Entlastung bei Lohnnebenkosten ist richtiges Signal an Unternehmen
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: „Doppelbudget der Bundesregierung ist erster Schritt, Arbeitskosten müssen weiter gesenkt werden“
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„Wir haben sie für unsere Betriebe vehement eingefordert, jetzt ist die Senkung der Lohnnebenkosten im Budgetpfad der Bundesregierung tatsächlich für 2028 geplant“, wertet WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer die angekündigte Reduktion um einen Prozentpunkt als lange erwartetes, richtiges Signal an die Unternehmerinnen und Unternehmer im Land.
Wir haben sie für unsere Betriebe vehement eingefordert, jetzt ist die Senkung der Lohnnebenkosten im Budgetpfad der Bundesregierung tatsächlich für 2028 geplant

Doris Hummer
Präsidentin WKO Oberösterreich
Ein Wermutstropfen bleibt angesichts der hohen Arbeitskosten, dass die Entlastung nicht schon 2027 kommen wird. „Da Österreich mit Staatsausgaben von 56 Prozent im weltweiten Vergleich auf dem dritten Platz rangiert, haben wir ein Ausgabenproblem, kein Einnahmenproblem. Daher bin ich überzeugt, dass die Arbeitskosten weiter gesenkt werden können, ohne dafür etwa die Bankenabgabe zu verlängern oder die Körperschaftssteuer zu erhöhen“, sagt Hummer. Möglich machen würden dies die Kürzung von Überförderungen, die Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters, eine Ausgabenbremse im Verwaltungsbereich und ein effizienteres Gesundheitswesen. Nicht zu vergessen sind die positiven Auswirkungen, die eine Senkung der Lohnnebenkosten auf die Wirtschaft hätte, und die daraus folgende teilweise Selbstfinanzierung einer solchen Reform.
„Auch wir als Wirtschaftskammer sind hier immer mit gutem Beispiel vorangegangen und haben die Kammerumlage 2 seit 2001 um 25,6 Prozent gesenkt und weitere minus 20 Prozent sind bereits in Planung“, erklärt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.