Energiepreise wieder extrem - Politik muss rasch und konsequent gegensteuern
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: Strompreis nach Produktionskosten (Cost-Plus-Modell) berechnen und Steuerlast auf Treibstoffe senken
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„Was wir beim Ausbruch des Russland/Ukraine-Kriegs gesehen haben, droht auch jetzt: In der Folge des Iran-Kriegs geraten die Energiepreise und damit auch die Strommärkte unter Druck. Daher braucht es einen nationalen Energie-Krisenmechanismus, der vor exorbitanten Strompreissteigerungen schützt. Als WKOÖ haben wir dazu ein Modell einer nationalen kostenorientierten Preisbildung vorgeschlagen, um weitere Verwerfungen in der Wirtschaft als auch bei den Endkunden abzufedern“, so die WKOÖ-Präsidentin. Das so genannte Cost-Plus-Modell der WKOÖ sieht vor, dass Erzeuger einen fairen, kalkulierbaren Gewinn auf ihre tatsächlichen Produktionskosten aufschlagen, anstatt vom Markthöchstpreis zu profitieren. „Das Cost-Plus-Modell schafft Planungssicherheit, verhindert Preisspitzen und entlastet insbesondere energieintensive Betriebe, die ohnehin unter hohen Standortkosten leiden“, ergänzt Doris Hummer.
Das Cost-Plus-Modell schafft Planungssicherheit, verhindert Preisspitzen und entlastet insbesondere energieintensive Betriebe, die ohnehin unter hohen Standortkosten leiden.

Doris Hummer
WKOÖ-Präsidentin
Die akute Energiepreiskrise zeigt sich auch in den deutlichen Preissprüngen und den enormen Turbulenzen an den internationalen Öl- und Gasmärkten. „Jetzt ist der Finanzminister gefordert, die hohe Steuerbelastung auf Benzin und Diesel zumindest zu halbieren, die Mineralölsteuer auf das EU-Mindestniveau zu senken und die CO2-Abgabe so lange auszusetzen, bis sich die Preise wieder deutlich nach unten bewegen“, fordert WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer rasches und konsequentes Handeln, um die Folgen des Iran-Kriegs einzudämmen.