Erfolgreich auf dem Weg zur E-Mobilität
Nachhaltige Mobilität gewinnt für Betriebe zunehmend an Bedeutung, nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch als wirtschaftlicher Faktor.
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Wie eine fundierte Analyse dabei hilft, die richtige Entscheidung zu treffen, zeigt das Beispiel der Firma Baldinger 3D e.U., die im Rahmen der ÖKO-PLUS-Beratung der WKOÖ ihr betriebliches Mobilitätskonzept überprüfen ließ. Die Analyse wurde von einem externen Unternehmensberater der Fachgruppe UBIT durchgeführt. Ziel war, auf Basis realer Fahrdaten die Eignung eines bestehenden Montagefahrzeugs für eine Umstellung von Diesel- auf Elektromobilität zu bewerten.
Reale Fahrdaten
Dazu wurden die Fahrprofildaten eines Opel Vivaro Diesel ausgelesen und mithilfe einer Simulationssoftware ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen ein klar strukturiertes und gut planbares Einsatzprofil. Die durchschnittliche Tagesstrecke liegt bei 56,4 Kilometern, die maximale Tagesstrecke bei 197 Kilometern. Die jährliche Fahrleistung beträgt rund 15.100 Kilometer, wobei bei etwa 20 Prozent der Fahrten ein Anhänger eingesetzt wird. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Am Firmensitz reicht laut Simulation eine Ladeleistung von lediglich 3,6 kW. Höhere Ladeleistungen würden die Abdeckung des Fahrprofils nicht weiter verbessern – ein wichtiger Hinweis für eine kosteneffiziente Ladeinfrastruktur.
Moderner E-Transporter
Auf Basis der GPS-Daten wurde die Eignung dreier gängiger E-Transporter untersucht: Mercedes eSprinter (81 kWh), Renault Master E-Tech (87 kWh) und VW eTransporter (64 kWh). Alle Modelle erwiesen sich grundsätzlich als geeignet für den betrieblichen Einsatz. Der ursprünglich favorisierte Mercedes eSprinter deckt das Fahrprofil zu 99,4 Prozent ab und bietet eine Anhängelast von 2000 kg. Der Renault Master E-Tech erreicht mit 99,7 Prozent die höchste Abdeckung und eine Anhängelast von 1800 kg. Der VW eTransporter deckt 97,3 Prozent des Fahrprofils ab, bietet dafür die höchste Anhängelast mit 2300 kg.
Messbarer Nutzen
Aufgrund der niedrigsten Anschaffungskosten bei gleichzeitig größter Batterie wurde der Renault Master E-Tech als bevorzugte Option empfohlen. Auch wirtschaftlich überzeugt der Umstieg. Bei angenommenen Energiepreisen von 0,23 Euro pro kWh Strom und 1,40 Euro pro Liter Diesel ergibt sich eine jährliche Kosteneinsparung von rund 1.110 Euro. Darüber hinaus leistet der Betrieb einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz. Die CO₂-Reduktion beträgt rund 4,6 Tonnen pro Jahr, was in etwa der jährlichen CO₂-Bindung von 360 Buchen entspricht.
Für gesamten Fuhrpark
Der Fuhrpark der Firma Baldinger 3D e.U. umfasst aktuell drei dieselbetriebene Kastenwagen. Die Analyse zeigt nun ein hohes Potenzial für die Elektrifizierung einzelner Fahrzeuge. In einem nächsten Schritt soll auch das E-Mobilitätspotenzial für den gesamten Fuhrpark untersucht werden.
Das Beispiel Baldinger 3D e.U. macht deutlich, die ÖKO-PLUS-
Beratung der WKOÖ liefert eine fundierte Entscheidungsgrundlage, reduziert Risiken und unterstützt Betriebe dabei, Mobilität wirtschaftlich, praxisnah und klimafreundlich weiterzuentwickeln.
ÖKO-PLUS