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Zukunftshoffnung

Die Junge Wirtschaft zeigt sich optimistisch, es gibt jedoch klare Forderungen nach einer Reformierung des FLAF und der Entlastung bei Entgeltfortzahlungen.

Lesedauer: 3 Minuten

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Aktualisiert am 07.05.2026

Mehr als ein Viertel (29 Prozent) der jungen Unternehmen im Land rechnet mit einem wirtschaftlichen Aufschwung. Das sind um 11 Prozent mehr als bei der letzten Befragung 2025.  Nicht nur in ihrer Zuversicht, sondern auch in ihren Forderungen sind sich die Jungunternehmer einig. 

Ein zentrales Anliegen ist die Entlastung der Arbeit durch Senkung der Lohnnebenkosten. Vor allem die Finanzierung des Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) über arbeitgeberseitige Lohnnebenkosten wird kritisch gesehen. „Eine Reform des FLAF könnte durch Maßnahmen wie der Reduktion von Überförderungen, einer Erhöhung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters oder der Einführung einer Ausgabenbremse im Verwaltungsbereich finanziert werden“, schlägt JW-Landesvorsitzender Florian Baumgartner zur Finanzierung einer solchen Reform vor. Eine weitere Belastung insbesondere für kleine und junge Unternehmen sind Fehlzeiten am Arbeitsplatz und die damit verbundenen Kosten, wenn Entgeltfortzahlungen geleistet werden müssen. „Auch in diesem Bereich wünschen wir uns entsprechende Entlastungsmaßnahmen“, so Baumgartner. Ein starkes Netzwerk ist für junge Unternehmer ebenso entscheidend. Die Junge Wirtschaft unterstützt junge Unternehmerinnen und Unternehmer in allen Stationen ihrer Laufbahn und bietet mit über 100 Veranstaltungen im Jahr viele Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch. 

NextGen-Tour für Nachfolger

Knapp 15 Prozent der Arbeitgeberbetriebe stehen bis 2029 zur Übernahme an. Um die Unternehmensnachfolger bestmöglich zu unterstützen, bietet die Junge Wirtschaft auf ihrer NextGen-Tour durch alle Bezirke Einblicke in laufende Nachfolgeprozesse und vernetzt Betriebs-Übergeber mit potenziellen Nachfolgern.

Zur "Jungen Wirtschaft"

 

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer:
Klare Strategie für die Jungen

Die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer blicken zuversichtlich in die Zukunft. Das zeigt das jüngste Konjunkturbarometer der Jungen Wirtschaft (JW). Optimismus können unsere Nachwuchsunternehmer auch brauchen angesicht der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage. Doch die Jungen sind krisenerprobt. Angefangen bei der Pandemie über die hohe Inflation bis hin zum Ukraine-Krieg haben sie schon einige Herausforderungen bewältigt und nichtsdestotrotz wurden ja auch in dieser Zeit viele Unternehmen gegründet. Die jungen Menschen sind also bereit, ihre Geschäftsideen umzusetzen, sie wollen investieren, Arbeitsplätze schaffen und die heimische Wirtschaft voranbringen. Die Zukunft des Standorts entscheidet sich an der zentralen Frage: Was ist nötig, damit junge Unternehmerinnen und Unternehmer in Oberösterreich bleiben und hier investieren?

Zukunftsstrategie

Die Antwort ist klar. Als wichtigste Wachstumsimpulse stehen Bürokratieabbau und die Senkung der Lohnnebenkosten an erster Stelle. Auch steuerliche Anreize und wettbewerbsfähige Energiepreise sind wichtige Kriterien für junge Unternehmer. Wenn wir jetzt entschlossen handeln und Leistung wieder stärker belohnen, kann Oberösterreich seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern. Es geht nicht nur um kurzfristige Impulse, sondern um eine klare Standortstrategie für die nächste Unternehmer-Generation.

Junge Menschen sind bereit, ihre Geschäftsideen umzusetzen, sie wollen investieren, Arbeitsplätze schaffen und die heimische Wirtschaft voranbringen.

 

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