Presseinformation (24.2.2026) - Braubilanz 2025
Brauerei-Branche im Wandel: Bierausstoß lag bei 9,25 Mio. Hektoliter
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- Allgemeiner Konsumrückgang trifft auch Getränke-Branche
- Bier-Konsum europaweit rückläufig
- Dosenbierproduktion ist „implodiert“: Um 100 Mio. Bierdosen weniger abgefüllt als im Jahr davor
- Produkt-Trend: Alkoholfreie Biere steigen kontinuierlich
- Pfand auf Einweg-Gebinde brachte Verschiebung im Gebinde-Mix
- Kreislauf-Wirtschaft im Fokus: Bereits 72 Prozent des Bierausstoßes in Mehrweg-Gebinden
Wien, 24.2.2026 – Österreichs Brauwirtschaft befindet sich in einer Phase spürbarer Veränderung. Der Gesamtausstoß im Vorjahr (Bier inkl. alkoholfreiem Bier und Export) belief sich auf 9,25 Mio. Hektoliter – das ist ein Rückgang von 7,1 Prozent zum Jahr 2024. Die Inlands-Produktion von Bier und alkoholfreiem Bier lag bei 7,88 Mio. Hektolitern, der Export kam auf 1,37 Mio. Hektoliter. Das Inlands-Minus fiel mit 6,1 Prozent deutlich aus; jenes im Export beträgt sogar 12,4 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt strukturelle Veränderungen im Konsumverhalten und im Marktumfeld wider: Demografische Verschiebungen, ein verändertes Genussverhalten sowie eine gedämpfte wirtschaftliche Grundstimmung lassen die Sparquote steigen und die Ausgaben für Konsumgüter sinken. Positiv bemerkbar macht sich die steigende Nachfrage nach alkoholfreien Bieren. Die Konsolidierung im Absatz ist dabei kein österreichisches Phänomen: In ganz Europa sowie über alle Getränkesegmente hinweg mussten Produzenten 2025 teils deutliche Absatzverluste hinnehmen.
Karl Schwarz, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs, appelliert an die Politik „rasch die richtigen Entscheidungen zu treffen, die Inflation langfristig und dauerhaft zu senken und damit Zuversicht zu vermitteln.“ Zuversicht sei – so Schwarz – „der Konsummotor schlechthin“. Positiv zu bemerken sei die gestiegene Eigenversorgung mit heimischen Brau-Zutaten Hopfen und Gerste – nicht zuletzt aufgrund der guten Ernteergebnisse 2025.
2025 war für die heimische Brauwirtschaft erneut ein forderndes Jahr. Anhaltend hoher Kostendruck durch Energiepreise und Lohnabschlüsse, veränderte Absatzmärkte sowie eine markante Konsumzurückhaltung prägten die Entwicklung. Die Bierproduktion war daher rückläufig - die Branche sieht darin weniger eine kurzfristige Schwäche als vielmehr die Fortsetzung eines strukturellen Wandels: Bierausstoß und Pro-Kopf-Konsum bewegen sich in Österreich weiterhin auf hohem Niveau, haben ihren Zenit jedoch bereits überschritten. „Mengenwachstum sei nicht mehr zu erwarten“, so der Verband der Brauereien. Im Vorjahr wurde von heimischen Brauereien 8,7 Mio. Hektoliter Bier (exkl. AF-Biere) produziert, davon gingen mehr als 1,12 Mio. Hektoliter in den Export. Das Minus im Bier-Inlands-Ausstoß belief sich auf 6,5 Prozent, im Export auf 10,8 Prozent. Der deutliche Rückgang im Export ist weniger auf eine schwächere Nachfrage nach heimischen Bieren im Ausland zurückzuführen, sondern eher auf Produktionsverlagerungen in länderübergreifenden Unternehmensstrukturen.
Grafik- und Fotodownload: www.bierland-oesterreich.at
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