstützen, sondern ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken.

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