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Klimaregulator, Wasserspeicher, Erholungsort, Rohstofflieferant

Der Wald ist wertvoll – 21. März ist der internationale Tag des Waldes: Die Lärche, Österreichs Baum des Jahres, ist ein Baum mit besonderen Vorzügen.

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Aktualisiert am 19.03.2026

Um auf die zahlreichen Funktionen des Waldes hinzuweisen, wurde 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen der „Tag des Waldes“ ins Leben gerufen. Hintergrund dafür ist, dass der Wald nicht nur als Erholungsort dient, sondern auch Rohstofflieferant und Devisenbringer ist, eine wichtige Schutzfunktion im Gebirge innehat, das Klima reguliert und unser Wasser speichert und filtert.
 
Die Lärche, Österreichs Baum des Jahres 2026
„Die Lärche, Österreichs Baum des Jahres 2026, passt perfekt zu den Funktionen des Waldes“, so Georg Starhemberg, Obmann von proHolz Oberösterreich. „Denn die Lärche hat viele gute Eigenschaften und ist wertvoll für Mensch und Natur.“ Die Europäische Lärche ist eine Besonderheit unter den heimischen Nadelbäumen. Als einzige wirft sie im Herbst ihre Nadeln ab, die wertvollen Humus bilden. Zuvor verfärben sie sich leuchtend goldgelb und prägen so das herbstliche Landschaftsbild. Als typische Pionierbaumart besiedelt die Lärche Hochlagen, Lawinenhänge und steinige Standorte bis über 2000 Meter Seehöhe. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem macht sie besonders standfest und widerstandsfähig gegen Wind, Schnee und Kälte. Unter günstigen Bedingungen erreicht sie Höhen von bis zu 45 Metern und kann mehrere 100 Jahre alt werden.
 
Lebensraum und flüssiges Gold
Ab März blüht die Lärche und ist damit eine wichtige Pollenquelle für Wildbienen und andere Insekten. Die Samen aus den Zapfen dienen zahlreichen Vogelarten als Nahrung. Die Borke älterer Lärchen ist Lebensraum für Insekten, Vögel und Fledermäuse. Die lichten Kronen der Bäume ermöglichen einen reichen Unterwuchs, den der Mensch seit langer Zeit als Viehweiden nutzt. 
 
Das Lärchenharz ist eine äußerst wertvolle, gelbliche bis bräunliche, honigdicke Flüssigkeit. Mittels Destillation kann daraus Terpentinöl für viele Verwendungen gewonnen werden. Das Öl wird wegen seiner durchblutungsfördernden, wärmenden, desinfizierenden und schmerzlindernden Wirkungen vor allem in Salben gerne eingesetzt.
 
Traditioneller Holzbau, Dachschindeln, Fassaden, Fenster
Das Holz der Lärche ist äußerst dauerhaft, mittelhart, formstabil, gut zu trocknen und zu bearbeiten, neigt aber bei Ästen oder unregelmäßigem Faserverlauf zum Splittern und Ausreißen. Aufgrund seines hohen Harzgehalts ist es besonders witterungsbeständig und zeichnet sich durch eine warme, rötlich-braune Färbung aus, die mit der Zeit vergraut. Lärchenholz eignet sich hervorragend für den Außenbereich, etwa für Fassaden, Fenster, Zäune oder Dachschindeln, und prägt seit Jahrhunderten den traditionellen Holzbau im Alpenraum.
 

vp
© wkoö proHolz-Obmann Georg Starhemberg r.) übergab anlässlich des Internationalen Tag des Waldes an WKOÖ-Vizepräsident Michael Pecherstorfer einen Geschenkkorb mit Produkten von der Lärche.