Russische Föderation: Wirtschaftslage
Die wichtigsten Informationen zur russischen Wirtschaft – zuverlässig und aus erster Hand
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Aktuelle Lage: Wirtschaftsbericht
Aktuelle Entwicklungen
- Wirtschaftswachstum Russlands verlangsamt sich 2025 auf +1,0 %, da hoher Leitzins sowohl Investitionen als auch Privatkonsum bremst; BIP-Prognose für 2026: +1,1 %
- Österreichischer Außenhandel mit Russland fällt 2025 das vierte Jahr in Folge und bricht durch den Importstopp von russischem Gas um -73,3 % ein
- 2026 erneute Ausweitung der Sanktionen gegen Russland - geopolitische und wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren ungewiss
Wirtschaftslage
Seit Russland am 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begann und von westlichen Staaten mit Sanktionen belegt wurde, änderten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlagartig. Der Export von wichtigen Gütern und Dienstleistungen nach Russland ist sanktionsrechtlich unterbunden und der Zahlungsverkehr stark eingeschränkt. Hinzu kommt ein internationaler Flugboykott. 2025 ist das BIP Russlands nur um +1,0% gestiegen, da der hohe Leitzins von 14,5% sowohl Investitionen als auch Privatkonsum bremst und da Treiber für nachhaltiges Wachstum fehlen. Daher wird das Wachstum 2026 ähnlich verhalten ausfallen (+1,1%), wobei das Zustandekommen oder Scheitern eines möglichen Friedensvertrags die Prognosen stark abändern könnte.
Umfassende Sanktionen
Die mittlerweile zwanzig EU-Sanktionspakete umfassen u.a. wichtige Personen bzw. Organisationen, die von Russland besetzten ukrainischen Gebiete, den Export und Import bestimmter Waren und Dienstleistungen, Finanzmarkteinschränkungen und Rundfunksanktionen. Auch der Import von russischen Kohlenwasserstoffen, Stahl, Holz und anderen Produkten, welche die russische Staatskasse füllen, ist verboten. Die Regeln zur Bekämpfung der Sanktionsumgehung, wie z.B. die „No Re-Export to Russia Klausel“, werden zunehmend verschärft. Es werden auch Banken und Firmen in Drittländern, welche sich an Sanktionsumgehungen beteiligen, sanktioniert. Mit dem 20. Sanktionspaket wurde erstmals auch der Export bestimmter Waren aus der EU in Drittländer im Zusammenhang mit Sanktionsumgehung verboten. Auch die USA, UK, Kanada, Japan, Schweiz und die restliche westliche Welt haben umfassende Sanktionen gegen Russland, die nicht immer deckungsgleich sind, eingeführt. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Homepage der Abteilung Europapolitik/Handelspolitik der WKÖ sowie in unserer Sanktionsliste (mit Suche), welche laufend aktualisiert wird.
Fragen zu Sanktionen und Compliance
Das AußenwirtschaftsCenter Moskau steht Ihnen für Detailauskünfte zur Verfügung: Schicken Sie einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an.