Senkung der Lohnnebenkosten: Jetzt muss auch die Bundesregierung liefern!
Neue Daten der OECD lassen keinen Zweifel: Regierung ist gefordert
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„Angesichts der Zahlen der aktuellen Taxing Wages-Studie der OECD müssen alle Alarmglocken schrillen: Wir liegen mit einer Steuer- und Abgabenlast auf Arbeit mit 47,1 Prozent auf dem unrühmlichen vierten Platz aller 38 OECD-Länder und haben uns damit noch einmal verschlechtert. Im Vorjahr waren wir noch auf dem 5. Platz hinter Italien. Eine so hohe Belastung kostet Wettbewerbsfähigkeit, dämpft die Kaufkraft und kostet Jobs“, kommentiert Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute veröffentlichten OECD-Daten. „Sie zeigen einmal mehr, wie sehr bei den Lohnnebenkosten in Österreich der Hut brennt. Es ist daher höchst an der Zeit, dass es zu einer spürbaren Senkung kommt“, so Danninger. Schließlich wurde dies auch im Regierungsprogramm sowie in der Industriestrategie der Regierung versprochen.
Die Lohnnebenkosten sind in Österreich mit 29,3 Prozent vom Bruttolohn viel zu hoch. Die Unternehmen verlieren international an Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen werden zurückgefahren und wertvolle Arbeitsplätze gehen verloren.

Doris Hummer
WKOÖ-Präsidentin
Volle Unterstützung für diese Forderung kommt von WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: „Die Lohnnebenkosten sind in Österreich mit 29,3 Prozent vom Bruttolohn viel zu hoch. Diese Tatsache hat besorgniserregende Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Die Unternehmen verlieren international an Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen werden zurückgefahren und wertvolle Arbeitsplätze gehen verloren. Es ist daher unerlässlich, im Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 eine Senkung der Lohnnebenkosten um mindestens 5 Prozentpunkte zu verankern.“
Die Wirtschaftskammer geht mit gutem Beispiel voran und leistet mit deutlichen Einsparungen bis 2030 ihren Beitrag zur Senkung der Lohnnebenkosten. Konkret sollen die Betriebe um 100 Millionen Euro jährlich entlastet werden. Geplant ist ein Stufenmodell, mit dem dieses Volumen schrittweise bis 2030 erreicht wird. Spätestens ab diesem Jahr ersparen sich die Unternehmen nachhaltig ein Volumen von 100 Millionen Euro jährlich. Ziel ist es, dieses Einsparungsvolumen überwiegend bei der KU2 zu realisieren. Das bedeutet auch eine Senkung der Lohnnebenkosten im entsprechenden Ausmaß. Ausgehend vom aktuellen KU2-Volumen von rund 438 Millionen Euro entspricht das einer jährlichen Entlastung von über 20 Prozent.