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EU
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Binnenmarkt brachte Schub

Österreich profitierte vom Binnenmarkt überdurchschnittlich.

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Aktualisiert am 20.05.2026

Österreichs Warenexporte sind seit dem EU-Beitritt am 1. Jänner 1995 bis 2025 von 43,9 auf 198,1 Mrd. Euro gewachsen. Auch das Bruttoinlandsprodukt und die Industrie konnten profitieren. Das zeigt eine Studie, die Prof. Teodoro Cocca von der JKU im Auftrag des Landes OÖ erstellt und gemeinsam mit Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner präsentiert hat. 

Cocca verglich darin das Wirtschaftswachstum Österreichs mit jenem von Finnland und Schweden, die ebenfalls 1995 beitraten, sowie den übrigen damaligen EU-Ländern. Die Wirtschaft in Österreich, Schweden und Finnland wuchs demnach deutlich schneller, vor allem in den ersten zehn Jahren. Bis 2005 stieg das BIP in Österreich um 26 Prozent, in Schweden um 34 Prozent und in Finnland um 46 Prozent. Bei den 11 EU-Kernländern waren es dagegen 15 Prozent.

Besonders profitierte unser Land bei den Exporten. Sie stiegen zwischen 1995 bis 2025 um rund 350 Prozent. Auch der Trend der abwandernden Industrie wurde bis etwa 2005 verlangsamt. Von einer weiteren Integration des europäischen Binnenmarkts sollte Österreich erneut stark profitieren, heißt es in der Studie. Allein für OÖ ergäbe sich ein zusätzlicher Wachstumseffekt von bis zu 0,6 Prozent pro Jahr. Das größte Potenzial liegt laut Cocca im Dienstleistungssektor, insbesondere an Schnittstellen zur Industrie – Stichwort KI.

Harmonisierung vorantreiben

Deshalb plädiert LR Achleitner auch für eine tiefere Harmonisierung im Dienstleistungsbinnenmarkt. Notwendig seien u.a. eine vereinfachte Anerkennung beruflicher Qualifikationen und einfachere grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung. „Man sollte den Binnenmarkt mehr als wirtschaftspolitisches Entwicklungsfeld nutzen“, so Achleitner.