Lehrlingsbonus besser als Basisförderung
Vorstoß der WKOÖ: Statt wie bisher die Lehrausbildung finanziell zu fördern, soll der Staat den Pensionsversicherungsbeitrag der Dienstgeber für Lehrlinge übernehmen.
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Die duale Ausbildung ist ein Garant für den Wirtschaftsstandort Österreich und Oberösterreich ist seit Jahren das Lehrlingsausbildungsland Nummer eins. „Das schwache Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre hat jedoch auch in der Lehrlingsausbildung Spuren hinterlassen. Es gibt weniger Lehrlinge, aber auch weniger Ausbildungsbetriebe. Der Lehrlingsbons ist eine intelligente Lösung, die Entlastung bringt, ohne die Ausbildung zu schwächen. Daher schlage ich vor: Die Bundesregierung sollte die bestehende Basisförderung für Lehrlinge gegen eine direkte Senkung der Lohnnebenkosten tauschen“, erklärt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.
175 Mio. Entlastung
Konkret: Der Staat übernimmt in dem von der Wirtschaftskammer OÖ erdachten Modell den gesamten Dienstgeber-Beitrag zur Pensionsversicherung in Höhe von 12,55 Prozent der Bemessungsgrundlage. Damit bleibt – wie beim PV-Bonus für Ältere – die Bemessungsgrundlage unverändert.
Kein Nachteil für Lehrlinge
Kein Lehrling hat dadurch einen Nachteil bei seiner künftigen Pension. Die Entlastung für die Betriebe beträgt rund 175 Millionen Euro jährlich. Im Gegenzug könnte die Bundesregierung die derzeitige Basisförderung in Höhe von 200 Millionen Euro streichen. Das ergibt eine Entlastung des Bundeshaushalts um 25 Millionen Euro – bei gleichzeitiger Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen.Dieser Tausch entlastet die Betriebe bei den Personalkosten und ist ein Zeichen dafür, dass Leistung sich lohnen muss – für Betriebe wie für Lehrlinge.Die duale Ausbildung braucht faire Rahmenbedingungen. Der Lehrlingsbonus würde Bürokratie abbauen, Spielraum schaffen und die Attraktivität der Lehrlingsausbildung sichern.