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Containerschiff
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Importe gestiegen, Exporte gesunken 

Österreich verzeichnete 2025 ein Handelsbilanzdefizit von 6,6 Mrd. Euro und die Geopolitik belastet Konjunktur und Außenhandel auch weiterhin.

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Aktualisiert am 11.03.2026

Wegen stark gestiegener Importe aus China (+14 Prozent) sowie eines deutlichen Rückgangs der Ausfuhren in die USA (–20 Prozent), die immer protektionistischer (Stichwort Zölle) auftreten, verzeichnete Österreich 2025 ein Handelsbilanzdefizit von 6,6 Mrd. Euro. Mit Abstand wichtigster Handelspartner Österreichs bleibt Deutschland. Mit den EU-Ländern halten sich Exporte und Importe ungefähr die Waage.

Die österreichischen Gesamt­exporte sind 2025 gegenüber dem Vorjahr 2024 um 0,5 Prozent auf rund 190,1 Mrd. Euro gesunken, so die vorläufigen Zahlen der Statistik Austria. Die Importe stiegen dagegen um 4,1 Prozent auf gut 196,7 Mrd. Euro. Die Einfuhren aus den anderen 26 EU-Mitgliedstaaten stiegen um 2,6 Prozent auf 128,7 Mrd. Euro. Die Ausfuhren wuchsen leicht um 0,6 Prozent auf 129 Mrd. Euro. Besonders stark sind die Importe aus Nicht-EU-Ländern auf 68 Mrd. Euro gewachsen (+7,1 Prozent). Die Ausfuhren sanken dagegen um 2,9 Prozent auf 61,2 Mrd.

Geopolitik drückt auf Konjunktur

Österreichs Wirtschaft kommt laut aktuellem Wifo-Konjunkturtest weiter nicht in Schwung. Neue geopolitische Unsicherheiten, insbesondere der Iran-Krieg, dämpfen Investitionen und Nachfrage. Die Industrie leidet unter einer anhaltend schwachen Auslandsnachfrage und auch in der Bauwirtschaft überwiegen die negativen Einschätzungen.

Der Iran-Krieg mit der Blockade der Straße von Hormuz sorgt für neuen Kostendruck und ließ den Rohölpreis um mehr als 15 Prozent steigen. Auch Erdgas verteuerte sich seit Jahresbeginn deutlich. Dies trieb die Inflation im Februar auf 2,2 Prozent. Spuren gibt es auch am nationalen Arbeitsmarkt, wo die Februar-Arbeitslosenrate mit 8,3 Prozent um 0,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres lag.