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Design.Handwerk.Technologie.

Stärken von Handwerk und Zukunftstechnologien verbinden

Lesedauer: 6 Minuten

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08.05.2026

Gefördert werden kooperative Vorhaben zwischen handwerklich orientierten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und der Kunstuniversität Linz.

Die Initiative "Design.Handwerk.Technologie." verbindet traditionelles Know-how mit modernen Technologien und schafft für die Betriebe dadurch einen niederschwelligen Zugang zu Forschung und Entwicklung. So werden ihnen neue Perspektiven für Produkte, Prozesse und ganze Geschäftsmodelle eröffnet.

Ermöglicht werden kooperative Vorhaben zwischen handwerklich orientierten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und der Kunstuniversität Linz. Ziel der Initiative ist es, experimentelle und anwendungsnahe Projekte zu ermöglichen, die an der Schnittstelle von Design, Handwerk und Technologie neue Impulse für Produkte, Prozesse, Materialien, digitale Anwendungen oder Geschäftsmodelle setzen.

Ausgewählt werden Projekte, die auf einer aktiven Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern basieren, einen klaren Bezug zu den Themenfeldern Design, Handwerk und/oder Technologie aufweisen und in einem überschaubaren Zeitraum umsetzbar sind. Die Projekte sollen zu konkreten Ergebnissen führen und einen erkennbaren Mehrwert für die beteiligten Betriebe sowie für den Wissenstransfer zwischen Praxis und Kunstuniversität schaffen.

Gefördert werden unterschiedliche Projektformate - von der Innovationsberatung über Designkonzepte und größere Entwicklungsprojekte bis hin zu Weiterbildung und Qualifizierung. Je nach Projektformat und Laufzeit, die von einem 1-Tages-Workshop bis zum zwölfmonatigen Leitprojekt reichen kann, werden die Vorhaben mit 4.000,- bis 28.000,- Euro gefördert. Förderwerber müssen Konsortien aus mindestens einem kleinen und mittleren Unternehmen mit handwerklichem Schwerpunkt und einem Institut oder einer Abteilung der Kunstuniversität Linz sein. 

Niederschwellige Formate ermöglichen einen einfachen Zugang zur Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Linz. Im Fokus stehen Vernetzung, erste Projektideen und die strukturierte Bearbeitung konkreter Fragestellungen im Betrieb. Ziel ist, erste Lösungsansätze und Projektkonzepte zu entwickeln.

Dauer: 1 - 5 Tage | Beteiligungshöhe: bis € 4.000,-

Kleinprojekte dienen der konzeptionellen Entwicklung, Prüfung und Vorbereitung von Design-, Produkt-, Prozess- oder Technologievorhaben. Sie ermöglichen es, Ideen zu konkretisieren, Machbarkeiten zu prüfen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für weiterführende Projekte zu schaffen.

Dauer: 1 - 4 Monate | Beteiligungshöhe: bis € 12.000,-

Leitprojekte zielen auf die vertiefte Entwicklung und Umsetzung von Vorhaben mit höherer Komplexität ab. Im Fokus stehen die Erarbeitung konkreter Ergebnisse wie Prototypen, Modelle, Verfahren, Anwendungen oder Konzepte mit erhöhter Sichtbarkeit und Relevanz für die beteiligten Betriebe.

Dauer: 4 - 12 Monate | Beteiligungshöhe: bis € 28.000,-

Ergänzend werden Weiterbildungsmaßnahmen gefördert, die Betriebe beim Aufbau neuer Kompetenzen unterstützen – etwa in Design, Digitalisierung oder interdisziplinärer Zusammenarbeit, sofern diese in inhaltlichem Zusammenhang mit einem Kooperationsprojekt stehen.

Dauer: 3 - 5 Tage | Beteiligungshöhe: bis € 4.000,-


Diese Beispiele sollen als Anregungen für Ihre Projekte dienen. Bei der Initiative Design.Handwerk.Technologie. wird aber individuell an der Umsetzung Ihrer Projekte gearbeitet! 

die Architektur 

Casa da Esquina und Casa Branca In Kooperation mit der Estação Cooperativa de Casa Branca wird ein Eckhaus am Hauptplatz saniert (2025/2026): Das Obergeschoss bietet Unterkünfte für Langzeitgäste, das Erdgeschoss ein Nachbarschaftscafé. Die Sanierung umfasste den Dachstuhl mit Kork-Kalk-Dämmung, die Fassadenpflege sowie die Fertigung neuer Metall- und die Restaurierung alter Holzfenster. Bis 2026 wird der Innenausbau abgeschlossen. In der Casa Branca im Alentejo entwickelte und errichtete BASEhabitat eine Gemeinschaftstischlerei in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude (2025). Um hohe Spannweiten bei geringem Gewicht zu erzielen, wurde ein hinterlüftetes Dach mit Brettbindern als „Haus-im-Haus“-Konstruktion realisiert. Ein Experiment mit Niedertemperatur-Feldbrand diente zudem der schonenden Reinigung historischer Dachziegel.

Into the Garden Der Botanische Garten in Linz zählt mit rund 10.000 Pflanzenarten auf 4,2 ha zu den schönsten Anlagen Österreichs. Sein vielfältiges Programm lockt ganzjährig Gäste an. 2022 bereicherte BASEhabitat den Botanischen Garten auf der Gugl in Linz um einen Pavillon aus rein natürlichen Materialien. Der kompakte Bau bietet Aufenthalts- sowie Ausstellungsbereiche für alle Altersgruppen und eröffnet neue Blickwinkel auf die umliegenden Grünoasen. Zentral für den Entwurf war die Symbiose zwischen Architektur und Naturlandschaft. Geprägt von Behutsamkeit und Ruhe, rückt der Pavillon die vielfältigen Biotope in den Vordergrund. Er stellt eine harmonische Intervention dar, welche die bestehenden Qualitäten des Botanischen Gartens sensibel ergänzt.

Beteiligte siehe Projekthomepage https://diearchitekturlinz.at/projekte

Creative Robotics 

Sattlerei 4.0 Die Karl Niedersüß GmbH entwickelt und fertigt seit rund 300 Jahren hochwertige Sättel und Reitzubehör. In Kooperation mit der Abteilung Creative Robotics der Kunstuniversität Linz wurde das Projekt „Sattelfertigung 4.0“ realisiert. Ziel war die robotergestützte Herstellung von Sattelbäumen. Dafür wurde gemeinsam ein digitales Modell erarbeitet, die einzelnen Fertigungsschritte analysiert, Prototypen entwickelt sowie die Robotersteuerung implementiert und kontinuierlich optimiert.

Polieren mit kollaborativen Robotern Im Projekt mit Puhl Oberflächentechnik entwickelte Creative Robotics einen adaptiven, robotergestützten Polierprozess für komplexe Freiformflächen. Ziel war es, einen bislang stark manuellen Arbeitsschritt zu automatisieren, ohne die erforderliche Flexibilität zu verlieren. Dafür wurden parametrische Werkzeugpfade, kraftgeregelte Prozesse und eine anpassbare Programmierumgebung entwickelt, die auf wechselnde Geometrien reagiert und handwerkliches Prozesswissen integriert.

Beteiligte siehe Projekthomepage https://creativerobotics.at/projects/

Industrial Design 

Digitale Harmonika Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer digitalen Steirischen Harmonika für Kärntnerland. Die Familie Schwarz fertigt seit Jahrzehnten klassische Instrumente und führte bereits 1986 die erste MIDI-Harmonika ein. Anders als beim analogen Vorbild wird der Klang hier durch Samples erzeugt. Die digitale Version optimiert das Lernen sowie Studio- und Live-Einsätze. Gefordert ist ein leichtes, kompaktes Instrument, das hohe Bewegungsfreiheit und Individualisierung bietet, ohne bei der Klangqualität Kompromisse einzugehen. Technologische Komponenten gepaart mit Echtholz-Furnier vereinen Modernität und Wärme. Als Pionierprojekt hebt sich diese digitale Harmonika deutlich von klassischen Instrumenten ab und bietet durch digitale Features eine große Varianz.

Mühlböck Küchen Das Projekt untersuchte Lösungen für die „Lebensmittelaufbewahrung in der modernen Küche“ unter Einbezug globalen Wissens. Die daraus resultierenden Konzepte wurden 2018 in die „Mühlböck.Küchen – artgerecht“ integriert. Ein Fokus lag auf der Brotaufbewahrung: Um dem schnellen Austrocknen entgegenzuwirken, nutzt die neue Box feuchtigkeitsregulierendes Holz und Keramik. So wird die Qualität des Backwerks erhalten und Schimmelbildung durch Lebensmittelrückstände effektiv verhindert. Die Kombination aus traditionellem Wissen und moderner Materialwahl sichert langanhaltende Frische und Aroma.

Beteiligte siehe Projekthomepage https://creativerobotics.at/projects/

Design und Technik 

Crafting Futures Lab und Toolkits Das Crafting Futures Lab ist eine Plattform für die Erforschung der Zukunft des Handwerks, des Handwerks der Zukunft und der Gestaltung von Zukünften. Im Fokus stehen Materialien, Techniken und Werkzeuge mit dem Ziel, Wissen zu generieren und zu diversifizieren und verschiedene Zielgruppen in das Denken und Handeln einzubeziehen. Das Labor wurde ins Leben gerufen um Bildung und Praxis, die sich mit gesellschaftlichen, technischen und ästhetischen (Wechsel-) Wirkungen von Handwerk und digitalen Technologien auseinandersetzt, einen Ort zu geben. Neben assoziierten Lehrveranstaltungen, Forschungsprojekten und Austausch mit externen Forscher:innen und Künstler:innen gibt es ein zentrales Labor, in dem praktisch gearbeitet werden kann. Begleitet von Studienassistent:innen könnt ihr z.B. mit 3D-Druckern, Laser Cutter, Schneidplotter, einer digitalen Stickmaschine und weiteren Geräten arbeiten.

Beteiligte siehe Projekthomepage https://craftingfutures.net/

Nehmen Sie bitte als Erstes Kontakt mit der WKO Oberösterreich auf. Ansprechpartnerin Doris Kogler
Tel: 05-90909-5756
E-Mail: bezirksstellen@wkooe.at

Im Anschluss bzw. wenn Sie bereits einen Projektpartner bei der Kunstuniversität Linz haben:

Füllen Sie bitte <<die Antragsformulare>> aus und schicken Sie sie an bezirksstellen@wkooe.at(Formulare zum Downloaden werden noch zur Verfügung gestellt)

Eine Jury aus Mitgliedern der Wirtschaftskammer OÖ, Kunstuniversität Linz und Handwerksbetrieben wird Ihr Projektvorhaben bewerten. Falls Ihre Projektidee als förderungswürdig befunden wird, bekommen Sie mit einer schriftlichen Zusage eine Projektnummer zugeteilt, mit der Sie in der WKOÖ Förderdatenbank nach Abschluss Ihres Projektes die Einreichung und Abrechnung vornehmen können.

Diese Angebote richten sich an die Mitglieder der WKOÖ.

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